Beschreibung der Beschaffung
Übergeordnete Zielsetzung der Gesamtkonzeption (Stufe 1- 3) für das Max von Laue Gymnasium ist die Erneuerung und technische Modernisierung aller Fassadenseiten sowie Ausstattung aller angrenzenden Aufenthaltsräume mit einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Lüftungsanlage um einen optimalen Lehrbetrieb zu ermöglichen.
Dem bestehenden und funktional als auch in seiner Außenwirkung in die Jahre gekommenen Max von Laue Gymnasium wird durch die geplante Fassadenmodernisierung ein neues, wertiges und identitätsstiftendes Erscheinungsbild verliehen, vor allem aber werden die baulichen Rahmenbedingungen für einen modernen Lehrbetrieb bereitgestellt, die Aufenthaltsqualität für Schüler als auch Lehrer somit maßgeblich verbessert.
Mit Fördermitteln aus dem kommunalen Investitionsprogramm soll zunächst in der ersten Stufe die Fassadensanierung zur Luft- und Aufenthaltsqualitäten der zum Schulhof orientierte Südfassade erneuert werden, da hier ein Großteil der Klassenräume angeordnet ist und somit ein funktional größtmöglicher Zugewinn für den Lehrbetrieb zu erzielen ist.
Entwurf / Gestaltung:
Die vorliegende Planung verzichtet auf tiefgehende Eingriffe in die bestehende Trag- und Massivkonstruktion. Die bestehenden Fassaden- und Fensteröffnungen als auch Brüstungsbereiche sollen in Umfang und Größe beibehalten werden.
Durch die Anordnung einer, entsprechend der energetischen Vorgaben konzeptionierten, vorgehangenen Fassadenkonstruktion aus großformatigen Fassadentafeln und die Ausbildung horizontaler Fensterbänder soll das Schulgebäude ein kubisch-modernes und zeitgemäßes Erscheinungsbild erhalten. Eine Platzierung des Schullogos sowie die durchgängige farbige Akzentuierung der Fassade und Fensteranlagen in den Schulfarben zur Steigerung des Wiedererkennungswert ist vorgesehen.
Bauablauf / Abwicklung der Baumaßnahme:
Die Umsetzung der Maßnahme ist ab dem Jahr 2020 geplant. Das Schulgebäude wird während der Baumaßnahmen weiter in Betrieb bleiben. Da nur wenige Ausweichflächen zur Verfügung stehen, erfolgt die Bauablaufplanung in enger Abstimmung mit dem ZGM, der Schulverwaltung und Schulleitung und auf Basis des dann geltenden Stundenplans.
Zielsetzung ist ein sehr kompakter Bauablauf unter bestmöglicher Vermeidung von Störungen oder Beeinträchtigungen des laufenden Lehrbetriebs. Besonders störende Montageabläufe und Bauarbeiten werden in Abstimmung mit der Schulleitung nach Möglichkeit in den Schulferien umgesetzt werden.
Energetische Sanierung:
Im Zuge der Sanierung erhält das Schulgebäude eine moderne, den derzeit geltenden energetischen Anforderungen entsprechende Gebäudehülle. Die Erneuerung von Fassaden und Fenstern verbessert dabei in hohem Maße die Dichtigkeit und Wärmedämmung der Gebäudehülle und macht eine mechanische Belüftung von Klassenräumen unverzichtbar, weshalb für jeden Klassenraum eine mechanische Lüftungsanlage mit einem Lüftungsgerät mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung vorgesehen ist. Eine Kühlung ist im derzeitigen Planungsstand nicht vorgesehen. Die Regelung der Außenluftzuführung ist über einen im jeweiligen Raum installierten CO2-Sensor angedacht (siehe Unterlagen im Anhang).
Gegenstand sind die hierzu notwendigen Ingenieurleistungen:
— Architektenleistungen Leistungsphasen 1-8
— Tragwerksplanung Leistungsphasen 1-6
— Technische Gebäudeausrüstung Leistungsphasen 1-8
(jeweils Anteilig, siehe Entwurf Ingenieurvertrag)
Aktueller Planungsstand:
Aktuelle Förderantragsunterlagen mit Vorplanungen, Berechnungen etc. liegen vor (siehe Anlagen).
Das baubehördliche Genehmigungsverfahren ist in Bearbeitung.
Die Erstellung eines Lüftungskonzeptes ist Bestandteil des Leistungsumfangs.
Die Planung und Ausführung der Außenanlagen werden vom Eigenbetrieb Grünflächen- und Bestattungswesen der Stadt Koblenz übernommen.
Grundlagen der Aufgabenstellung der Stufe 1:
Grundsätzlich beinhaltet die Aufgabenstellung die Realisierung im vorgegebenen Zeitrahmen.
Da es sich dabei um Sanierungsmaßnahmen des Kommunalen Investitionsförderprogramms — Rheinland-Pfalz (KI 3.0), Kapitel 2 handelt, müssen die entsprechenden Baumaßnahmen bis einschließlich Dezember 2022 vollends abgeschlossen sein. Die dazugehörige Abrechnung der dazu aufgebrachten Leistungen muss bis einschl. Dezember 2023 abgeschlossen sein.
Kostenansatz der Stufe 1: Schulhof
Kostengruppe 300 Bauwerk - Baukonstruktion 1.271.165,70 EUR
Kostengruppe 400 Bauwerk - Technische Anlagen 422.572,18 EUR
Kostengruppe 700 Baunebenkosten 407.709,80 EUR
Gesamtsumme netto 2.101.447,68 EUR
Gesamtsumme brutto 2.500.722,74 EUR
Grundlagen der Aufgabenstellung der Stufe 2 und 3:
Die Erneuerung und technische Modernisierung der
2.1 Fassadenseite Rizzastraße sowie Ausstattung der angrenzenden Aufenthaltsräume mit einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Lüftungsanlage.
2.2 Fassadenseite Friedrich-Ebert-Ring sowie Ausstattung der angrenzenden Aufenthaltsräume mit einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Lüftungsanlage.
2.3 Fensteraustausch im Staffelgeschoss (4.OG), sowie Ausstattung der Räume mit einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Lüftungsanlage.
3.1 Fassadenseite Südallee sowie Ausstattung der angrenzenden Aufenthaltsräume mit einer zeitgemäßen und bedarfsgerechten Lüftungsanlage.
Kostenansatz der Stufe 2: Rizzastraße, Friedrich-Ebert-Ring und Umbau Staffelgeschoss:
— Kostengruppe 300 Bauwerk — Baukonstruktion 1 008 781,45 EUR,
— Kostengruppe 400 Bauwerk — Technische Anlagen 248 031,50 EUR,
— Kostengruppe 700 Baunebenkosten 323 547,09 EUR,
— Gesamtsumme netto 1 580 360,04 EUR,
— Gesamtsumme brutto 1 880 628,45 EUR.
Kostenansatz der Stufe 3: Südallee:
— Kostengruppe 300 Bauwerk — Baukonstruktion 1 345 077,87 EUR,
— Kostengruppe 400 Bauwerk — Technische Anlagen 238 845,14 EUR,
— Kostengruppe 700 Baunebenkosten 347 833,25 EUR,
— Gesamtsumme netto 1 931 756,26 EUR,
— Gesamtsumme brutto 2 298 789,94 EUR.
Die veranschlagten Kosten für die Maßnahmen insgesamt betragen 6 680 141,14 EUR brutto.
Mit dem VgV-Verfahren wird zunächst die Stufe 1 beauftragt.
Beauftragung Leistungsstufe 2 - 3 optional.