Beschreibung der Beschaffung
In Folge der Ausgrabungen des „Jüdischen Viertels" plant das Dezernat VII — Kunst und Kultur — der Stadt Köln den Neubau MIQUA, Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln.
Ein Teil dieses Umbaus befindet sich im bestehenden Praetorium, Untergeschoss/Ebene 00.
Nachstehende Leistungen und Mengen werden benötigt:
Im 1. Bauabschnitt wird das Praetorium gebaut. Hier wird die Bestandsanlage 02 wieder in Betrieb genommen und nach Fertigstellung des 1. Bauabschnittes, zweiwöchigem Probebetrieb, aller Abnahmen und Übergabe an den Betreiber wieder außer Betrieb genommen. Alle Luftdurchlässe werden gegen Verschmutzung verschlossen. Die Batterieraumabluft und die Abluft im Römerkanal im Praetorium werden nicht außer Betrieb genommen.
Im 2. Bauabschnitt wird die MiQua mit dem aufgehenden Museum errichtet.
Nach Fertigstellung der MiQua wird das Praetorium wieder in Betreib genommen. Hier wird dann die Bestandsanlage erneut gereinigt, die Abluftmenge um 3 000 m/h reduziert und erneut an den Betreiber übergeben.
— KG 430 Luftverteilsystem;
— KG 430 Auslegung.
Die Auslegung der Luftverteilsysteme erfolgt gemäß den Berechnungs- und Auslegungsgrundlagen (Zusammenfassung) unter der KG 400.
Bei der Auslegung der Zentralgeräte samt Anbindekanälen werden 100 % dieser Spitzenvolumenströme berücksichtigt.
Die Luftmengen sind der Luftmengenberechnung zu entnehmen. In den Schemata sind die Luftmengen Raumweise aufgeführt.
KG 430 Brandschutz
Für die Ausführung der raumlufttechnischen Anlagen werden die bauaufsichtlichen Richtlinien über die brandschutztechnischen Anforderungen an Lüftungsanlagen beachtet.
KG 430 Hygienische Anforderungen
Den hygienischen Anforderungen wird durch eine Filterung der Zuluft entsprochen. Die Filtereinheiten sind in den zentralen Luftaufbereitungseinheiten vor und nach der Luftbehandlungseinheit integriert.
Die Ventilatoren sind mit freilaufenden Rädern ohne Riemenantrieb ausgestattet.
Die Filter erhalten Druckdosen zur Überwachung und werden auf die GA aufgeschaltet.
KG 430 Schallschutz
Die Schallschutzanforderungen sind in Anlage 400.1 „Übersicht Raumkonditionierungsparameter" zusammengestellt.
Die Übertragung von Körperschall über Kanäle auf das Bauwerk oder umgekehrt, wird durch eine Körperschalldämmende Befestigung des Kanalsystems auf das zulässige Maß gemindert. Die Primärschalldämpfer werden innerhalb der Zentralgeräte angeordnet, so dass in den raumlufttechnischen Zentralen ein geringer Schalldruckpegel erreicht wird.
Volumenstromregler werden nach Erfordernis mit nachgeschalteten Schalldämpfern als Sekundärschalldämpfer Ausgerüstet. Zur Verhinderung der Sprachübertragung werden, sofern erforderlich, Telefonieschalldämpfer eingesetzt.
KG 430 Materialien, Dämmung und Brandschutz
Siehe Anlage 400.2 „Material"
Siehe Anlage 400.3 „Übersicht Dämmung"
Siehe Anlage 400.4 „Übersicht Brandschutz"
KG 430 Energieeffizienz, Wärmerückgewinnung:
Es werden gemäß EnEV 2014 für die Ventilatoren mindestens Klasse SFP 3 und für die Wärmerückgewinnung Mindestens die Klasse H2 nach DIN EN 13053 geplant.