Beschreibung der Beschaffung
Das Projekt gliedert sich in 3 Arbeitspakete, die zeitweise parallel abgearbeitet werden müssen:
Arbeitspaket 1: Berechnung eines Habitatmodells für Deutschland und Entnahme genetischer Proben
— Zusammentragen jeglicher Nachweise der Mopsfledermaus (Wochenstubennachweise, Telemetriepunkte, Netzfangdaten oder kaustischer Daten sowie Winterquartiere) in Deutschland via Datenrecherche über Datenbanken anderer Datenverwalter aus allen Bundesländern (mit Ausnahme der Stadtstaaten),
— Sicherstellung einer einheitlichen Qualität und Vergleichbarkeit der Daten und Transformation in ein einheitliches Koordinatensystem,
— als wichtige Komponenten müssen flächendeckend und gleichmäßig erhobene Geodaten für das gesamte Bundesgebiet beschafft, zugrunde gelegt und zur Berechnung herangezogen werden. Hierzu ist ein Zugang zu den Landnutzungsdaten des Amtlichen Topographisch-Kartographischen Informationssystem und einem Digitalen Geländemodell des Bundesamtes für Kartographie und Geodäsie zwingende Voraussetzung, die mit den Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes ergänzt werden müssen. Aus dem berechneten Habitatmodell müssen Vorschläge für weitere Erfassungsräume erarbeitet werden, um das Habitatmodell großflächig zu validieren,
— die Validierung wird in Baden-Württemberg im Rahmen eines Citizen Science Projektes mit Mitarbeitern der Projektpartner (ForstBW/FVA, NABU und andere Ehrenamtler) zur Durchführung der akustischen Erfassungsarbeit erfolgen. alle akustischen Daten müssen ausgewertet und in wichtigen Fällen mittels Netzfang und Telemetrie mit dem Ziel nachkartiert werden, neue, bisher unbekannte Wochenstsuben zu finden. Den gefangenen Tieren sollen Gewebeproben entnommen und dem Projektpartner zur genetischen Untersuchung zur Verfügung gestellt werden.
Arbeitspaket 2: Maßnahmenentwicklung und -umsetzung in der Modellregion,
— Entwicklung und Umsetzung von Schutzmaßnahmen, sowie Beratung und Schulung der Fachbehörden (ForstBW/ FVA) bei der Umsetzung in der Fläche inklusive der – Vertiefende Felduntersuchungen (Netzfänge, Telemetrie und akustische Erfassungen) in der Modellregion um Raumnutzung, Quartiere, Populationsgröße, Funktionsbeziehungen und Habitatstrukturen als Grundlage für die zielführende Maßnahmenplanung,
— Teilnahme an einem bundesweiten Expertenworkshop mit Darstellung von konkreten Schutzmaßnahmen,
— Planung flächenscharfer Schutzmaßnahmen unter Einbeziehung der verschiedenen Teillebensräume (Winterquartier, Sommerquartiere in Bäumen und Gebäuden sowie Schwärmquartiere) für die Modellregion in Abstimmung mit den Projektpartnern in Baden-Württemberg.
Arbeitspaket 3: Mitwirkung in der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
— Abhalten von Workshops und Schulungen für die Mitarbeiter der Projektpartner (ForstBW/ FVA, NABU) zur Durchführung der akustischen Erfassungsarbeit,
— Erstellung eines „Aktionsplanes Mopsfledermaus“ zur kooperativen Umsetzung durch Forstmitarbeiter und ehrenamtlichen Naturschützern,
— Mitarbeit und Unterstützung bei der Entwicklung und Durchführung von Schulungen hinsichtlich der Schutzmaßnahmen für bestimmtet Zielgruppen (Waldbesitzer, Revierleiter, Forstmitarbeiter, ehrenamtlicher Naturschützer).