Beschreibung der Beschaffung
Hinweis: Aus technischen Gründen muss für jedes Los dieses Auftrags ein separater Vorgang mit einer eigenen Referenznummer auf der für dieses Verfahren genutzten Vergabeplattform „subreport ELViS“ angelegt werden. Dies führt dazu, dass für jedes Los auch eine separate Auftragsbekanntmachung im TED erfolgt, auch wenn beide Lose zu einem Auftrag gehören. Informationen zu Los 1 (Vertragsführung) enthält diese Bekanntmachung. Informationen zu Los 2 (Beteiligung) siehe:
https://www.subreport.de/E19221976.
Gegenstand der Vergabe hier ist Los 1 (Vertragsführung mit einer Führungsquote von 30 %) der Kombinierten Bauleistungs-, Montage-, Haftpflicht- und Planungshaftpflichtversicherung für das Bauprojekt „Neustrukturierung B-Ebene, Frankfurt Main Hbf.“
Die DB Station&Service AG plant den Umbau der Verteilerebene im Hauptbahnhof Frankfurt am Main, der sogenannten B-Ebene. Diese stellt eine unterirdische Verbindung her einerseits zur Stadt und andererseits zu den unter dieser Ebene B liegenden DB-eigenen Technikzentralen mit Nebenflächen und den U- und S-Bahnen. Das Projekt umfasst auch den Umbau den nördlichen Teil des Empfangsgebäudes, den sogenannten Nordbau (Keller- bis Dachgeschoss) einschließlich der Empfangshalle und Teile des Querbahnsteigs.
Unter anderem werden folgende planungsrechtlich relevanten Einzelmaßnahmen ausgeführt:
— Statische Eingriffe in die Gesamtkonstruktion – Tragwerk;
— Bauliche Maßnahmen zur Umsetzung des Brandschutzkonzeptes (BSK) auf Basis der Umbaumaßnahmen des Antragsgegenstandes.
Zusätzlich werden Maßnahmen durchgeführt, die nicht genehmigungsrelevant sind:
— Erneuerung bzw. Änderung von Zubehör, wie z. B. Beleuchtung, Ausstattung, Wegeleitsysteme, Erneuerung bzw. Änderung von technischen Gerätschaften im Rahmen der Nutzung vorhandener Hochbauten - Instandhaltung von energetischen Maßnahmen;
— Verlegung bzw. Änderung von bahneigenen Elektro-/TK-Leitungen aller Art auf dem Bahngelände;
— Unterhaltungsmaßnahmen, wie z. B. die Erneuerung von Aufzügen im bisherigen Umgriff;
— Instandhaltungsmaßnahmen.
Die Außenabmessungen des bestehenden Bauwerkes bleiben im Wesentlichen unverändert.
Es wird derzeit mit einer geplanten Bauzeit bis zum 6.11.2026 gerechnet. Die voraussichtliche Investitionssumme für dieses Projekt beträgt ca. 194,989 Mio. EUR (reale Kosten: Planung 43,822 Mio EUR, Bau 151,167 Mio.EUR). Hiervon sind bereits ca. 23,8 Mio. EUR über einen bestehenden Vertrag abgerechnet worden. Der ausgeschriebene Versicherungsvertrag soll diesen ablösen und beginnt nach Beendigung des Ausschreibungsverfahrens mit Zuschlagserteilung.
Da es sich um eine Projektversicherung handelt, entspricht die Vertragsdauer der voraussichtlichen / geplanten Projektlaufzeit (Bauzeit). Eine Verlängerung über die geplante Bauzeit hinaus, z. B. bei Verzögerungen im Planungs- und Bauablauf ist nach den Bedingungen des Vertrages mitversichert.
In der Haftpflichtversicherung beträgt die Deckungssumme je Schadenfall 20 Mio. EUR pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden, einschließlich der Leistungen aus der Umwelthaftpflichtversicherung.
In der Planungshaftpflichtversicherung steht eine separate Deckungssumme je Schadenfall von 10 Mio. EUR pauschal für Sach- und Vermögensschäden zur Verfügung.
In der erweiterten Planungsdeckung für den Bauherrn und für bauausführende Unternehmer beträgt die Höchstersatzleistung je Schadenfall 5 Mio. EUR. Die Leistungen aus diesem Vertragsteil werden auf die Deckungssumme der Planungshaftpflichtversicherung angerechnet.
Die vorgenannten Summen sind dreifach maximiert.
Die Extendend Maintenance im Teil,Bauleistungs- und Montageversicherung' beträgt 42 Monate. Die Nachhaftung beträgt in der Haftpflichtversicherung 10 Jahre, in der Umwelthaftpflicht- und Umweltschadenversicherung 5 Jahre.
Der generelle Selbstbehalt beträgt grundsätzlich 10 000 EUR. Für Personenschäden entfällt der Selbstbehalt. Im Rahmen der erweiterten Planungshaftpflichtversicherung beträgt der vertragliche Selbstbehalt 100 000 EUR je Schadenfall.