Beschreibung der Beschaffung
Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH plant, den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) abzubrechen und neu zu errichten. Hierzu wurde bereits im Jahr 2017 durch den Rat der Stadt Mönchengladbach ein „Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept Alt-Mönchengladbach“ (IHEK) beschlossen, das eine Neugestaltung des Europaplatzes insgesamt im Rahmen der Entwicklung des Areals „Haus Westland“ sowie einen Neubau des bestehenden ZOB vorsieht. Durch die neue Platzgestaltung kann die Aufenthaltsqualität am Europaplatz deutlich verbessert werden. Darüber hinaus wird der Bahnhofsvorplatz als wichtiges Tor zur Stadt deutlich aufgewertet. In der jetzigen Form und Gestaltung bietet die Situation keine attraktive und der Innenstadt gerechte Empfangssituation dar, sowohl für den Bewohner als auch den Besucher.
Die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH plant den Neubau des ZOB mit folgenden (vorläufigen) Eckdaten, die im Zuge der Entwurfsbearbeitung optimiert werden sollen:
— Europaplatz (Bahnhofsvorplatz):
—— Anordnung von 10 Gelenkbussen und 4 Solobussen in Sägezahnaufstellung, um ungehinderte Zu- und Abfahrt aus den einzelnen Haltestellen zu gewährleisten,
—— Ausbau einer Gehwegachse vom Bahnhofsvorplatz nach Norden in die Schillerstraße,
—— Sperrung des Europaplatzes für den motorisierten Individualverkehr (MIV),
— Straßenzug Sittardstraße - Goebenstraße:
—— Neugestaltung des Straßenzuges mit beidseitigen Gehwegen und abschnittsweisen beidseitigen Radfahrstreifen,
—— Abschnittsweise Anordnung von 5 Solobussen und 2 Gelenkbussen,
—— Sperrung der Sittardstraße für den MIV ab der TG-Zufahrt (19 Häuser) im Norden bis zum Sparkassen-Parkhaus an der Goebenstraße im Süden,
— Untere Hindenburgstraße:
—— Neugestaltung des Straßenraumes nach Osten bis zur Kreuzung des Straßenzuges Eickener Straße - Heinrich-Sturm-Straße,
—— Anordnung von 5 beidseitigen Haltestellen in Längsaufstellung für Gelenkbusse und eine Haltestelle für einen Solobus,
—— Bussonderstreifen mit Radverkehr und Anlieger frei,
— Humboldtstraße (südl. Abschnitt):
—— Anordnung von 2 einseitigen Bushaltestellen für Solobusse, ausgestattet mit E-Mobilität-Infrastruktur.
Die Gesamtkosten für den Neubau des ZOB belaufen sich gemäß vereinfachter Kostenberechnung zum Einplanungsantrag auf ca. 13,80 Mio. EUR/netto (Kostengruppen 200 - 700 nach DIN 276). Die Kosten sind vorläufig und werden im Rahmen der Planung weiter konkretisiert. Etwaige Veränderungen, ggf. auch Kostenreduzierungen, können zudem Einfluss auf das Raumprogramm haben.
Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung sind die Leistungen der Objektplanung (Leistungsbild Freianlagen und Leistungsbild Verkehrsanlagen) nach §§ 39, 47 HOAI (jeweils die LPH 1-9) einschließlich der örtlichen Bauüberwachung und weiterer, besonderer Leistungen.