Beschreibung der Beschaffung
Wärmeerzeugungsanlagen
Der Klinikneubau der AFK wird über zwei Fernwärme-Temperaturschienen mit Heißwasser versorgt:
HD-Schiene max. Differenzdruck 0,7 bar, PN 64
— ND-Schiene max. Differenzdruck 1,4 bar, PN 25
Die Übergabestation für den Neubau wird im Nordosten Ebene U1 des Neubaus aufgebaut. Die maximalen Anschlusswerte betragen:
— Winter ca. 7,9 MW;
— Sommer ca. 6,6 MW.
Die AKM kann max. auf PN25 ausgelegt werden. Aus diesem Grund ist ein Wärmetauscher für den Notbetrieb (Ausfall der ND-Schiene) der AKMs vorgeschaltet.
Technikzentrale U1
Im Normalbetrieb wird die PWW-Heizung über zwei von drei aus der ND-Schiene beheizte Wärmetauscher (3 x 50 %) versorgt. Bei Ausfall eines ND-Wärmetauschers wird der aus der HD-Schiene beheizte Wärmetauscher (100 %) automatisch in Betrieb genommen und die Wärmeversorgung sichergestellt. Die Pumpen erhalten hocheffiziente Motoren (IE4) mit integrierten differenzdruckabhängigen Drehzahlregelungen und Frequenzumformer. Die Heizungsanlage wird als Pumpenwarmwasserheizung im Zweirohrsystem ausgeführt.
Dampfversorgung
Die Versorgung des Krankenhauses erfolgt mit Hochdruckdampf 4,0 bar aus der Heizzentrale U1.
Dampferzeugung
Es werden zwei von der HD-Schiene versorgte Dampferzeuger für jeweils 100 % Leistung und einem Sekundärdruck von 4,0 barü ausgelegt. Ein weiterer Dampferzeuger wird an die ND-Schiene angeschlossen.
Reindampferzeugung
Die Herstellung von Reindampf für die Sterilisatoren der ZSVA nach DIN EN 285 erfolgt über drei parallel geschaltete Edelstahl-Filter (3x 100 %).
Druckreduzierstationen
Zur Druckreduzierung des Dampfes für Sterilisatoren, Luftbefeuchtung und Küche werden Druckreduzierstationen als Kompaktstation betriebsfertig eingesetzt.
Regelung Dampfversorgung
Die heißwassergespeisten Dampferzeuger wird als Kompaktstation, betriebsfertig einschließlich der internen Regelung ausgeführt.
Sicherheitsabblaseleitungen
Die Sicherheits-Abblasleitungen der einzelnen Sicherheitsventile der Dampfumformer, Entgasungsanlage und Druckreduzierstationen werden einzeln über Dach geführt.
Kondensat
Das anfallende Kondensat wird in Kondensatbehälter eingeleitet.
Kälteanlagen
Kälteerzeugung
Zur Abdeckung des ermittelten Gesamt-Kältebedarfs von ca. 2,5 MW (siehe Tabelle „Kältebilanz“) werden folgende 3 Kälteerzeuger in der Hauptkältezentrale U1/Nordost installiert:
— Absorptions Kältemaschine (einstufig) mit 1,0 MW;
— Kompressions Kältemaschine mit 0,5 MW.
Die Kompressions-Kältemaschine ist für die Abdeckung des ermittelten Spitzen-Kältebedarfs von ca. 2,5 MW erforderlich.
Alle Kälteerzeuger sind auf eine Systemtemperatur von 8/14C ausgelegt. Über einen Pufferspeicher werden die Kälteerzeuger und Kälteverbraucher untereinander hydraulisch entkoppelt.
Absorptions Kältemaschinen
Es sind zwei einstufige Absorptionskältemaschinen vorgesehen. Die AKMs werden aus ND-Netz 140C eingespeist. Für den Notbetrieb (Ausfall der ND-Schiene) kann eine AKM aus der HD-Schiene über einen Wärmetauscher versorgt werden.
Kompressions-Kältemaschine
Für den Spitzenlast- und ggf. Winterbetrieb wird eine Kompressions-Kältemaschine (KKM) in der Kältezentrale aufgestellt. Im Winter wird die Abwärme der KKM über einen Wärmetauscher in die Heizung eingespeist und in Bauteilaktivierung und zur Eisfreihaltung des Hubschrauberlandeplatzes genutzt.
Rückkühlung
Es werden Hybridkühler auf dem Dach über Ebene 2 aufgestellt. Für die Rückkühlung der drei Kältemaschinen sind insgesamt 4 Rückkühlwerke geplant, die in zwei Gruppen unterteilt sind.
Kältebedarf
Für die neue Klinik ergibt sich folgender durch Kältemaschinen abzudeckender Kältebedarf: Kältebedarf mit einer Spitzenlast von ca. 2,5 MW.
Kälteverteilung
Im gesamten Gebäude wird das Klimakaltwasser (KKW) mit einem einheitlichen Temperatur von 8/14 C über ein Zweirohrsystem verteilt.