Beschreibung der Beschaffung
Grundgerät Röntgenklein- und Weitwinkelstreuung (SAXS/WAXS)
— Funktionsfähiges Komplettgerät für simultan sowohl hochauflösende Röntgenkleinwinkelstreuung (SAXS) und wie auch Röntgenweitwinkelstreuung (WAXS), mit allen für den Betrieb erforderlichen Hardware- wie auch Softwarekomponenten;
— Funktionsfähige Einbindung der Zusatzkomponenten (WAXSMD, USAXS, GISAXS, siehe unten) sowohl Hardware- wie auch softwareseitig Auslegung für die Messung mit Mo- wie auch Cu-Strahlung mit vollautomatisiertem Wechsel zwischen den Wellenlängen; der Wechsel muss ohne weiteren Nutzereingriff und insbesondere ohne manuelle Justage erfolgen;
— Mikrofokusquellen für beide Strahlungsarten, jeweils inklusive Kollimationsoptik;
— Geschlossenes Kühlsystem für die Röntgenquellen, mit Wärmetauscher oder Refrigeratorthermostat Kollimation und Strahlengang;
— Kollimation des Primärstrahls über streufreie Blenden, jeweils alle 4 Schneiden unabhängig motorisiert verfahrbar;
— Kollimationsstrecke für den Primärstrahl abgestimmt auf den größten Abstand Probe zu Detektor (APD);
— Abstand ProbeDetektor in der Konfiguration mit höchster Auflösung mindestens 180 cm;
— Strahlengang vollständig im Vakuum von 1 mbar oder besser;
— Vakuumpumpe für den Strahlengang;
— Messvorrichtung für das Vakuumniveau Detektor Kleinwinkelstreuung;
— 2D Detektor für hochauflösende Kleinwinkelstreuung mit den folgenden Eigenschaften:
a) Bauart „single photon counting hybrid pixel detector",
b) geeignet für beide Strahlungsarten, Mo und Cu,
c) geeignet für die Messung der Intensität im direkten Primärstrahl, ohne Strahlfänger, regelmäßig während der gesamten Dauer jeder Messung,
d) hohe Zähleffizienz, insbesondere Zähleffizienz mindestens 75 % für Mostrahlung,
e) vollautomatisierter Wechsel der Detektorposition,
f) bei größtem APD Winkelauflösung eines einzelnen Pixels 0.006Grad oder besser,
g) mindestens 300 000 Pixel,
h) ausgerüstet mit motorisiertem Schutzfenster, um den Detektor zu schützen, während er nicht benutzt oder wenn er Atmosphäre ausgesetzt wird Bestimmung der absoluten Intensität bei Kleinwinkelstreumessungen.
— Messdaten müssen mit automatischer Quantifizierung sowohl des Streuvektors als auch der absoluten Intensität mit hoher Genauigkeit reduziert werden. Hierzu darf im Routinebetrieb keine Eichprobe erforderlich sein. Die Quantifizierung der absoluten Intensität muss durch kontinuierliche Messung des transemittierten Primärstrahls während der Streuungsmessung mit demselben Detektor erreicht werden; hierzu darf kein Filter oder Abschwächer erforderlich sein, damit die Genauigkeit der absoluten Intensität nicht durch Strahlverhärtung (Verschiebung des Wellenlängenspektrums) beeinträchtigt wird. Diese Funktionalität muss routinemäßig im täglichen Betrieb verfügbar sein.
Weitwinkelstreuung
— separates 2-D Detektormodul, Bauart „hybrid pixel detector", zur Messung der Weitwinkelstreuung simultan während laufender Kleinwinkelstreumessungen;
— Streusignal muss messbar sein bis zu einem maximalen Streuwinkel von mindestens 2 Theta = 55Grad;
— zweite Detektorposition für Messung mit höherer Auflösung, zum Beispiel für maximalen Streuwinkel von 2 Theta = 40Grad.
Messbereich im reziproken Raum (q-Bereich)
— System muss SAXS/WAXS-Messungen mit einstellbarem APD ermöglichen, um mit Cu-Strahlung einen Bereich des Streuvektors, q, von Beträgen q = 0.015 nm-1 bis q = 38 nm-1 oder besser lückenlos abzudecken. Automatisierte Einstellung aller erforderlichen Konfigurationen;
— System muss in der Lage sein, die zur lückenlosen Abdeckung des gesamten, gerade spezifizierten q- Bereichs erforderliche Variation des APD unter Beibehaltung einer festen Probenposition zu erreichen, ohne Kompromisse bei der Datenqualität. Mit anderen Worten, es darf ausschließlich die Detektorposition entlang der Strahlausbreitungsachse geändert werden. "Keine Kompromisse bei der Datenqualität" bedeutet hier insbesondere, dass die spezifizierten Werte des q-Bereichs und des Azimuthbereichs sowie der Pixel bezogenen Winkelauflösung uneingeschränkt beibehalten werden;
— System muss die automatische und kontinuierliche Änderung der Konfiguration über den gesamten für Transmissionsmessungen spezifizierten q-Bereich des Instruments ermöglichen. Dies muss durch eine computergesteuerte kontinuierliche Änderung des Abstands zwischen Probe und Detektor über den gesamten Bereich einschließlich der automatischen Justage des Systems (keine manuelle Handhabung erforderlich und alle Einstellungen softwaregesteuert).
Probenkammer und Probenpositionierung.
— Probenkammer mit den folgenden Eigenschaften:
a) innere Abmessungen mindestens 350 × 450 × 450 mm,
b) Freiraum von mindestens (in Bezug auf die Probenposition bei regulären Messungen mit SAXS und WAXS): mind. +/- 160 mm in vertikaler Richtung, mind. +/- 200 mm in horizontaler Richtung und mind. +/- 100 mm in der Strahlausbreitungsrichtung; dabei muss die Probenbühne funktionsfähig und an ihrer Standardposition eingebaut bleiben,
c) Streuungsmessungen alternativ mit Probe im Vakuum oder an Luft möglich. Insbesondere muss auch für Messungen mit der Probe in Luft die softwaregesteuerte, automatische Änderung der Konfiguration (ohne manuellen Nutzereingriff) möglich sein, und zwar über mehr als 3 Größenordnungen in q ab einem minimalen Steuervektorbetrag von q =0,015 nm-1.
d) Zugang in die Kammer durch 2 gegenüberliegende große Türen,
e) mindestens 2 freie Vakuumflansche für nutzerkonfigurierbare Durchführungen.
21. Probenbühne zur Probenpositionierung in der Probenkammer mit den folgenden Eigenschaften:
a) motorisiert in jeder der beiden Raumrichtungen senkrecht zum Strahl verfahrbar,
b) Verfahrweg in jeder Richtung mindestens 90 mm, Positioniergenauigkeit 1 Müm oder besser,
c) geeignet für den Aufbau von nutzereigenen Umgebungszellen auf der Probenbühne, bis zu einem Gewicht von 5 kg,
— parallaxenfreies Videosystem für die Probenjustage
Aufgrund der begrenzen Zeichenanzahl entnehmen Sie bitte die vollständige Leistungsbeschreibung den Vergabeunterlagen.