Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
1) Nennung des Projektleiters und Einreichung einer Kurzvita des Projektleiters mit mindestens den folgenden Angaben: Name, Berufserfahrung im Bereich der Projektsteuerung betreffend IT-Projekte (Angabe in Jahren), berufliche Qualifikation (Studienabschlüsse; Zertifizierungen).
Form: durch den Bewerber zu erstellende Eigenerklärung.
2) Angabe zu Referenzen über ausgeführte vergleichbare Aufträge in den letzten 3 Kalenderjahren. Der Auftraggeber berücksichtigt auch Referenzen, die älter als 3 Jahre, jedoch nicht älter als 5 Jahre sind.
Form: Eigenerklärung gemäß Formblatt 3 mit folgenden Angaben: Auftraggeber mit Kontaktdaten (Ansprechpartner, Adresse, Telefon, E-Mail), Name des Referenzprojekts, Funktion des Referenznehmers im Projekt, Leistungszeitraum, Auftragswert, Beschreibung der erbrachten Leistung, Angabe Leistungsfeld (-Er) (LF) gem. nachfolgender Auflistung, Angabe zum Einsatz sog. „agiler Methoden“ (Angabe der Rolle des Referenznehmers im Sinne der agilen Methoden), Angabe, inwieweit das Referenzprojekt ein interkommunales Projekt und dessen Umsetzung betraf (Angabe der beteiligten Kommunen), Angabe, ob es sich um ein Interkommunales IT-Projekt handelte, Projektstand.
Die Referenzen müssen in Art, Umfang und Schwierigkeit mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sein.
Vergleichbar sind die Leistungen, wenn der Leistungszeitraum mindestens 3 Monate betrug und sich der Leistungsinhalt auf mindestens eines der nachfolgenden Leistungsfelder (LF) bezog:
— LF 1: Begleitung von Veränderungsprozessen im Bereich Kommunalverwaltung oder öffentliche Unternehmen,
— LF 2: Begleitung bei der Digitalisierung von Prozessen,
— LF 3: Projektsteuerungsleistungen bei einem IT-Projekt (u. a. Erstellung und Pflege des Product Backlog. Vermittlung zwischen den Projektbeteiligten).
3) Erklärung zum jährlichen Mittel der Anzahl der Beschäftigten in den letzten 3 Geschäftsjahren (Formblatt 2).
Anmerkung:
Der Auftraggeber akzeptiert als vorläufigen Nachweis auch eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (§ 50 VgV). Bei Bewerbergemeinschaften sind die Angaben und Nachweise für sämtliche Bewerber vorzulegen.
Soweit der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft entsprechend § 47 VgV (Eignungsleihe) auf Ressourcen von anderen Unternehmens zurückgreifen will, sind die vorstehenden Angaben und Nachweise zu Ziff. 1, 2 und 3 auch vom eignungsverschaffenden Unternehmen vorzulegen. Darüber hinaus sind im Fall der Eignungsleihe die Erklärung des Bewerbers über eine Eignungsleihe (Formblatt 5) und eine unterzeichnete Verfügbarkeitserklärung des eignungsverschaffenden Unternehmens vorzulegen (Formblatt 6).
Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, sich im Rahmen der Prüfung der Teilnahmeanträge im Hinblick auf die Eigenerklärungen eines Bewerbers die entsprechenden Bescheinigungen oder Nachweise von dem Bewerber vorlegen zu lassen. Hierfür wird der Auftraggeber dem Bewerber eine angemessene Frist setzen.
Möglicherweise geforderte Mindeststandards:
1) Der Projektleiter verfügt über mindestens 5 Jahre Berufserfahrung im Bereich der Projektsteuerung Betreffend IT-Projekte. Er verfügt des Weiteren über ein abgeschlossenes Studium (Diplom oder Master) an einer wissenschaftlichen Hochschule, Universität oder Fachhochschule mit dem Schwerpunkt Informatik oder Mathematik (Informatik, Wirtschaftsinformatik, Mathematik, Wirtschaftsmathematik oder vergleichbar);
2) Vorlagen von mindestens 3 Referenzen, die die vorstehenden Anforderungen in III.1.3) Ziff. 2 erfüllen.
— mindestens eine der insgesamt 3 vorzulegenden Referenzen muss sich auf das LF 1 (Begleitung von Veränderungsprozessen im Bereich Kommunalverwaltung oder öffentliche Unternehmen) beziehen,
— mindestens eine der insgesamt 3 vorzulegenden Referenz muss sich entweder auf das LF 2 (Begleitung bei der Digitalisierung von Prozessen) oder auf das LF 3 (Projektsteuerungsleistungen bei einem IT-Projekt) beziehen,
— bei mindestens 2 der insgesamt 3 vorzulegenden Referenzen müssen agile Methoden zum Einsatz gekommen sein,
— mindestens eine der insgesamt 3 vorzulegenden Referenzen muss sich auf ein Projekt betreffend die Zusammenarbeit von 2 oder mehr Kommunen beziehen (d. h. die Leistung des Bewerbers bezog sich auf ein Interkommunales Projekt).
Ein Referenzprojekt kann auch vorgelegt werden, um mehrere der vorstehenden Mindestbedingungen zu erfüllen. Die Abdeckung mehrerer der vorstehenden Mindestbedingungen durch ein Referenzprojekt setzt die Kumulative Erfüllung der jeweiligen Anforderungen durch das Referenzprojekt voraus.
Anmerkung: Bei Bewerbergemeinschaften müssen die gesetzten Mindestbedingungen jeweils mindestens von einem Mitglied der Bewerbergemeinschaft erfüllt werden.