Beschreibung der Beschaffung
Am Standort der Grundschule Asterstein in Koblenz soll folgende Neubaumaßnahme und Digitalisierung umgesetzt werden:
— Neubau eines 2-geschossigen Erweiterungsbaus (Ganztagsschule),
— Umsetzung Digitalpakt in Alt- und Neubau.
Um das Raumprogramm der Ganztagsschule, sowie die volle 2-Zügigkeit am Standort der Grundschule Asterstein zu realisieren, soll das Bestandsgebäude um einen 2-geschossigen Anbau erweitert werden. Der geplante neue Baukörper soll südlich des Bestandsgebäudes errichtet werden. Der Anschluss an das Bestandsgebäude erfolgt durch eine offene Überdachung.
Entwurf und Gestaltung:
Im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich ein zentraler Mehrzweckraum mit Stuhllager, der bei Bedarf geteilt werden kann. Außerdem sind hier ein Klassenzimmer, Bibliothek, Elternsprech-/Arztzimmer, ein Raum für Schulsozialarbeit, sowie Toilettenanlage für Schüler und ein Behinderten-WC angeordnet. Im Obergeschoss befindet sich ein weiterer Klassenraum, 2 Räume für die betreute Grundschule, sowie die Büros für die Schulleitung und Lehrerzimmer mit WC-Anlage.
Die beiden Baukörper werden durch eine offene Überdachung verbunden. Der Neubau nimmt die Höhen von Fenster- und Türöffnungen des Bestands in der Fassade auf, soll sich aber als eigener Baukörper abheben. Als Kontrast zur teilweise verklinkerten Fassade des Bestandsbaus, ist daher für den Neubau eine schlichte, moderne Fassade in Form eines elementierten Fassadensystems vorgesehen.
Energetische Ausrichtung des Erweiterungsneubaus:
Im Zuge der Maßnahme erhält der Erweiterungsneubau eine moderne, energetisch hochwertige Gebäudehülle nach aktuell gültiger EnEV und als elementiertes Fassadensystem. Für alle Aufenthaltsräume ist eine zentrale Lüftungsanlage vorgesehen.
Digitalisierung:
Im Zuge des Erweiterungsneubaus soll auch die Digitalisierung in Alt- und Neubau umgesetzt werden.
Brandschutz:
Die Brandschutzauflagen, die sich aus der Genehmigung ergeben sind einzuhalten.
Ferner sind die Maßgaben des Brandschutzes bei der Digitalisierung des Bestandes zu beachten.
Barrierefreiheit:
Der im Erweiterungsneubau geplante Aufzug und behinderten gerechtes WC soll die Barrierefreiheit in dem Erweiterungsneubau gewährleisten.
Raumakustische Maßnahmen:
Die Belange des Schallschutzes, welche durch ein Fachplaner ermittelt werden, sind in der Baumaßnahme zu berücksichtigen.
Nachhaltigkeit:
Beim Neubau des Erweiterungsgebäudes soll der Aspekt der Nachhaltigkeit als Zukunftsperspektive ebenfalls betrachtet werden. Sie ist bei der Ausführungsplanung zu integrieren.
Außenanlagen:
Die Arbeiten an den Außenanlagen werden durch den Eigenbetrieb 67 umgesetzt.
1.2. Gegenstand sind die hierzu notwendigen Ingenieurleistungen:
— Architektenleistungen in Stufen für den Erweiterungsneubau:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 5-8,
— Tragwerksplanung in Stufen für den Erweiterungsneubau:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 1-4,
—— 2. Stufe: Leistungsphasen 5-6,
— Technische Gebäudeausrüstung in Stufen für den Erweiterungsneubau:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 1-4,
—— 2. Stufe: Leistungsphasen 5-7,
—— 3. Stufe: Leistungsphase 8,
— Architektenleistungen in Stufen für den Digitalpakt:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 1-3,
—— 2. Stufe: Leistungsphasen 5-8,
— Tragwerksplanung in Stufen für den Digitalpakt:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 1-3,
—— 2. Stufe: Leistungsphasen 5-6,
— Technische Gebäudeausrüstung in Stufen für den Digitalpakt:
—— 1. Stufe: Leistungsphasen 1-3,
—— 2. Stufe: Leistungsphasen 5-7,
—— 3. Stufe: Leistungsphase 8.
— Planung und Bau der Freiflächen werden durch den Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen (EB 67) übernommen.
Mit dem Ingenieurvertrag wird bei allen Beteiligten die Stufe 1 beauftragt.
Weitere Stufen werden nach Maßnahmenverlauf nachbeauftragt.
Siehe Ingenieurvertrag.
1.3. Aktueller Planungsstand:
Zu der geplanten Maßnahme wurde bereits ein Förderantrag eingereicht. Dieser muss durch die Änderung in einen 2-geschossigen Erweiterungsneubau überarbeitet und neu nachgereicht werden. Eine Abstimmung erfolgt innerhalb des ZGM.
1.4. Basis der Aufgabenstellung und des späteren Auftrages:
Bei dem 2-geschossigen Erweiterungsbau kommt es zu geringeren Störfaktoren im laufenden Schulbetrieb, da das Gebäude separat und komplett unabhängig von bestehenden Gegebenheiten errichtet werden kann. Der Anschluss des Erweiterungsneubaus in Form einer Überdachung an den Bestand kann zu erhöhten Störfaktoren führen. Hierfür müssten engere Abstimmungen mit der Schulleitung bzgl. des geltenden Stundenplans und unter Berücksichtigung der Ferienzeit, umgesetzt werden. Zielsetzung ist ein sehr kompakter Bauablauf unter bestmöglicher Vermeidung von Störungen oder Beeinträchtigungen des laufenden Schulbetriebs. Besonders störende Montageabläufe und Bauarbeiten werden in Abstimmung mit der Schulleitung und nach Möglichkeit in den Schulferien umgesetzt. Die Ausschreibungen der zur Umsetzung notwendiger Gewerke werden nach Bewilligung des Antrages auf Zuwendung und weiteren Abstimmungen mit den Bauherren erstellt.
1.5. Kostenansatz: Erweiterungsneubau 2-geschossig und Digitalpakt
Kostengruppen: Erweiterungsneubau: Digitalpakt:
— KG 200 Herrichtung und Erschließung 44 117,65 EUR 0,00 EUR,
— KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion 1 234 854,62 EUR 0,00 EUR,
— KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen 432 326,05 EUR 5 378,15 EUR,
— KG 600 Ausstattung und Kunstwerke 91 554,62 EUR 68 630,25 EUR,
— KG 700 Baunebenkosten 429 920,17 EUR 1 680,67 EUR,
—— Gesamtsumme (netto): 2 232 773,11 EUR 75 689,07 EUR,
—— zzgl. 19 % MwSt.: 424 226,89 EUR 14 380,92 EUR,
—— Gesamtsumme (brutto): 2 657 000,00 EUR 90 069,99 EUR,
— Die veranschlagten Kosten für den Erweiterungsneubau betragen 2 657 000,00 EUR brutto (ohne KG 500 – Planung und Bau der Freiflächen werden durch den Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen (EB 67) übernommen).
— Die veranschlagten Kosten für den Digitalpakt betragen 90 069,99 EUR brutto.
Die veranschlagten Kosten für die gesamten Maßnahmen (Erweiterungsneubau und Digitalpakt) betragen 2 747 069,99 EUR brutto (ohne KG 500).