Beschreibung der Beschaffung
Brandschutzertüchtigung: Der 2. Rettungsweg aller Wohnungen wird durch Rauchabschottungen der Treppenhäuser erreicht, die bei Rauchfreiheit zum sicheren Verlassen des Gebäudes genutzt werden können oder bei Verrauchung des ersten Treppenhauses rauchfrei das Zweite erreichen kann.
Die Rauchabschottung und die Schleusen werden als Glas- Alu- Elemente hergestellt. Die Türen werden mit einer Offenhaltung ausgestattet, die im Rauch und/oder Katastrophenfall selbstständig schließen.
Die Profile, deren Anarbeitung an den Bestand, sowie die Verglasungen müssen die Qualität gemäß Brandschutzkonzept ausweisen.
Farbe und Glasarten werden nach einer Bemusterung vom Bauherrn festgelegt.
Sämtliche Arbeiten, wie z. B. die Ertüchtigung der Stichflurlüftung, der Durchdringungen oder/und die Kürzungen der Handläufe sind ebenfalls Bestandteil der Arbeiten.
Aufzüge: Die Haltestellen der Aufzüge sollen sich, nach Fertigstellung, in den Hauptetagen befinden. Momentan werden die Zwischenpodeste angesteuert.
Die Türöffnungen werden in die Stahlbetontrennwände mittels Kernbohrung und Sägeschnitte hergestellt. Statische Aussteifungen oder Verstärkungen sind einzubauen. Sicherungsmaßnahmen in den Zwischenbauzuständen sind einzuhalten und der Nachweis darüber ist vorzulegen und umzusetzen.
In den 11. Obergeschoßen werden die oberen Hauptpodeste erweitert.
Der Feuerwehraufzug hält ebenfalls in den Hauptetagen und auf den vorhandenen Zwischenpodesten. Eine Feuerwehrschaltung ist vorzusehen.
Abstimmung mit der Feuerwehr ist durchzuführen. Die Hinweise und Forderungen des Brandschutzkonzeptes und der gesetzlichen Bestimmungen sind einzuhalten.
Allgemeine Arbeiten: Nach der Ertüchtigung des Brandschutzes werden alle Treppenhäuser malermäßig aufgearbeitet. Der Bodenbelag der Hauptpodeste wird aus nicht brennbaren Materialien hergestellt.
Haustechnik: Die Sprechanlagen werden durch den WIRO eigenen Bauservice im Jahre 2019 erneuert. Diese wird nicht mit in die Betrachtung der Kosten, bzw. des Arbeitsaufwandes einfließen.
Die Pikogramme, Sicherheitsbeleuchtung und Notstromversorgung werden auf den aktuellen Stand der Technik erhoben.
Beleuchtungen der Allgemeinen Bereiche erfolgt in LED.
Die Aufzüge werden als Durchlader so umgebaut, dass die Haltestellen auf den Hauptebenen enden. Neue Etagentüren und Verkleidungen werden eingebaut.
Der vorhandene Kabelkanal auf dem Flur ist brandschutztechnisch aufzurüsten.
Schottungen etc. sind vorzusehen.
Die Lüftung der Flure ist fachtechnisch zu betrachten und umzubauen.
Die Trockensteigleitungen sind gemäß Brandschutzkonzept herzurichten.
Erbrachte Vorleistungen:
— Hagen Ingenieurgesellschaft für Brandschutz mbH; Barther Straße 30; 18437 Stralsund Erstellung Brandschutzkonzept (2019)
Das vorgenannte Büro ist nicht von der Teilnahme am Verfahren ausgeschlossen.
Die genannten Unterlagen und Dokumente werden durch den AG zur weiteren Bearbeitung zur Verfügung gestellt.
Geschätzter Gesamtwert der Maßnahme ohne MwSt.: ca. 2 800 000 EUR. Es sind Ingenieurleistungen verschiedener Objekt- und Fachplanungen aus dem Geltungsbereich der HOAI sowie Besondere Leistungen zu erbringen.
Die Leistungen gemäß HOAI erstrecken sich auf die Leistungsbilder:
1. Gebäude und Innenräume (§§ 33 ff. HOAI),
2. Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI) und 3. Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) insbesondere – Leistungsphasen 1-8 Gebäude/Innenräume gem. § 34 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
— Leistungsphasen 3-8 Technische Ausrüstung gem. § 55 HOAI ALG 6 (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
— Leistungsphasen 2-6 Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen);
— Besondere Leistungen in festgelegten Leistungsphasen der oben genannten Gewerke (ggf. in noch von dem Auftraggeber festzulegenden Stufen).