Landkreis Aurich — Managementmaßnahmen für den Wiesenvogelschutz in V09 „Ostfriesische Meere"

Landkreis Aurich

Gegenstand des Auftrags ist die Projektleitung für die Umsetzung von Managementmaßnahmen für den Wiesenvogelschutz in V09 „Ostfriesische Meere" nach Maßgabe beigefügten Projektbeschreibung.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2020-10-12. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2020-09-10.

Anbieter

Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2020-09-10 Auftragsbekanntmachung
2021-02-16 Bekanntmachung über vergebene Aufträge
Auftragsbekanntmachung (2020-09-10)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Referenznummer: CXP4Y6JDJV9
Kurze Beschreibung:
Gegenstand des Auftrags ist die Projektleitung für die Umsetzung von Managementmaßnahmen für den Wiesenvogelschutz in V09 „Ostfriesische Meere" nach Maßgabe beigefügten Projektbeschreibung.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen 📦
Zusätzlicher CPV-Code: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Aurich 🏙️

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Landkreis Aurich
Postanschrift: Fischteichweg 7-13
Postleitzahl: 26603
Postort: Aurich
Kontakt
Internetadresse: https://www.landkreis-aurich.de 🌏
E-Mail: vergabestelle@bbt-kanzlei.de 📧
URL der Dokumente: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y6JDJV9/documents 🌏
URL der Teilnahme: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y6JDJV9 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2020-09-10 📅
Einreichungsfrist: 2020-10-12 📅
Veröffentlichungsdatum: 2020-09-15 📅
Datum des Beginns: 2021-02-01 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2020/S 179-432298
Verweist auf Bekanntmachung: 2018/S 124-282509
ABl. S-Ausgabe: 179
Zusätzliche Informationen
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y6JDJV9

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Das Vogelschutzgebiet V09 „Ostfriesische Meere" gehört zu den wichtigsten Brutgebieten für den Wiesenvogelschutz in Niedersachsen. Mit über 100 Brutpaaren der Uferschnepfe hat das Schutzgebiet vor allem für diese Art eine herausragende Bedeutung. Trotz scheinbar plus minus stabiler Bestände im Vergleich der Bestandserfassungen im Zuge der Erfüllung der Berichtspflichten gegenüber der Europäischen Union gibt es deutlich Hinweise darauf, dass der Vermehrungserfolg nicht bestandserhaltend ist. Die im Rahmen des Küken- und Gelegeschutzes am Großen Meer gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die Schlupfraten bei den Gelegen und in weiten Teilen des Projektgebietes auch die Überlebensraten der Küken zu niedrig liegen. Als eine der wesentlichen Ursachen hierfür wurden die Prädatoren ausgemacht. Insbesondere der Fuchs konnte neben dem Steinmarder durch den Einsatz von Wildkameras trotz intensiver Bejagung als wesentlicher Nesträuber identifiziert werden. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Verlustursachen von Küken und Gelegen weisen darauf hin, dass diverse Säugetierarten (Fuchs, Steinmarder, Hermelin, Iltis, Igel, Ratte, ggf. Marderhund und Waschbär) eine Hauptrolle spielen. Bei den Kükenverlusten sind häufig auch Mäusebussard, Rabenkrähe und Weihe von erheblicher Bedeutung. Altvögel werden mitunter von Habicht und Wanderfalke geschlagen.
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Wie erfolgreich die verschiedenen Beutegreifer sind, hängt wesentlich vom Struktur- und Deckungseinrichtung der jeweiligen Landschaft ab. Gehölzbestände werden von diversen Prädatoren zur Ansiedlung, Deckung und als Ansitzwarte genutzt. Daher meiden zum Beispiel die Uferschnepfe die Nähe von Gehölzbeständen. Oosterveld & Altenburg (2005) geben als Abstand für deren Reviermittelpunkt zu hochwüchsigen Gehölzstrukturen einen Abstand von 250 m an. Gehölz und Saumstrukturen dienen vielfach auch als Eintrittspfade für von außerhalb in die Wiesenbrüter-Brutgebiete eindringende Beutegreifer, insbesondere den Fuchs.
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Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Aurich die Förderung der Maßnahmen für den Erhalt und die Entwicklung von Lebensräumen und Arten in Natura 2 000 Gebieten über die Förderrichtlinie EELA beantragt und erhalten.
Managementaufgaben für den Wiesenvogelschutz in V 09 „Ostfriesische Meere" — Wiederherstellung offener Charakter der Landschaft sind insbesondere:
— Beseitigung Gehölz- und Saumstrukturen;
— Abtragen und Einebnen von Erdwällen;
— Umwandlung Ruderalflächen;
— Versetzen Weidezäune;
— Angepasste Pflege.
Zu den Aufgaben der Projektleitung zählen:
— koordinative Aufgaben (Öffentlichkeitsinfo, jährliche Mittelabrufe, Abstimmung mit dem Auftraggeber und dem NLWKN, Vorbereitung Verwendungsnachweise);
— Konkretisierung der Gehölzstrukturen Kartendarstellung, Bilanzierung;
— Abstimmung mit Eigentümern;
— Vorbereitung der Ausschreibungen für die einzelnen Maßnahmen;
— Informationsübermittlung an Betroffene (Flächeneigentümer, Bewirtschafter usw.);
— Anleitung Bauunternehmen, ökol. Baubegleitung der Bauarbeiten, Fotodokumentation;
— Abnahme der Arbeiten mit Fotodokumentation;
— Sachbericht für Landkreis Aurich mit Rechnungsfreigabe;
— Organisation Abtragen und Einebnen von Erdwällen und weiteren Ablagerungen;
— Organisation Qualitätssicherung durch Mulchen, Mahd und Beweidung;
— Organisation Versetzen der Weidezäune;
— Vorbereitung und Begleitung der Beauftragung Fledermaus-Gutachten;
— Jährlicher Kurzbericht mit Dokumentation (ohne Datenaufnahme);
Die Einzelheiten zu dem Gebiet und den Maßnahmen können der beigefügten Projektbeschreibung entnommen werden.
Nähere Informationen zum Gebiet erhalten Sie auch unter:
Bezeichnung des von der EU finanzierten Projekts oder Programms: EELA - NLWKN, Az. D551.15-22324-AUR-16/82

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
Mit dem Teilnahmeantrag sind die nachfolgenden Erklärungen und Nachweise abzugeben:
1.1. Angabe des Bewerbers (Einzelbewerbung) mit Namen, Anschrift, Ansprechpartner mit Telefon-/Faxnummer und E-Mail-Adresse.
1.2. Angabe, im Falle der Bewerbung als Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft sämtlicher Mitglieder der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft mit Namen, Anschrift, Ansprechpartner mit Telefon-/Faxnummer und E-Mail-Adresse.
1.3. Im Falle der Bewerbung als Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft ist mit dem Teilnahmeantrag eine von sämtlichen Mitgliedern unterzeichnete Bietergemeinschaftserklärung vorzulegen:
a. in der die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft im Auftragsfall erklärt wird,
b. in der alle Mitglieder aufgeführt sind und in der die/der für die Durchführung des Vertrags bevollmächtigte Vertreter/in bezeichnet ist,
c. dass die/der bevollmächtigte Vertreter/in die Mitglieder gegenüber dem Auftraggeber rechtsverbindlich vertritt,
d. dass alle Mitglieder als Gesamtschuldner haften.
1.4. Im Falle der Einbindung von Nachunternehmern ist eine Erklärung zum vorgesehenen Nachunternehmereinsatz und zu Art und Umfang der Teilleistungen vorzulegen.
1.5. Im Falle der Einbindung von Nachunternehmern ist eine Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers vorzulegen, dem Bewerber im Auftragsfall die erforderlichen Mittel bzw. Leistungen zur Verfügung zu stellen.
1.6. Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB.
1.7. Erklärung über das Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB.
1.8. Erklärung über eine Selbstreinigung gemäß § 125 GWB.
1.9. Der Bewerber oder im Falle der Bewerbung als Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft hat deren bevollmächtigte*r Vertreter*in mit der Abgabe des Teilnahmeantrags zu erklären:
— dass ihm*ihr bewusst ist, dass eine wissentlich falsche Erklärung im Teilnahmeantrag einschließlich aller Anlagen den Ausschluss von diesem und weiteren Verfahren zur Folge haben kann;
— dass er*sie sich damit einverstanden erklärt, dass durch den Auftraggeber zur Überprüfung der Angaben unter Wahrung der Vertraulichkeit gegebenenfalls weitere/ergänzende Angaben/Unterlagen angefordert werden können;
— dass er*sie bestätigt, dass er*sie die Unterlagen zum Teilnahmewettbewerb einer vollständigen Überprüfung unterzogen hat und das Vorhaben sowie die für das Verfahren geltenden Bedingungen mit der für den Teilnahmeantrag erforderlichen Genauigkeit beurteilen kann und sich mit den aufgestellten Verfahrensregeln ausdrücklich einverstanden erklärt.
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Hinweis: Es sind formlose Eigenerklärungen ausreichend. Die Auftragserteilung kann von der Vorlage weiterer Nachweise abhängig gemacht werden. Im beigefügten Vordruck für den Teilnahmeantrag sind die entsprechenden Eigenerklärungen enthalten. Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften sind die entsprechenden Erklärungen durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft beizubringen. Bei Einbindung von Nachunternehmern sind die entsprechenden Nachweise/Erklärungen auch von den Nachunternehmern beizubringen.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
Mit dem Teilnahmeantrag sind zur Prüfung der wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit des Bewerbers folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
2.1. Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung mit folgenden Haftungssummen:
— mindestens 1,0 Mio. EUR für Personenschäden;
— mindestens 0,5 Mio. EUR für Sach- und Vermögensschäden.
Die Ersatzleistung der Versicherung muss mindestens das Zweifache der o. g. Deckungssummen pro Jahr betragen. Der Nachweis ist grundsätzlich durch eine verbindliche Deckungsbestätigung der Versicherung zu erbringen. Wenn oder soweit eine Versicherung in der o. g. Höhe zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht vorliegt, kann der Nachweis durch eine (ergänzende) rechtsverbindliche Eigenerklärung des Bewerbers über den Abschluss einer entsprechenden Versicherung im Auftragsfall erbracht werden. Bei einer Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft muss der Versi-cherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen. Die Erklärung oder der Nachweis darf nicht älter als 12 Monate sein und muss der Bewerbung beigelegt werden.
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Hinweis: Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist der Nachweis durch verbindliche Deckungsbestätigung oder rechtsverbindliche Erklärung über den Abschluss einer entsprechenden Erklärung im Auftragsfall durch jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft beizubringen.
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2.2. Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2017, 2018, 2019).
Hinweis: Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist der Gesamtumsatz für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
Mit dem Teilnahmeantrag sind zur Prüfung der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit des Bewerbers folgende Erklärungen/Unterlagen beizufügen:
3.1. Anzahl der in den letzten 3 Geschäftsjahren (2018, 2019, 2020) jahresdurchschnittlich im auftragsrelevanten Bereich beschäftigten Personen, gegliedert nach:
a) Geschäftsführer*innen bzw. Inhaber*innen,
b) Akademiker*innen mit naturschutzfachlicher Ausrichtung und Mitarbeiter*innen mit ArcGIS-Erfahrung,
c) Sonstige Mitarbeiter*innen.
Hinweis: Bei Bietergemeinschaften/Arbeitsgemeinschaften ist die Personalübersicht für jedes Mitglied der Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft einzeln und für die Bietergemeinschaft/Arbeitsgemeinschaft insgesamt darzustellen.
3.2. Benennung der*des Projektverantwortlichen (mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung) und der*des stellvertretenden Projektverantwortlichen (mit mindestens 2 Jahren Berufserfahrung) für den Auftragsfall mit:
a) Nachweis der Qualifikation/Berufszulassung,
b) Angaben zur Berufserfahrung in Jahren sowie
c) Erfahrungsnachweis der*des Projektverantwortlichen und der*des stellvertretenden Projektverantwortlichen in Form der Benennung von Referenzprojekten innerhalb der letzten 5 Jahre (ab 1.1.2015), welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind (Projektleitung für Managementmaßnahmen, vorzugsweise in Schutzgebieten).
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Es ist mindestens ein Referenzprojekt zu benennen, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Es werden 3 Referenzprojekte bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigt (vgl. XIII. der Vergabeunterlagen).
3.3. Erfahrungsnachweis des Bewerbers (des/der Büros) in Form der Benennung von Referenzprojekten innerhalb der letzten 5 Jahre (ab 1.1.2015), welche im Hinblick auf die Anforderungen an das vorliegende Projekt vergleichbar sind (Projektleitung für Managementmaßnahmen, vorzugsweise in Schutzgebieten).
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Es sind mindestens 3 Referenzprojekte zu benennen, um die Mindestanforderungen zu erfüllen. Es werden 3 Referenzprojekte bei der Auswahl der Bewerber berücksichtigt (vgl. XIII. der Vergabeunterlagen).
Im Rahmen der Benennung der Referenzprojekte sind folgende Angaben notwendig:
— Auftraggeber (Name, Anschrift, Ansprechpartner, Telefonnummer);
— Kurze Beschreibung des Projekts (Art der Planung/Maßnahmen, Gegenstand der Planung/Maßnahmen);
— Angabe zu Fördermitteln;
— Größe der Fläche;
— Auftragsvolumen;
— Projektzeitraum;
— Angabe der innerhalb des Referenzzeitraums (ab 1.1.2015) erbrachten Leistungen;
— Referenzschreiben des Auftraggebers mit Angaben zur Einhaltung der Qualitäts-, Zeit- und Kostenvorstellungen des Auftraggebers (nicht zwingend).
3.4. Erklärung des Bewerbers zur technischen Ausstattung
Der Bewerber erklärt (mit Auflistung und Nennung der Art der Ausstattung), dass die erforderlichen Ausstattungen vorhanden sind oder im Auftragsfall zur Verfügung stehen (EDV, Hard- und Software: insbesondere ArcGIS oder vergleichbar, leistungsfähiger Internetanschluss, Betriebssystem Windows 7 oder höher, MS-Word oder kompatibles Textverarbeitungsprogramm).
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Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Mindestzahl der Bewerber: 3
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern:
Die Auswahl der Bewerber, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, erfolgt in einem 4-stufigen Verfahren:
1. Zunächst wird geprüft, ob die Bewerbungen form- und fristgerecht eingereicht wurden.
2. Anschließend wird beurteilt, ob die Bewerber nach den vorgelegten Angaben und Unterlagen grundsätzlich geeignet sind, die in Rede stehenden Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen, d. h. die geforderten Mindestanforderungen erfüllen. Der Auftraggeber behält sich vor, die Angaben aus den vorgelegten Referenzen sowie die Zufriedenheit der Auftraggeber durch eine telefonische Abfrage zu überprüfen. Bei falschen Angaben sowie bei negativen Auskünften über die Referenz, wird die Referenz von der Wertung ausgeschlossen. Auch die Benennung von Ansprechpartnern, die keine Auskünfte erteilen können, führt zum Ausschluss der Referenz aus der Wertung.
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3. Sollten mehr als 3 geeignete Bewerber einen Teilnahmeantrag fristgemäß und vollständig einreichen und die Mindestanforderungen erfüllen, behält sich der Auftraggeber das Recht vor, den Bewerberkreis zu beschränken. In diesem Fall wird anhand der zur Prüfung der Eignung des Bewerbers vorgelegten Erklärung/Unterlagen der als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern beurteilt, welche Bewerber besonders geeignet erscheinen und daher im weiteren Verfahren beteiligt werden sollen.
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Bei der Auswertung der Teilnahme unterlagen werden die einzelnen Kriterien wie folgt gewichtet:
Berufliche Leistungsfähigkeit:
— Projektverantwortliche*r = 35 %;
— Stv. Projektverantwortliche*r = 25 %;
— Bewerber (Büro) = 40 %.
Die Vorgehensweise bei der Bewertung kann der beigefügten Bewertungsmatrix entnommen werden.
Im Hinblick auf die Bewertung der technischen bzw. beruflichen Leistungsfähigkeit der*des benannten Projektverantwortlichen, der*des stellvertretenden Projektverantwortlichen sowie des Bewerbers sind maßgeblich die vorgelegten Referenzen. Im Rahmen der Bewertung der Eignung werden die 3 geeignetsten Referenzen berücksichtigt.
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4. Sollten mehrere Bewerber die gleiche Punktzahl erhalten, behält sich der Auftraggeber vor, die abschließende Auswahl und Reduzierung des Bewerberkreises durch Losverfahren herbeizuführen.
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 11:00
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Dokumente URL: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4Y6JDJV9/documents 🌏
Name des öffentlichen Auftraggebers: bbt-Recht- und Steuerkanzlei
Postanschrift: Theaterstraße 16
Postort: Hannover
Postleitzahl: 30159
Telefon: +49 511220074-51 📞
Fax: +49 511220074-99 📠
Land: Region Hannover 🏙️
Internetadresse: https://www.bbt-kanzlei.de/ 🌏

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer Niedersachsen beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung
Postanschrift: Auf der Hude 2
Postort: Lüneburg
Postleitzahl: 21339
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 4131-153306 📞
Fax: +49 4131-152943 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Bieter haben Verstöße gegen Vergabevorschriften unter Beachtung der Regelungen in § 160 Abs. 3 GWB zu rügen. Ein Nachprüfungsantrag ist nach § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit:
1. Der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt,
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2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4. Mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2020/S 179-432298 (2020-09-10)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2021-02-16)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Referenznummer: CXP4Y6JD8Q1
Kurze Beschreibung:
Gegenstand des Auftrags ist die Projektleitung für die Umsetzung von Managementmaßnahmen für den Wiesenvogelschutz in V09 „Ostfriesische Meere“ nach Maßgabe beigefügten Projektbeschreibung.
Gesamtwert des Auftrags: 69 160 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge

Verfahren
Angebotsart: Entfällt

Referenz
Daten
Absendedatum: 2021-02-16 📅
Veröffentlichungsdatum: 2021-02-19 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2021/S 035-087621
Verweist auf Bekanntmachung: 2020/S 179-432298
ABl. S-Ausgabe: 35
Zusätzliche Informationen
Bekanntmachungs-ID: CXP4Y6JDVDJ

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Das Vogelschutzgebiet V09 „Ostfriesische Meere“ gehört zu den wichtigsten Brutgebieten für den Wiesenvogelschutz in Niedersachsen. Mit über 100 Brutpaaren der Uferschnepfe hat das Schutzgebiet vor allem für diese Art eine herausragende Bedeutung. Trotz scheinbar plus minus stabiler Bestände im Vergleich der Bestandserfassungen im Zuge der Erfüllung der Berichtspflichten gegenüber der Europäischen Union gibt es deutlich Hinweise darauf, dass der Vermehrungserfolg nicht bestandserhaltend ist. Die im Rahmen des Küken- und Gelegeschutzes am Großen Meer gewonnenen Ergebnisse zeigen, dass die Schlupfraten bei den Gelegen und in weiten Teilen des Projektgebietes auch die Überlebensraten der Küken zu niedrig liegen. Als eine der wesentlichen Ursachen hierfür wurden die Prädatoren ausgemacht. Insbesondere der Fuchs konnte neben dem Steinmarder durch den Einsatz von Wildkameras trotz intensiver Bejagung als wesentlicher Nesträuber identifiziert werden. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zu den Verlustursachen von Küken und Gelegen weisen darauf hin, dass diverse Säugetierarten (Fuchs, Steinmarder, Hermelin, Iltis, Igel, Ratte, ggf. Marderhund und Waschbär) eine Hauptrolle spielen. Bei den Kükenverlusten sind häufig auch Mäusebussard, Rabenkrähe und Weihe von erheblicher Bedeutung. Altvögel werden mitunter von Habicht und Wanderfalke geschlagen.
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Vor diesem Hintergrund hat der Landkreis Aurich die Förderung der Maßnahmen für den Erhalt und die Entwicklung von Lebensräumen und Arten in Natura 2000 Gebieten über die Förderrichtlinie EELA beantragt und erhalten.
Managementaufgaben für den Wiesenvogelschutz in V 09 "Ostfriesische Meere" - Wiederherstellung offener Charakter der Landschaft sind insbesondere:
— Beseitigung Gehölz- und Saumstrukturen,
— Abtragen und Einebnen von Erdwällen,
— Umwandlung Ruderalflächen,
— Versetzen Weidezäune,
— koordinative Aufgaben (Öffentlichkeitsinfo, jährliche Mittelabrufe, Abstimmung mit dem Auftraggeber und dem NLWKN, Vorbereitung Verwendungsnachweise),
— Konkretisierung der Gehölzstrukturen Kartendarstellung, Bilanzierung,
— Abstimmung mit Eigentümern,
— Vorbereitung der Ausschreibungen für die einzelnen Maßnahmen,
— Informationsübermittlung an Betroffene (Flächeneigentümer, Bewirtschafter usw.),
— Anleitung Bauunternehmen, ökol. Baubegleitung der Bauarbeiten, Fotodokumentation,
— Abnahme der Arbeiten mit Fotodokumentation,
— Sachbericht für Landkreis Aurich mit Rechnungsfreigabe,
— Organisation Abtragen und Einebnen von Erdwällen und weiteren Ablagerungen,
— Organisation Qualitätssicherung durch Mulchen, Mahd und Beweidung,
— Organisation Versetzen der Weidezäune,
— Vorbereitung und Begleitung der Beauftragung Fledermaus-Gutachten,
— Jährlicher Kurzbericht mit Dokumentation (ohne Datenaufnahme).
Bezeichnung des von der EU finanzierten Projekts oder Programms: EELA — NLWKN, Az. D551.15-22324-AUR-16/82

Verfahren
Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): 1. Qualität des Projektteams
Qualitätskriterium (Gewichtung): 15 %
Qualitätskriterium (Bezeichnung): 2. Darstellung der Maßnahmen zur Sicherstellung der Qualität, Kosten und Termine
3. Projekteinschätzung und Vorstellung eines Konzepts zur Umsetzung
Qualitätskriterium (Gewichtung): 35 %
Kostenkriterium (Name): 4. Honorarangebot (Vergütung einschließlich pauschalierter Nebenkosten)
Kostenkriterium (Gewichtung): 35 %

Auftragsvergabe
Datum des Vertragsabschlusses: 2021-02-16 📅
Name: B.L.U. Büro für Landschaftsplanung und Umweltentwicklung
Postanschrift: Lützowallee 68
Postort: Aurich
Postleitzahl: 26603
Land: Deutschland 🇩🇪
Aurich 🏙️
Name: Petra Wiese-Liebert — Diplom Biologin — Büro für ökologische Fachgutachten
Postanschrift: Kippweg 1
Postleitzahl: 26605
Gesamtwert des Auftrags: 69 160 EUR 💰
Informationen über Ausschreibungen
Anzahl der eingegangenen Angebote: 1

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Ein Nachprüfungsantrag ist nach den §§ 160 ff. GWB zulässig.
Auf die Rügeverpflichtung nach § 160 Abs. 3 GWB wird ausdrücklich hingewiesen.
Quelle: OJS 2021/S 035-087621 (2021-02-16)