Beschreibung der Beschaffung
Die Integrierte Gesamtschule befindet sich in der Stadt Fürstenau im Landkreis Osnabrück. Im Schuljahr 2018/19 besuchten 1 345 Schüler und Schülerinnen die IGS. Die IGS Fürstenau wird sechszügig geführt. Das Gebäude ist eingeschossig bzw. in Teilen zweigeschossig. Zudem ist die Schule teilweise unterkellert. Die grobe Brutto-Grundfläche beträgt im Erdgeschoss 11 130 m, im Obergeschoss 3 910 m und im Kellergeschoss 1 290 m. Das Gebäude wurde ab 1971 in Betonskelettbauweise mit Flachdach errichtet. In den Jahren ab 2000 wurde ein Großteil des Gebäudes saniert. Die Räume der IGS und auch Bereiche der Flure werden mittels Nachtspeicheröfen beheizt. Die anderen Bereiche werden über warmwassergeführte Heizregister in den Lüftungsanlagen mit Wärme versorgt.
Das Grundstück, auf dem sich die IGS befindet, ist 51.831 m2 groß. Die Sporthalle befindet sich ebenfalls mit auf diesem Grundstück. Die Parzelle befindet sich im Bereich des B-Planes Nr. 19 „Sondergebiet IGS".
Bei der anstehenden Sanierung des Schulgebäudes geht es um die folgenden Ziele: ein in die Jahre gekommenes Gebäude in Stand zu setzen und zu halten, Energie einzusparen und gleichzeitig den Nutzerkomfort zu erhören sowie die Institution „Schule" soziokulturell aufzuwerten und Barrierefreiheit zu gewährleisten. Die verschiedenen Nutzer stellen sehr komplexe Anforderungen an Architektur und Technik des Schulgebäudes: die einzelnen Räume müssen in Bezug auf Luftwechsel, Belichtung, Akustik und Blendung beträchtliche Anforderungen erfüllen und nicht zuletzt auch Sicherheit, Hygiene und Schadstofffreiheit für Kinder und Jugendliche garantieren. Die Digitalisierung der Schule soll auf Grundlage des Digitalpaktes umgesetzt werden.
Die Sanierung soll durch Umbau im Bestand umgesetzt werden. Zudem ist ein reibungsloser Schulbetrieb während der Bauphase zu gewährleisten. Hierfür ist ein differenziertes Bauabschnitts- sowie Umzugs- und ggfs. Auslagerungsmanagement erforderlich.
Aufgabenstellung:
— ein von Schulleitung und Schulträger erstelltes Raumprogramm soll im bestehenden Gebäude umgesetzt werden (LPh 1-2, Stufe 1),
— die Heizungsanlage muss optimiert werden (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.),
— sämtliche, weitere technische Anlagen sind zu überprüfen und zu optimieren (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.),
— das Flachdach des Schulgebäudes muss saniert werden, ggfs. mit einer energetischen Optimierung (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.),
— der Gebäudebereich 5./6. Jahrgang ist zu sanieren (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.),
— der Brandschutz und in der gesamten Schule ist zu überprüfen und zu optimieren (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.),
— die Digitalisierung gemäß Digitalpakt ist in der IGS umzusetzen (LPh 1-2 in Stufe 1, LPh 3-9 ab Stufe 2ff.).
Für diese Aufgaben ist in Stufe 1 ein Masterplan zu erstellen inkl. der LPh 1-2 für sämtliche o.g. Aufgabenstellungen.
Gegenstand des Verfahrens sind Generalplanerleistungen für das oben beschriebene Bauvorhaben.
Um den Bauauftrag durchführen zu können besteht die Möglichkeit eine spezifische Kooperationsform, die Bau-ARGE, zu bilden.
Es ist beabsichtigt Generalplanungsleistungen gemäß den nachfolgenden Leistungsbildern (LB) zu beauftragen:
— LB1: Objektplanung Gebäude und Innenräume, §§ 33 ff. HOAI 2013, Leistungsphase LPh 1-9,
— LB2: Technische Ausrüstung, §§ 53 ff. HOAI 2013, Anlagengruppe 1-8, HLS LPh 1-9, Elektro LPh 1-9,
— LB3: Tragwerksplanung, §§ 49 ff. HOAI 2013, LPh 1-6,
— LB4: Brandschutzplanung, gem. AHO Heft 17, 2015, Lph 1-8,
— LB5: Sicherheits- und Gesundheitskoordinator.
Der detaillierte Leistungsumfang ist dem beiliegenden Vertragsentwurf zu entnehmen.