Beschreibung der Beschaffung
Das Freibad Gemünden wurde in den Jahren 1971 bis 1973 erbaut, so dass die baulichen und technischen Anlagen seit über 40 Jahren in Betrieb sind. Im Jahre 1988 wurden die Rohrleitungsanschlüsse an den Beckenanlagen erneuert, ein neues Planschbecken gebaut und der Schwallwasserspeicher vergrößert.
Die Funktionsbereiche sollen teilweise neu aufgeteilt werden.
Die gefliesten Beckenanlagen sind zu sanieren und mit einer Edelstahlauskleidung zu versehen. Die Wasserflächen teilen sich auf folgende Becken auf:
— Nichtschwimmer: ca. 390m,
— Schwimmerbecken mit Sprunggrube: ca. 500 m,
— Planschbecken: ca. 70 m;
— sie sollen um 300 m reduziert werden.
Die erforderlichen Tragwerksplanungsleistungen sind zu erbringen.
Ebenso ist die dafür erforderliche Technische Ausrüstung zu planen. Die Badewasseraufbereitungsanlage soll grundhaft erneuert werden, wobei folgende Anlagenkomponenten aus dem Bestand in die neue Anlagentechnik übernommen werden:
— Badewasserdesinfektion in Form von Trockenchlordosieranlagen (Anzahl: 2 Stück),
— Mess- und Regelanlagen zur Erfassung und Regelung der Hygienehilfsparameter (Anzahl: 3 Stück).
Zur zentralen Wärmeerzeugung ist ein neuwertiger Gas-Brennwertkessel (350 KW) vorhanden, der aktuell nur zur Badewassererwärmung eingesetzt wird. Die Heizungszentrale soll um die Heizkreise für statische Heizflächen und die Trink-Warmwasserbereitung erweitert werden.
Die Leistungen werden ausgeschrieben als Generalplanungsleistungen ab der Leistungsphase 4. Bezüglich der einzelnen Leistungsinhalte orientiert sich die Auftraggeberin am Leistungsbild der §§ 34, 39, 51 und 55 nebst Anlagen 10, 11, 14 und 15 der HOAI 2013. Soweit die HOAI 2013 Höchst- und Mindestsätze vorsieht, werden diese Regelungen nicht in Bezug genommen. Näheres regelt der Vertrag.
Die Auftraggeberin hat zur Erlangung der Fördermittel eine Vorplanung bis einschließlich der Leistungsphase 3 erstellen lassen, die Bestandteil der Vergabeunterlagen ist. Weitere Einzelheiten können dort entnommen werden. Die Veröffentlichung dient auch der Beseitigung eines Wissensvorsprungs, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich das erstellende Planungsbüro an der Ausschreibung beteiligen wird.
Die anrechenbaren Kosten werden geschätzt wie folgt (netto):
— KGR 300 — Bauwerk — Baukonstruktionen 670 720,00 EUR,
— KGR 400 — Bauwerk — Technische Anlagen 799 867,00 EUR,
— KGR 500 — Außenanlagen 1 488 852,50 EUR,
— KGR 600 — Ausstattung und Kunstwerke 15 000,00 EUR.
Die Kosten für die technische Ausrüstung werden geschätzt wie folgt (netto); Anlagengruppe Anrechenbare Kosten:
1. (Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen) 64.000,00 EUR,
2. (Wärmeversorgungsanlagen) 33 500,00 EUR,
3. (Lufttechnische Anlagen) 7 500,00 EUR,
4. (Starkstromanlagen) 107 900,00 EUR,
7. (nutzungsspezifische Anlagen) 586 967,00 EUR.
Das Vorhaben wird öffentlich gefördert durch die Sportstättenförderung des Landes Rheinland-Pfalz, den Projektträger Jülich für die Energieversorgung und die LEADER-Förderung, soweit die touristische Nutzung betroffen ist, etwa im Bereich des Kiosks. Die Fördervoraussetzungen sind zu jeder Zeit einzuhalten.
Die Leistungen werden ausgeschrieben als Generalplanungsleistungen ab der Leistungsphase 4.