Beschreibung der Beschaffung
Der Rheingau-Taunus-Kreis wird an der Rheingauschule, Dr. Schramm Str. 1, 65366 Geisenheim eine Umstrukturierung, Generalsanierung (inkl. Brandschutzsanierung) sowie Erweiterung durchführen.
Zur Ermittlung der erforderlichen Haushaltsmittel und dem erforderlichen Bedarf wird eine Architektenleistung für die Leistungsphasen 1 bis 3 (Gebäudeplanung / Innenräume) benötigt.
Beschreibung Bestand:
Insgesamt besteht die Liegenschaft aus 5 zusammenhängenden Gebäuden (siehe auch Anlagen „Freiflächenplan“ und „Luftbild“), sowie dem Außengelände mit Parkplatz- und Schulhof- und Feuerwehrangriffsflächen.
— Bauteil A (denkmalgeschützter Bau mit Verwaltung und Unterrichtsräumen, 3-geschossig zuzügl. Keller, Baujahr 1911 bis 1928);
— Bauteil B (Unterrichtsräume, WC-Anlagen, Aufenthaltsräume, 3-geschossig + KG, Baujahr 1969/70);
— Bauteil C ("Pavillion mit Unterrichtsräumen und Lager, 1-geschossig, Baujahr 1960/61);
— Bauteil D ("Pavillion mit Unterrichtsräumen und Lager, 1-geschossig, Baujahr 1960/61);
— Bauteil E mit Sporthalle (Unterrichtsräume, Naturwissenschaften, Medienzentrum, Mensa, WC-Anlagen sowie Sporthallen, Baujahr ca. 1971/72); Bauteil E ist nur teilweise vom geplanten Projekt betroffen: Einbau Naturwissenschaften, Auszug des Medienzentrums. Auch die Sporthalle bleibt unverändert.
Auf dem Dach des Bauteils E befindet sich eine PV-Anlage.
Um sich im Rahmen der angehenden Planung ein Bild über den Bestand zu machen, ist es erforderlich, dass Sie die Informationen aus Bestandunterlagen, welche z. Tl. zur Verfügung gestellt werden können, sowie aus einer eigens durch das Planungsbüro durchzuführenden Bestandsaufnahme der Gebäude verwerten. Dazu sind mehrere Begehungen – auch gemeinsam mit dem RTK und ggf. anderen an der Planung Beteiligten – durchzuführen und das Ergebnis mit Kostenauswirkung schriftlich niederzulegen.
Ebenfalls wird um Angabe gebeten, ob und wie eine Anwendung der „mitzuverarbeitenden Bausubstanz“ zu bewerten ist.
Schulisch-Organisatorische Veränderungen:
Seitens der Rheingauschule existiert ein Raumprogramm (Anlage Raumprogramm RGS), welches einen Mehrbedarf von rund 1 175 m Hauptnutzfläche aufzeigt (Summe der Raumgrößen ohne Erschließung, Flur/Treppenhaus und notwendige Technikräume).
Weiterhin ist darüber nachzudenken und strategisch zu entwickeln, ob die Verwaltung an in einen anderen Gebäudeteil verlegt und dort neu hergerichtet wird. Die besten Möglichkeiten werden gemeinsam im Rahmen der Planungsbesprechungen mit Architekt, Schulleitung und RTK erarbeitet.
Baulicher Sanierungsbedarf:
Die beiden Bauteile A-D sind altersbedingt in großen Teilen marode. Besonders Leitungstechnik in den Bereichen Heizung, Lüftung, Sanitär sowie Elektro sind betroffen. Aber auch Böden und Decken sowie verschiedene Innen- und Außentüren sind verbraucht und entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Das Schieferdach (Bt. A) und das Flachdach (Bt. B) ist in Teilen abgängig und muss mindestens in diesen Bereichen erneuert werden. Teilweise besteht durch marode Bauteile im Gebäude leichte Unfallgefahr, bei der die Beseitigung zwar stets in Angriff genommen wird, aber eine Nachhaltigkeit durch Reparaturen nicht mehr erzielt werden kann. Weit mehr als 3 Gewerke sind je fast voll umfänglich betroffen. Im Jahre 2010 fand bereits eine Brandschutzbegehung statt, die ebenfalls Mängel für beide Gebäude aufgezeigt hat. Einige wenige Mängel (z. B. 2. baulicher Fluchtweg aus der Aula) wurden im Rahmen einer kleinen Brandschutzsanierung bereits beseitigt. Andere Mängel können nur synergetisch im Zusammenhang mit einer Generalsanierung sinnvoll beseitigt werden. Hiervon sind z.B. auch immer wieder Leitungsbereiche und deren Trassen (Wege/Durchdringungen, etc.) betroffen. Aber auch bei der Erneuerung von Türen, Abhangdecken, Böden usw. bilden sich Synergien, da diese altersbedingt als auch z.Tl. aus brandschutztechnischer Sicht ausgetauscht werden müssen. Dabei werden Objekte nicht nur 1 zu 1 saniert ausgetauscht.