Beschreibung der Beschaffung
Die zentrale Versorgung des Klinik Neubaus mit medizinischen Gasen, Sauerstoff (O2), Druckluft (AIR), Vakuum (Vac) und Kohlendioxid (CO2) wird seitens der TGA wie folgt vorgesehen.
Medizinische Druckluft
Erzeugungsanlagen für medizinische Druckluft AIR werden entsprechend den gültigen Normen und Richtlinien 4x50% redundant ausgeführt.
Die Aufbereitung der sterilen Luft für Beatmungszwecke erfolgt nach dem Arzneimittelgesetz mit Adsorbtionstrocknern als eine maßgebliche Einheit der 5-stufigen Aufbereitung.
Druckluft mit 10 bar (AIR10) wird nach Angabe der AFK und der Medzizintechnikplanung nicht benötigt, so dass ein Erzeugerdruck von 8-10 bar ausreichend bemessen ist, abzüglich der Druckverluste von ca. 1 bar in der nachfolgenden Aufbereitungsstrecke.
In 2 brandschutztechnisch getrennten Technikzentralen in der Ebene U2 West werden jeweils 2x50%der neu zu errichtenden Anlagenkonfiguration angeordnet, somit wird dem Punkt 5.2.5. d der Norm DIN EN ISO 7396-1 entsprochen. Durch die getrennte Aufstellung der Erzeuger wird sichergestellt, dass im Fall eines Brandes ein Zugang und die Nutzung der Redundanzen möglich ist.
Medizinisches Vakuum
Die Anlagen zur Erzeugung des medizinischen Vakuums werden ebenfalls 4x50% redundant ausgeführt.
Die Vakuumpumpen wurden für einen Arbeitspunkt von 200 mbar absolut ausgelegt.
Hauptsächlich Absaugvorgänge im Operationsfeld erfordern ein Vakuum bis zu -0,8 bar relativ an der Vakuumerzeugungsanlage. Zur Dauerdrainage wird ein geringes Vakuum benötigt, deshalb kann dieses Schwachvakuum direkt an der Entnahmestelle mit Hilfe eines Vakuumreglers eingestellt werden.
Bakterienfilter und Sekretabscheider komplettieren die Vakuumentsorgungsstrecke. Die zentrale Vakuumabluft der 4 Pumpen wird über Dach ins Freie geleitet.
Aufgestellt wird die Vakuumanlage in der gleichen Art und Weise wegen der Ausfallsicherheit im Brandfall, in der Technikzentrale für med. Druckluft in Ebene U2.
Medizinischer Sauerstoff
Die Hauptquelle der dreifachen Versorgung mit Sauerstoff stellt der Miet-Tank in den Außenanlagen dar. Dieser wird in Vorbereitung der Baumaßnahme aus dem Bereich der Energiezentrale in Richtung Neubau umziehen, der neue Standort wird an der Zufahrt zu Wirtschaftshof gewählt. Mittels doppelwandigen Edelstahlrohrsystems für die Einspeiseleitung wird der Neubau oberirdisch erschlossen. In der Technikzentrale im östlichen Bereich der Ebene U2 wird an die Zweite und dritte Versorgungsquelle über eine Flaschenstation mit entsprechenden Puffer (Flaschenbatterie) angeordnet.
Nur für O2 wird für hochversorgungsabhängige Bereiche das Zweikreissystem konzipiert, d. h. ab der Bereichskontrolleinheit (BKE) wird ein zweites Leitungsnetz zur redundanten Ausführung der Entnahmestelle am Verbrauchsort gegeben.
Kohlendioxid
In der Gaszentrale wird gemeinsam mit der O2 Versorgung auch die Flaschenbatterie für CO2 aufgestellt, mit ihrer halbautomatischen Umstellung dient sie zur unterbrechungsfreien Gasversorgung aller Verbraucher in den OP Räumen.
Technische Druckluft
Zur Erzeugung technischer Druckluft für die Verbraucher der Sterilisation, Reinigungsautomaten in der Sterilgutversorgung und für allgemeine Verbraucher in Werkstätten wird eine 2x50% Erzeugeranlage mit 11-13 bar in der Technikzentrale m westlichen Bereich in der Ebene U2 angedacht.