Beschreibung der Beschaffung
Projektsteuerungsleistungen Rathaus Benrath AHO Phase 1-5
Das Rathaus in Benrath entstand im Jahr 1906 und wurde 1984 in die Denkmalliste eingetragen. Das repräsentative Bauwerk besteht aus einer dreiflügeligen, freistehenden Anlage mit Walmdach. Es vereint Stilelemente der deutschen Renaissance, des Barocks und des Jugendstils. Eingebettet in einer Grünanlage ist es weitestgehend von zeitgenössischen Bauten umgeben.
Nach der Sanierung des Daches und der Natursteinfassade im Jahr 2006 sind zum Erhalt des Denkmals jetzt Arbeiten im Gebäudeinneren, Fenster und an der Innenhoffassade notwendig.
Im Zuge der Innensanierung sollen durch Flächenoptimierung, Nutzbarmachung von Lagerflächen und die Aufgabe der nebenamtlichen Hausmeisterdienstwohnung zusätzliche Büroraumflächen geschaffen werden.
Die Wände, Decken und Bodenbeläge, welche teilweise noch aus der Errichtungszeit stammen, benötigen dringende Instandsetzungsmaßnahmen. Dabei ist der Ratssaal mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte im Teppichboden auszustatten.
Die ursprünglichen Fenster und Türen weisen ebenfalls erhebliche Schäden auf und bieten mit der noch vorhandenen Einscheibenverglasung nicht genügend Schutz vor Schlagregen und Wind.
Zur Verbesserung des Wärmeschutzes der Fenster sollen Dichtungen und innenseitige Vorsatzscheiben eingebaut werden.
Sämtliche Maßnahmen sind denkmalgerecht zu planen und mit dem Denkmalschutz abzustimmen um den Originalzustand wiederherzustellen.
Die Flurbereiche und Treppenräume entsprechen nicht den aktuellen Brandschutzanforderungen.
Zur Verbesserung des Brandschutzes ist eine flächendeckende BMA vorzusehen und die Brandschutzqualität des Bestands sowie die Rettungswegführung zu prüfen und gegebenenfalls zu verbessern. Hierzu wird ein Brandschutzgutachter separat beauftragt. Nur die Etagen EG und 1. OG sind über den Aufzug barrierefrei zu erreichen, daher sollte in jedem Geschoss ein von den benachbarten Räumen in F30 getrennter sicherer Bereich für Rollstuhlfahrer vorgesehen sein.
Gemäß den Arbeitsstättenrichtlinien sind die Anzahl und die Ausstattung der notwendigen Toiletten zu prüfen und entsprechend zu planen.
Damit auch das Souterrain mit dem Aufzug erreicht werden kann, wird der Aufzugschacht zur tieferliegenden Seite geöffnet. Im Dachgeschoss werden nur Lagerflächen hergerichtet. Das Dachgeschoss wird über eine „Speichertreppe“ erschlossen. Im Souterrain soll eine Büronutzung sowie das Heimatarchiv angeordnet werden.
Die Trinkwasser- und Heizungsleitungen des Gebäudes sind altersbedingt abgängig.
Die Abwasserleitungen stammen zum größten Teil aus der Errichtungszeit, sodass vermehrt Leckagen auftreten, die Feuchtigkeitsschäden im Souterrain verursacht haben.
Die gesamte Elektroanlage ist überaltert und entspricht nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Für die Erneuerung der TGA-Installationen werden weitere Technikräume eingerichtet.
Die Außenfassade im Innenhof soll zur Vermeidung von Frostschäden einen Witterungsschutz erhalten.
Im Außenbereich läuft das Oberflächenwasser in Richtung des Gebäudes und staut sich an den Außenwänden des Souterrains. Die Gefällesituation der Außenanlage muss geändert und die Leitung zur Abführung des Regenwassers saniert werden. Auf die Innenseite der durchfeuchteten Wände im Souterrain wird ein Sanierputz aufgebracht und mit einer Sockelheizung versehen, um die Nutzung des Bereichs als Bürofläche zu ermöglichen.
Während der Bauzeit werden die Nutzer in Ersatzcontainer ausgelagert und das Gebäude vollständig leergeräumt.
Die Planung ist final mit dem Denkmalschutz abzustimmen. Jegliche Abweichungen von den aktuellen Standards sind zu beantragen.
Das Gebäude umfasst rund 2 750 m NGF und rund 3 530 m Grundstücksfläche.
Die in diesem Verfahren zu vergebende Leistung umfasst Grund- und Teilleistungen der Leistungsphasen 1 bis 5 gemäß AHO in den Handlungsbereichen A-E. Zudem werden ergänzend besondere Leistungen gemäß AHO abgefragt.