Beschreibung der Beschaffung
Die Baugrubensicherung am Ottoplatz 2, 50679 Köln, für den Neubau des LVR soll über aufgelöste, überschnittene und tangierende Bohrpfahlwände (mit Steckträgerverbau), Spundkästen sowie rückverankerte Bestandsaußenwände mit DSV Unterfangung realisiert werden. Die Bohrpfahlwände müssen rückverankert bzw. bereichsweise auch über Eck nach innen ausgesteift hergestellt werden. Für die Rückverankerung bzw. Innenaussteifung wird teilweise ein Kopfbalken erforderlich. Für die Rückverankerung der Außenwände sind entsprechende konstruktive Horizontal- und Vertikalgurtungen vorgesehen. Zum Zeitpunkt der Herstellung der Bohrpfähle und der Rückverankerungen ist die Bestandstiefgarage noch vorhanden. Daher muss hierbei mit beengten Platzverhältnissen für das Rückverankern aus der Bestandstiefgarage heraus gerechnet werden. Die Bohrarbeiten sollen von der ausgesteiften Tiefgaragendecke aus erfolgen. Nach dem Abbruch der Tiefgaragendecken durch den AN Rückbau sind über entsprechende Durchlässe in der Bodenplatte die DSV-Injektionen einzubringen. Für diverse Tiefteile des Neubaus werden Spundkästen mit Unterwasserbetonsohle erforderlich. Wobei die Unterwasserbetonsohle vom AN Rohbau hergestellt wird.
Das Gründungsniveau des Neubaus liegt nach derzeitiger Planung tiefer als die des Bestandsgebäudes und die Außenabmessungen der Neubautiefgarage ist ebenfalls umfangreicher als die des Bestandes. Der Umfang der zu erbringenden Erdarbeiten leitet sich demnach aus dem verbleibenden Erdkörper ab.
Im Zuge der Herstellung der Baugrube ist aufgrund der Nähe zum Rhein und den daraus resultierenden Grundwasserständen eine Grundwasserhaltung /-absenkung über entsprechende Brunnen und eine teilweise aufgeständerte Ableitung des Grundwassers in den Rhein erforderlich. Für die spätere energetische Nutzung werden zusätzlich Geothermiebrunnen hergestellt.
Aufgrund der innerstädtischen Lage ist mit beengten Platzverhältnissen und entsprechenden verkehrstechnischen Gegebenheiten zu rechnen.
Gesamtmenge bzw- umfang:
Baustelleneinrichtung und Unterhaltung: ca. 20 Monate.
Aufgelöste Bohrpfahlwand:
— Bohrpfahl DN 900 ca. 210 lfdm;
— Bohrpfahl DN 750 ca. 710 lfdm;
— Ausfachung Spritzbeton ca. 600 m.
Tangierende Bohrpfahlwand:
— Bohrpfahl DN 750 ca. 270 lfdm.
Überschnittene Bohrpfahlwand (1-1-1):
— Bohrpfahl DN 750 ca. 745 lfdm;
— Steckträgerverbau: 2xU300 Profile ca. 200 m;
— Rückverankerung: Ankeranzahl ca. 255 Stück;
— Spundkasten: Larssen 605 (oder glw.) ca. 565 m;
— Aussteifung: Hydraulische Rohrsteifen 5 Stück;
— Kopfbalken: ca. 1,2 m x 0,8 m x 44,20 m;
— Gurtung/vertikal Aussteifung der Außenwand:
—— 2 x U140 ca. 95,30 m;
—— 2 x U160 ca. 66,65 m;
—— 2 x U180 ca. 40,75 m;
—— 2 x U200 ca. 223,40 m;
—— 2 x U320 ca. 3,50 m;
—— 2 x U350 ca. 5,0 m;
—— 2 x U400 ca. 7,95 m;
—— 2 x UPE300 ca. 99,75 m;
—— HEM300 ca. 26,0 m
Inkl. diverse Kleineisen
— DSV-Unterfangung: statisch erforderliche Kubatur ca. 507 m;
— Aushub/Entsorgung Auffüllung (Z1.2): ca. 5 890 m;
— Aushub/Entsorgung Hochflutlehm (Annahme Z0): ca. 800 m;
— Aushub/Entsorgung Kiessand (Annahme Z0): ca. 16 550 m.
Wasserhaltung:
— 15 Brunnen DN 880 mit Tiefen bis zu ca. 15,0 m;
— Pumpenleistung jeweils mind. 250 m/h;
— Telenotanlage/Notstrom/etc.;
— Sammelleitung im Baugrubenbereich aufgeständert/erdverlegt DN 450; ca. 350 lfdm;
— Ableitung zum Rhein aufgeständert/erdverlegt DN 600, ca. 570 m, Einleitstelle in den Rhein.
Geothermie:
— 2 Geothermiebrunnen DN 1300 mit Tiefen bis zu ca. 20,0 m;
— Ausbau DN 800 Edelstahl inkl. Brunnentopf.