Beschreibung der Beschaffung
Inhaltliche Zielsetzung:
Als grundsätzliche Bedarfsanalyse wurde neben der Ermittlung der Raumbedarfe anhand der Schülerzahlenprognosen für alle 3 Schulformen auch in einer so genannten „Phase Null“ gemeinsam mit dem Schulträger und den Nutzern eine Optimierung der Raumbezüge erarbeitet. Durch diese Entflechtung der gemeinsam genutzten Räumlichkeiten der 3 Schulen und aber auch der Wiedereinführung von G9 wird es erforderlich, dem derzeitigen Platzmangel Abhilfe zu schaffen und einen zukunftsfähigen modernen Bildungsstandort zu planen. Hierbei sollen Synergieeffekte, u. a. durch Schaffung einer neuen Bibliothek als Selbstlernzentrum im zu errichtenden Neubau, genutzt werden.
Aufgrund eines enormen Wachstums in den letzten Jahren mussten bereits 12 Klassenräume als temporäre Modulbauten für das Schulzentrum Buxtehude Süd aufgestellt werden, um dem gegenwärtigen Platzbedarf gerecht zu werden.
Bei der Durchführung der Bautätigkeiten ist ein möglichst reibungsloser Schulbetrieb ein wichtiges Ziel.
Für diese Maßnahme ist eine Zertifizierung mit einem Nachhaltigkeitszertifikat vorgesehen. Derzeit wird eine Zertifizierung gem. DGNB Gold Standard verfolgt.
Teilprojekte:
Neubau:
Die Hansestadt Buxtehude hat ein mit den Schulen auf die pädagogischen Erfordernisse hin abgestimmtes Konzept im Rahmen eines so genannten Phase Null Prozesses erarbeitet. Im Ergebnis steht ein tragfähiges inhaltliches und räumliches Konzept an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur. Die Phase Null wurde durch das Architekturbüro SchröderArchitekten Partnerschaft mbB, Bremen erarbeitet. Der Abschlussbericht der Phase Null wird (mind. teilweise) allen Bietern mit Versand der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Umbauten im Bestand:
Ein Teil des zusätzlich erforderlichen Raumprogramms kann in den Bestandsgebäuden zur Verfügung gestellt werden. Dabei ist in der Objektplanung, welche ebenfalls durch das Büro Schröder Architekten ausgeführt wird, auf eine organisatorische Optimierung der einzelnen Schulformen zu achten. Die Reorganisation in den Bestandsgebäuden ist neben der Neubaumaßnahme zu prüfen und planerisch zu begleiten.
Erweiterung der Sporthalle um einen 5. Hallenteil:
Bereits im Jahr 2011 wurde eine Machbarkeitsstudie über die Erweiterung der Sporthalle um einen 5. Hallenteil durch einen Objektplaner erstellt. Die Anforderungen seitens der Schule sind hierin bereits berücksichtigt.
— die Größe des fünften Hallenteils sollte der des Hallenteils 4 entsprechen;
— der Geräteraum soll dem der Hallenteile 1-3 entsprechen;
— alle Hallenteile sollen durch doppelflügelige Türen miteinander verbunden werden;
— es soll zusätzliche barrierefreie sanitäre Anlagen geben.
Sanierung der Sporthalle:
Mit der Erweiterung sind Sanierungsmaßnahmen an der Bestandshalle vorgesehen.
— die Gesamthalle (Hallen 1-3 und 4) erhält eine einheitliche LED-Beleuchtung;
— es sind Lichtbänder zur optimierten natürlichen Belichtung zu ergänzen;
— es ist ein Wärmeversorgungskonzept für die Gesamthalle zu erstellen.
Da zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Entwurfsplanung mit Kostenschätzung für die Maßnahme vorliegt, kann zur Höhe des Baukostenrahmens keine zielführende Auskunft gegeben werden.
Folgende Flächen sind zu überplanen:
— rd. 6 000 qm BGF Neubaufläche;
— rd. 2 700 qm NRF zu sanierende Fläche;
— die Sporthalle wurde mit Neubau/ Sanierung hier nicht berücksichtigt.
Die Fertigstellung ist für Sommer 2023 geplant.
Hinweis: Zum Schutz aller am Verfahren Beteiligten vor den mit der Verbreitung von COVID-19 einhergehenden Gesundheitsgefahren behält sich der AG vor, die Verhandlung ohne Verhandlungstermin durchzuführen (vgl. §17 Abs. 11 VgV).
Vertretungen der Schulleitungen und ggf. weitere Vertreter aus dem behördlichen Kontext sowie Vertreter des Büro SchröderArchitekten werden in beratender Funktion in die Angebotsbewertung einbezogen.
Die Vergabestelle wird in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch das büro luchterhandt, Hamburg unterstützt.