Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern
Auswahlkriterien als Mindestanforderungen:
(1) Umsatz im Durchschnitt der letzten 3 Jahre im Leistungsbereich der zu vergebenden Dienstleistungen: Mindestanforderung 300 000 EUR/a;
(2) Anzahl der qualifizierten Beschäftigten (festangestellte Fach- und Führungskräfte einschließlich Inhaber, jedoch ohne kaufmännische und administrative Mitarbeiter, Auszubildende, Aushilfen und Praktikanten) in den letzten 3 Jahren (jeweils durchschnittlich) und aktuell (Stand: 1.1.2020): Mindestanforderung 3 Beschäftigte im Bereich Objektplanung Gebäude;
(3) Erfahrung in der Objektplanung „Gebäude und Innenräume" mit Projekten vergleichbarer Größe:
Objekte mit Baukosten > 1 Mio. EUR brutto (Kostengruppe 300 + 400) Mindestanforderung: 1 abgeschlossenes Objekt, LPH 1-8, Fertigstellung ab 2014 (4) Erfahrung in der Objektplanung „Gebäude und Innenräume" mit Projekten vergleichbarer Art und Nutzung:
Feuerwehrhaus; Mindestanforderung: 1 abgeschlossenes Objekt, LPH 1-8, Fertigstellung ab 2014 (5) Erfahrung in der Objektplanung „Freianlagen" mit Objekten vergleichbarer Art und Nutzung:
Außenanlagen mit Bauwerksbezug und befestigten, befahrbaren Flächen;
Mindestanforderung: 1 abgeschlossenes Objekt, LPH 1-8, Fertigstellung ab 2014 (6) Erfahrung in der Objektplanung „Gebäude und Innenräume" mit Projekten für Auftraggeber der öffentlichen Verwaltung auf kommunaler Ebene (Städte, Gemeinden, Landkreise);
Mindestanforderung: 1 abgeschlossenes Objekt, LPH 1-8, Fertigstellung ab 2014 Für die nächste Stufe des Auswahlverfahrens werden nur die Bewerber berücksichtigt, die die Mindestanforderungen erfüllen. Sind dies mehr als 4, werden 4 Teilnehmer ausgelost.
Die so ausgewählten 4 Bewerber werden zur Abgabe eines Honorarangebots für die zu vergebende Leistung sowie zur Erstellung einer Projektskizze zum Nachweis der Erfassung und Herangehensweise an die Aufgabenstellung aufgefordert. Die Projektskizze soll die geplante Projektidee des Bewerbers in Bezug auf ihre konzeptionelle, technische und organisatorische Umsetzung konkretisieren.
Für die Erstellung der Projektskizze wird jedem der ausgewählten Bewerber eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 1 500 EUR zuzügl. Mwst. vergütet.
Mit dieser Projektskizze sollen die Bewerber – ausgehend von der vorliegenden Machbarkeitsstudie – Ihren Lösungsansatz für die Aufgabenstellung deutlich machen. Darin sollen, z. B. in Form von schriftlichen Erläuterungen, Skizzen, Bildern, Schemazeichnungen oder dergl., Aussagen zu folgenden Themenbereichen getroffen werden, welche zugleich die Beurteilungskriterien für die Qualität des Lösungsansatzes darstellen:
Städtebauliches Layout, z. B.
— städtebauliches und freiräumliches Gesamtkonzept,
— Erschließungs- und Parkierungskonzept.
Architektonisches Konzept, z. B.
— Korrespondenz zwischen Nutzung und Gestaltung,
— Angemessenheit von Materialität und Farbgebung.
Flächen- und Funktionsprogramm, z. B.
— Qualität der Raumgeometrie (Flächen, Proportion, Belichtung, Belüftung),
— Funktionalität der Grundrissorganisation und der inneren Erschließung.
Baukonstruktion und technische Anlagen, z. B.
— Angemessenheit und Eignung der Konstruktion,
— Bedarf an technischen Anlagen.
Wirtschaftlichkeit des Gesamtkonzeptes, z. B.
— Merkmale besonderer Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit,
— Lösungen zu Belüftung, Heizung, sommerlicher Wärmeschutz u. dergl. Gleichzeitig mit der Angebotsaufforderung werden diese Bewerber zur Teilnahme an der Verhandlung vor einem Wertungsgremium eingeladen. Dieser Verhandlungstermin dient zur – persönlichen Vorstellung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals.
— Darstellung der geplanten Projektumsetzung,
— Erläuterung der Projektidee/Projektskizze,
— Verhandlung über das Angebot,
— Bewertung des Bewerbers nach den Zuschlagskriterien durch das Gremium.
Das Gremium bewertet die Bewerber nach folgenden Zuschlagskriterien:
(1) Projektumsetzung:
1.1) Projektorganisation (Funktionen und Aufgaben der Teammitglieder, Vertretungen und Redundanzen) und Projektabwicklung (Organisation, Kommunikation, Qualitätssicherung, Kosten- und Terminmanagement) in den einzelnen Projektphasen; Wichtung: 10 %;
1.2) Qualifikation und Erfahrung des Projektleiters; Beurteilung anhand der Vorstellung eines vergleichbaren Referenzprojektes, Wichtung: 10 %;
1.3) Qualifikation und Erfahrung des maßgeblichen Projektteams für Planung/Ausschreibung/Bauleitung; Beurteilung anhand der Vorstellung eines vergleichbaren Referenzprojektes, Wichtung: 10 %;
1.4) Darstellung der Präsenz/Verfügbarkeit vor Ort in der Planungs- und Ausführungsphase; Wichtung: 10 %;
(2.) Projektidee/Projektskizze 2.1 Qualität des Lösungsansatzes, Beurteilung anhand der eingereichten Projektskizze und deren Präsentation durch die Verfasser; Wichtung: 40 %;
(3) Honorarangebot; Wichtung: 20 %.