Beschreibung der Beschaffung
Das Forschungszentrum Jülich ist ein internationales und interdisziplinäres Kompetenzzentrum in der Helmholtz-Gesellschaft Deutscher Forschungszentren und arbeitet im Rahmen der Forschungsbereiche:
1. Energie und Umwelt 2. Information und Gehirn 3. Schlüsseltechnologien für Morgen.
Gesellschafter des Forschungszentrums Jülich GmbH sind die Bundesrepublik Deutschland (90 %) und das Land Nordrhein-Westfalen (10 %).
Die wissenschaftlichen und technischen Arbeiten des Forschungszentrums werden in Instituten und wissenschaftlich-technischen Gemeinschaftseinrichtungen durchgeführt.
Informationen zu diesem Verfahren:
Der AG überträgt dem AN zunächst die Generalplanerleistungen zur Projektstufe 1 für die im Folgenden genannten Leistungsbilder:
Leistungen der Objektplanung gem. §34 HOAI Auftrag über ca. 96 % des Leistungsbildes Honorarzone IV unten:
—— Leistungsphase 1-3 gem. § 34 HOAI (1. Stufe);
—— Leistungsphase 4,(5,7 anteilig) gem. § 34 HOAI (2. Stufe);
—— Leistungsphase 8 gem. § 34 HOAI (3. Stufe)
Leistungen der Tragwerksplanung gem. §51 HOAI Auftrag über ca. 100 % des Leistungsbildes Honorarzone III unten:
—— Leistungsphase 1-3 gem. § 51 HOAI (1.Stufe);
—— Leistungsphase 4 gem. § 51 HOAI (2. Stufe)
Leistungsbild Technische Ausrüstung gem. §55 HOAI Auftrag über ca. 95-97 % der Leistungsbilder Anlagengruppe 1: Honorarzonen II unten Anlagengruppe 2: Honorarzonen II unten Anlagengruppe 3: Honorarzonen III unten Anlagengruppe 4: Honorarzonen III unten Anlagengruppe 5: Honorarzonen II unten Anlagengruppe 6: Honorarzonen II unten Anlagengruppe 7: Honorarzonen III unten Anlagengruppe 8: Honorarzone III unten
—— Leistungsphase 1-3 gem. § 55 HOAI (1. Stufe);
—— Leistungsphase 4-(5,7 anteilig) gem. § 55 HOAI (2. Stufe);
—— Leistungsphase 8 gem. § 55 HOAI (3. Stufe)
Leistungsbild Wärmeschutz und Energiebilanzierung gem. HOAI Anl. 1.2/ AHO Heft 23 Honorarzone III unten:
—— Leistungsphase 1-3 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (1. Stufe);
—— Leistungsphase 4-5 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (2. Stufe);
—— Leistungsphase 8 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (3. Stufe)
Leistungsbild Bauakustik und Raumakustik gem. HOAI Anl. 1.2 Honorarzone III unten:
—— Leistungsphase 1-3 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (1. Stufe);
—— Leistungsphase 4-5 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (2. Stufe);
—— Leistungsphase 8 gem. Anl. 1.2 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (3. Stufe)
Leistungsbild Brandschutz Planung und Beratung eines staatl. anerkannten Sachverständigen für die Prüfung des Brandschutzes AHO Heft 17:
—— Leistungsphase 1-3 gem. AHO Heft 17 (1. Stufe);
—— Leistungsphase 4,(5 anteilig) gem. AHO Heft 17 (2. Stufe);
—— Leistungsphase 8 gem. AHO Heft 17 (3. Stufe)
Leistungsbild Planungs- und Beratungsleistungen Geotechnik gem. Anl.1.3.3 HOAI:
—— Teilleistungen a-c gem. Anl. 1.3.3 (zu § 3 Absatz 1) HOAI (1. Stufe);
—— Leistungsbild Freianlagen wird durch das Forschungszentrum Jülich erbracht.
Es ist vorgesehen die Leistungen auf Basis einer Funktionalen Leistungsbeschreibung inklusive Planungsleistungen nach einem Teil der Leistungsphase 5 an einen Totalunternehmer zu vergeben.
Des Weiteren ist vorgesehen den Generalplaner mit Teilen der Leistungsphase 7 für den funktionalen Wettbewerb, Teilen der Leistungsphasen 5 (ca. 25 %), sowie den Leistungen zur Qualitätssicherung der Leistungsphase 8 zu beauftragen.
Die Beauftragung erfolgt stufenweise und ist abhängig von der Entscheidung der Zuwendungsgeber.
Terminplanung:
— Ausschreibung der Bauleistungen und der Baubeginn: 2. Hälfte 2021;
— Fertigstellung/ Übergabe an die Nutzer: 3. Quartal 2023.
Dauer der Ausführung:
Beauftragung und Planungsbeginn:
Unmittelbar nach Abschluss des VgV-Verfahrens voraussichtlich Februar 2021 Ausschreibung der Planungs-und Bauleistungen (funktionale Leistungsbeschreibung TU) ca. August/September 2021 Baubeginn. ca. November 2021 Fertigstellung und Übergabe an den Nutzer: ca. Oktober 2023 Schlussabrechnung Gesamtmaßnahme: bis 2. Quartal 2024
Weitere Informationen zur Generalplanung:
Bei der Planung des Gebäudes sind nachfolgend aufgeführte Anforderungen zu berücksichtigen:
— direkte, elektrische Leistungsaufnahme des HPC ca. 25 MW ± 15 %;
— USV/Notstromversorgung 1,5 MW;
— Warmwasserkühlung 22,5 MW;
— Luftkühlung 1,5 MW;
— Kaltwasserkühlung 1 MW.
Die hierzu notwendigen Unterlagen und Daten werden durch den Auftraggeber nach Auftragsvergabe dem Auftragnehmer zur Verfügung gestellt.
Die Baumaßnahme wird als Zuwendungsbaumaßnahme mit Mitteln des Bundes und des Landes NRW finanziert. Die Realisierung des Bauvorhabens steht unter dem Finanzierungsvorbehalt der Zuwendungsgeber. Der Auftrag umfasst ebenfalls die Erstellung der Antrags- und Bauunterlagen gem. den Richtlinien für die Durchführung von Zuwendungsbaumaßnahmen (RZBau).
Eine Zertifizierung des Gebäudes ist angedacht. Die Art der Zertifizierung wird zu Beginn der Planung festgelegt. Nachhaltigkeit in Konzeption und Betrieb sind bei der Planung mit hoher Priorität zu berücksichtigen.
In den Planungsprozess integriert wird ein wissenschaftliches Projekt des Forschungszentrum Jülich, welches sich mit der zukünftigen Energieausrichtung des Campus befasst. Die beim Betrieb der Großrechner anfallende Abwärme soll aus Gründen der Nachhaltigkeit einer Weiternutzung zugeführt werden.
Im „Living Lab Energy Campus“ will das Forschungszentrum Jülich am eigenen Beispiel zeigen, wie die energiepolitischen Ziele der Energiewende durch einen systemorientierten Ansatz und die Nutzung innovativer Techniken in einem bestehenden baulichen Umfeld erreicht werden können. Der ganze Forschungscampus wird dabei zu einem großen Experimentierfeld, in dem die Wechselwirkungen zwischen Technik, Energieträgern und Verbrauchern untersucht werden. Durch eine optimierte Kopplung von Energiewandlern, Speichersystemen sowie den Wärme-, Kälte- und Stromnetzen, der sogenannten energetischen Sektorkopplung, und der aktiven Einbindung der Verbraucherinnen und Verbraucher werden neue Lösungen zur optimalen Nutzung regenerativer Energien in einem bestehenden Energiesystem entwickelt.
Flächenbedarf für den Neubau:
Bruttogrundfläche (BGF): ca. 5 000 m gesamt. Die Bruttogrundfläche (BGF) ist aufgeteilt in ca. 4 700 m großes Rechenzentrum inkl. 1 200 m hochflexible reine Rechnerfläche, und ca. 1 900 m für ein angegliedertes Verwaltungs- u. Wirtschaftsgebäude.
NUF (1-7): ca. 4 200 m Eine abschnittsweise Erweiterbarkeit des Gebäudes ist in der Planung von Beginn an mit zu berücksichtigen.
Kostenobergrenze:
Die Kostenobergrenze für das Rechenzentrum und für die Erweiterung für den Betrieb der notwendigen Infrastruktur beträgt:
— ca. 77 Mio. EUR netto für alle Kostengruppen.
Die Kosten teilen sich nach überschlägiger Grobkostenschätzung wie folgt auf:
— KGR 200, 700 000 EUR netto;
— KGR 300, 10 600 000 EUR netto;
— KGR 400, 52 900 000 EUR netto;
— KGR 500, 750 000 EUR netto;
— KGR 600, 150 000 EUR netto;
— KGR 700, 11 800 000 EUR netto;
— KGR 200-700, 76 900 000 EUR netto.
Das Gebäude wird auf dem Campus der Forschungszentrum Jülich GmbH in unmittelbarer Nachbarschaft zur bestehenden Rechnerhalle, Gebäude Nr. 16.4, errichtet.
Die Bewerbungsunterlagen mit weiteren Informationen zum Projekt können unter
http://www.fz-juelich.de/portal/DE/Service/Beschaffungen/Ausschreibungen/node.html kostenlos heruntergeladen werden.