Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag umfasst die Tragwerksplanung entsprechend § 51 HOAI, LPH 5-6 und die Ingenieurtechnische Kontrolle der Ausführung des Tragwerks auf Übereinstimmung mit den statisch geprüften Unterlagen für die Erweiterung und Sanierung des Schulgebäudes Realschule Plus Kell am See.
Folgende Bauabschnitte sind vorgesehen:
— BA 1: Erweiterung,
— BA 2: Erweiterung, mit Abriss des Nebengebäudes,
— BA 3: Sanierung Bestandsgebäude,
— Erweiterung in 2 Bauabschnitten.
Der neue zweigeschossige Baukörper (unterteilt in den 1.und den 2.Bauabschnitt) mit teilweiser Unterkellerung bildet gemeinsam mit dem Bestandsgebäude einen Innenhof.
Aula und Speiseraum liegen im Erdgeschoss direkt neben dem Eingangsbereich. Die Betreuungsräume der Ganztagesschule sind im Untergeschoss und mit direktem Zugang ebenerdig zu den angrenzenden Freiflächen angeordnet.
Die Klassen- und GTS-Räume sind nach Osten und Westen orientiert. Die meisten Fachräume orientieren sich nach Norden, was ein blendfreies Arbeiten an technischen Geräten ermöglicht.
Sanierung Bestandsgebäude;
Das Bestandsgebäude wurde 1958/59 errichtet. Das zweigeschossige Gebäude umfasst 6 Klassenräume im Erd- und Obergeschoss, eine Bibliothek im Obergeschoss, eine Verwaltungseinheit im Erdgeschoss und weitere Räumen im Untergeschoss. Ergänzt wird es um einen eingeschossigen Pavillon mit überdachtem Pausenbereich, WC-Anlage und Aula/Musikraum. Im Schulgebäude wurden 2015/16 bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Brandschutzes durchgeführt.
Es sind im 3.Bauabschnitt, der Altbausanierung, jedoch weitere Modernisierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen geplant, im Wesentlichen die Ertüchtigung der Gebäudehüllen und der Haustechnik und eine Umstrukturierung der Räumlichkeiten.
Der bestehende Pavillion soll im Zuge der Baumaßnahme im 2. Bauabschnitt abgerissen werden. Die darin befindlichen sanitären Anlagen sowie die Aula/Musikraum, werden im Raumkonzept des Neubaus abgebildet.
Die auf dem Grundstück gelegene Mehrzweckhalle wird im Zuge der geplanten Baumaßnahme nicht bearbeitet 2015 wurde die Wärmeversorgung der Mehrzweckhalle sichergestellt, in dem durch eine Fernwärmeleitung der Heizkessel des Bestandsgebäudes mit dem Heizsystem der Halle verbunden wurde.
Konstruktion/Materialkonzept:
Eine klare Rasterung erlaubt die Ausführung der Primärkonstruktion des Gebäudes als Stahlbetonskelett mit last verteilender tragender Bodenplatte, Decken und aussteifenden Wandscheiben aus Stahlbeton. Auf tragende Außenwände kann dadurch weitgehend verzichtet werden. Sofern erforderlich, sind tragende Außenwände als Ortbetonwände ca. 25-40 cm vorgesehen.
Die geschlossenen Fassadenflächen werden vorgehängt und hinterlüftet aus elementierten hoch wärmegedämmten Pfosten-Riegel-Elementen und einer Fassadenbekleidung aus Schiefer ausgeführt.
Die transparenten Fassadenflächen, bestehend aus Holz-Aluminium-Fensterelementen, erhalten je nach Nutzung und Ausrichtung eine Kombination aus sonnenstandgeführtem außenliegendem Sonnenschutz und innenliegendem Blendschutz/Verdunkelung.
Tragende Innenwände als Ortbetonwände ca. 20-30 cm, sollen teilweise in Sichtqualität ausgeführt werden. Nichttragende Innenwände werden als Trockenbau errichtet. Auf ihrer Unterseite erhalten die Stahlbetondecken Akustikbekleidungen. Die Dachflächen werden mit Gefälledämmung und extensiver Dachbegrünung ausgeführt.
Der 1. und 2. BA werden durch eine 2 cm Dehnfuge vom Bestandsgebäude getrennt.
Die Tiefgründungen werden als Brunnenfundamente ausgeführt.
Die Flachgründungen werden mit elastisch gebetteten Balken ausgeführt, die mittels Magerbeton auf den tragenden Verwitterungshorizont des Festgesteins geführt werden.
Die Bruttogrundfläche (BGF) beträgt insgesamt ca. 5 656 qm.
Die Baukosten für die Kostengruppen (jeweils brutto) werden durch den Auslober nach derzeitigem Kenntnisstand wie folgt geschätzt:
Baukosten, jeweils netto, gerundet:
KG 300 Bauwerk-Baukonstruktion;
— 1.BA 2 087 917,00 EUR,
— 2.BA 2 301 315,00 EUR,
— 3.BA 895 510,00 EUR,
— Gesamt 5 284 742,00 EUR.
KG 400 Bauwerk-Technische Anlagen;
— 1.BA 1 042 696,00 EUR,
— 2.BA 825 801,00 EUR,
— 3.BA 401 374,00 EUR,
— Gesamt 2 269 871,00 EUR,
— KG 300 und 400 Gesamt 7 554 613,00 EUR,
— Anrechenbare Kosten 3 133 595,00 EUR.
Durchführungszeitraum:
Die Leistungserbringung soll unmittelbar nach Auftragserteilung mit der LPH 5 -6 des 1.BA beginnen und bis 03/2026, mit der LPH 8 des 3.BA abgeschlossen sein.;
Der weitere Zeitplan ist wie folgt vorgesehen:
1.BA: nach Auftragsvergabe, LPH 8 ab 1. Quartal 2022, Bauphase 1.Quartal 2022-2.Quartal 2023,
2.BA: Bauphase ab dem 3. Quartal 2023- 4. Quartal 2024,
3.BA: Bauphase ab dem 1. Quartal 2025- 1.Quartal 2026; Weitere Angaben s. VI.3.