Sicherheitsdienst in Unterkünften für Flüchtlinge ab 2021

Stadt Bielefeld – Amt für Organisation, IT und Zentrale Leistungen

Inhalt dieser Ausschreibung ist der Sicherheitsdienst in Gemeinschaftsunterkünften und wohnungsähnlichen Unterkünften für Flüchtlinge der Stadt Bielefeld.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2020-07-16. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2020-06-12.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2020-06-12 Auftragsbekanntmachung
2020-07-13 Ergänzende Angaben
Auftragsbekanntmachung (2020-06-12)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Detekteien und Sicherheitsdiensten
Referenznummer: 100.31-5013
Kurze Beschreibung:
Inhalt dieser Ausschreibung ist der Sicherheitsdienst in Gemeinschaftsunterkünften und wohnungsähnlichen Unterkünften für Flüchtlinge der Stadt Bielefeld.
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Dienstleistungen
Verordnung: Europäische Union, mit GPA-Beteiligung
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Detekteien und Sicherheitsdiensten 📦
Zusätzlicher CPV-Code: Dienstleistungen von Sicherheitsdiensten 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Bielefeld, Kreisfreie Stadt 🏙️

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Regional- oder Kommunalbehörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Stadt Bielefeld – Amt für Organisation, IT und Zentrale Leistungen
Postanschrift: Niederwall 23
Postleitzahl: 33602
Postort: Bielefeld
Kontakt
Internetadresse: http://www.bielefeld.de/de/rv/bgn/sus/ 🌏
E-Mail: jakob.sawatzky@bielefeld.de 📧
Telefon: +49 521513244 📞
Fax: +49 521513350 📠
URL der Dokumente: https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/notice/CXPWYDZ9ZSB/documents 🌏
URL der Teilnahme: https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/notice/CXPWYDZ9ZSB 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2020-06-12 📅
Einreichungsfrist: 2020-07-16 📅
Veröffentlichungsdatum: 2020-06-15 📅
Datum des Beginns: 2021-03-01 📅
Datum des Endes: 2022-02-28 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2020/S 114-276993
ABl. S-Ausgabe: 114
Zusätzliche Informationen
Der Auftragnehmer ist zur Einhaltung der Vorgaben des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen verpflichtet. Bekanntmachungs-ID: CXPWYDZ9ZSB

Objekt
Umfang der Beschaffung
Beschreibung der Optionen:
1. Option der Verlängerung um 2 Mal jeweils ein weiteres Jahr (längstens bis zum 29.2.2024),
2. Am Standort der ehemaligen Pestalozzischule, Otto-Brenner-Str. 45, sind zurzeit aufgrund der Corona-Pandemie Personen zusätzlich in Systembauten untergebracht. Die dort untergebrachten Personen befinden sich z. B. in Quarantäne, gehören zu besonderen Risikogruppen oder können aus anderen Gründen vorübergehend nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden.
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Es ist für den AG nicht absehbar, ob zu Auftragsbeginn und ggf. wie lange die Systembauten an diesem Standort noch für die Unterbringung von Personen, insbesondere von Geflüchteten genutzt werden.
Am Standort Otto-Brenner-Str. müsste für eine eventuelle weitere Nutzung der Systembauten zusätzlich zu folgenden Zeiten ein weiterer Mitarbeiter eingesetzt werden (Aufstockung auf 2 Mitarbeiter):
Einsatzzeiten:
Montag bis Freitag von 16.00 Uhr bis 8.00 Uhr des Folgetages
(Präsenzzeit)
Samstag von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des Folgetages (Präsenzzeit)
Sonntag/Feiertag von 8.00 Uhr bis 8.00 Uhr des Folgetages (Präsenzzeit)
3. Im Vertragszeitraum besteht die Möglichkeit, dass aufgrund besonderer Vorkommnisse an von Flüchtlingen bewohnten Objekten Patrouillenfahrten durch den Sicherheitsdienst notwendig werden. Die Patrouillen sind in folgenden Fällen durchzuführen:
— Auftreten von Farbschmierereien/Graffity/gegen Flüchtlinge gerichtete Texte an den Objekten oder in unmittelbarer Umgebung der Objekte (Umkreis von 100 m)
—— Patrouillen für 14 Tage zu unregelmäßigen Zeiten, mindestens 3 Mal pro 24 Stunden;
— Beschädigungen der Objekte durch Fremdeinwirkung von außen, z. B. eingeworfene Fenster, Versuch unbefugten Zutritts mit Beschädigung der Eingangstür o. ä.
—— Patrouillen für 1 Monat zu unregelmäßigen Zeiten, mindestens 5 Mal bis zu 8 Mal pro 24 Stunden;
— Erscheinen von unbefugten Personen auf dem Grundstück oder im Gebäude mit gegen Fremde gerichteten Äußerungen oder Störung der Bewohner/innen des Gebäudes
—— Patrouillen für 1 Monat zu unregelmäßigen Zeiten, mindestens 5 Mal bis zu 8 Mal pro 24 Stunden.
In hier nicht aufgeführten, jedoch ähnlich gelagerten Einzelfällen entscheidet der Auftraggeber über die Notwendigkeit von Patrouillen und deren Häufigkeit und Dauer.
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Stadt Bielefeld

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Befähigung zur Berufsausübung:
— Eintragung in der Handels- bzw. Berufsgenossenschaftsregister;
— dreijährige betriebliche Praxis in der eigenständigen Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen;
— Einverständniserklärung zur Sicherheitsüberprüfung der Geschäftsführung;
— Ein aktuelles, zum Stichtag Ende der Angebotsfrist nicht älter als 3 Monate altes, polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragungen für jede/jeden Beschäftigte/n ist vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und in regelmäßigen Abständen, mindestens jährlich ab Beschäftigungsbeginn, anzufordern und dem AG unaufgefordert vorzulegen.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
1. Angabe, ob ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren eröffnet oder die Eröffnung beantragt worden ist oder der Antrag mangels Masse abgelehnt wurde oder ein Insolvenzplan rechtskräftig bestätigt wurde,
2. Angabe, ob sich das Unternehmen in Liquidation befindet,
3. Erklärung, dass nachweislich keine schwere Verfehlung begangen wurde, die die Zuverlässigkeit als Bewerber oder Bieter in Frage stellt,
4. Erklärung, dass die Verpflichtung zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung ordnungsgemäß erfüllt wurde,
5. Angabe, dass das Angebot in keinem Zusammenhang mit wettbewerbsbeschränkenden Abreden oder Vereinbarungen ähnlicher Art steht, sondern das Ergebnis eigenbetrieblicher Kalkulation und Preisbildung ist.
Technische und berufliche Fähigkeiten:
— Unternehmensbeschreibung;
— Vorlage von mindestens 3 Referenzen von ehemaligen oder aktuellen Auftraggebern für Aufträge der letzten 3 Jahre vorlegen, die einen Sicherheitsdienst in Unterkünften mit Präsenzzeiten beinhalten;
— eine gültige Gewerbegenehmigung nach § 34a Gewerbeordnung besitzen (eine Kopie der Gewerbegenehmigung ist dem Angebot beizufügen) und
— auf Grundlage dieser über eine betriebliche Praxis von mindestens 3 Jahren in der eigenständigen Erbringung von Sicherheitsdienstleistungen (SDL) verfügen, sowie
— in das Handels- bzw. Berufsgenossenschaftsregister eingetragen sein;
— Darüber hinaus muss die Geschäftsführung ihr Einverständnis erklären, dass betreffend ihrer Person(en) eine Sicherheitsüberprüfung analog den Vorgaben des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes durch die Sicherheitsorgane (Polizei und Verfassungsschutz) durchgeführt wird. In diesem Zusammenhang ist dem Angebot ein aktueller Handelsregisterauszug beizufügen sowie die vollständige Geschäftsführung namentlich mit Geburtsdatum und Geburtsort zu benennen.
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Mindeststandards: — Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001.
Auftragsausführung
Bedingungen für die Vertragserfüllung:
Bei der Auftragserfüllung muss der Anteil ehemaliger Langzeitarbeitsloser in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis bei dem eingesetzten Personal mindestens 10 % betragen. Nachweise hierüber sind mit jeder Abrechnung vorzulegen.
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Langzeitarbeitslose sind Arbeitslose, die ein Jahr oder länger arbeitslos sind
(§ 18 Ab. 1 Sozialgesetzbuch Drittes Buch).
Bei der Ermittlung des Personalanteils werden alle in diesem Auftrag tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrer individuellen Stundenzahl berücksichtigt.
Die besondere Ausführungsbestimmung gilt für die gesamte Laufzeit als erfüllt, wenn der/die für diesen Auftrag eingesetzte/n Langzeitarbeitslose/n während der Vertragslaufzeit oder innerhalb von 2 Jahren vor Vertragsbeginn eingestellt wurde/n und durchgehend für diese Leistung tätig ist/sind.
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Für jeden Monat, in dem die besondere Ausführungsbestimmung zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen nicht erfüllt ist, ist eine Vertragsstrafe von 5 % des monatlichen Auftragswertes vom Auftragnehmer zu entrichten. Eine festgesetzte Vertragsstrafe wird unmittelbar mit der Vergütung für die Leistungserbringung verrechnet.
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Wird diese Beschäftigungsquote bei Beginn bzw. aufgrund des Ausscheidens von Mitarbeitern während der Vertragslaufzeit nicht erfüllt, entfällt die Vertragsstrafe, wenn innerhalb von 3 Monaten diese Bedingung erstmals bzw. wieder erfüllt ist. Sollten die 3 Monate überschritten werden, wird die Vertragsstrafe rückwirkend erhoben.
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Sofern der Auftragnehmer belegen kann, dass ihm für den Zeitraum der Leistungserbringung trotz seiner Bemühungen geeignete Langzeitarbeitslose nicht vermittelt werden konnten, wird auf die Festsetzung einer Vertragsstrafe verzichtet. Hierzu ist jeweils eine entsprechende Bescheinigung des Jobcenters vorzulegen, die nicht älter als vier Wochen sein darf.
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Die Langzeitarbeitslosigkeit des im Auftrag eingesetzten Personals ist durch eine Bescheinigung des zuletzt zuständigen Jobcenters oder Agentur für Arbeit nachzuweisen. Diese Bescheinigung kann vom Mitarbeiter bei der ausstellenden Behörde angefordert werden. Die Bescheinigung ist zum Zeitpunkt der Einstellung beim Auftraggeber anzufordern. Fehlende Bescheinigungen gehen zu Lasten des Auftragnehmers.
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Der AN muss für jeden Beschäftigten die Abgabe einer Erklärung zum Datenschutz gemäß Bundesdatenschutzgesetz in seiner jeweils aktuellen Fassung vorweisen können.
Aktuelles, zum Stichtag Ende der Angebotsfrist nicht älter als 3 Monate altes, polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintragungen für jede/jeden Beschäftigte/n
Der AN muss für die gesamte Vertragslaufzeit eine Betriebshaftpflichtversicherung zu den nachfolgenden Risiken je Einzelschaden – d. h. je Schadensfall vorweisen können:
Schadensart: mindestens:
— Personenschäden (für einzelne Personen) 1 500 000,00 EUR;
— Sachschäden 1 000 000,00 EUR;
— Verlust von Schlüsseln 250 000,00 EUR;
— Vermögensschäden;
— Sowie Schäden gem. Bundesdatenschutzgesetz 250 000,00 EUR;
— Verlust bewachter Sachen 250 000,00 EUR.
Der Nachweis eines entsprechenden Versicherungsvertrages ist vom AN vor Vertragsabschluss durch Vorlage einer entsprechenden Bestätigung des Versicherungsunternehmens zu führen. Der Nachweis ist jährlich erneut vorzulegen.
Der AN haftet im Rahmen des § 276 BGB für Schäden, die durch das Verhalten seines Personals entstehen.

Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 10:00
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2020-12-31 📅
Datum der Angebotseröffnung: 2020-07-16 📅
Zeitpunkt der Angebotseröffnung: 10:00
Vergabekriterien
Qualitätskriterium (Bezeichnung): Referenzen
Qualitätskriterium (Gewichtung): 50 %
Preis (Gewichtung): 50 %

Öffentlicher Auftraggeber
Kontakt
Kontaktperson: Herr Sawatzky
Dokumente URL: https://www.vergabe-westfalen.de/VMPSatellite/notice/CXPWYDZ9ZSB/documents 🌏

Referenz
Zusätzliche Informationen
Der Auftragnehmer ist zur Einhaltung der Vorgaben des Tariftreue- und Vergabegesetzes Nordrhein-Westfalen verpflichtet.
Bekanntmachungs-ID: CXPWYDZ9ZSB

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammer Westfalen bei der Bezirksregierung Münster
Postanschrift: Albrecht-Thaer-Str. 9
Postort: Münster
Postleitzahl: 48147
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vergabekammer@bezreg-muenster.nrw.de 📧
Fax: +49 2514112165 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Gem. § 160 Abs.1 GWB leitet die Vergabekammer ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. Der Antrag ist gem. § 160 Abs. 3 Nr. 4 unzulässig, wenn der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichung des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat. Des Weiteren ist gem. § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB der Nachprüfungsantrag unzulässig, wenn mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
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Dienststelle, bei der Informationen über das Überprüfungsverfahren eingeholt werden können
Wie: Körper überprüfen
Quelle: OJS 2020/S 114-276993 (2020-06-12)
Ergänzende Angaben (2020-07-13)
Objekt
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Ergänzende Angaben
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Dienstleistungen von Sicherheitsdiensten 📦

Referenz
Daten
Absendedatum: 2020-07-13 📅
Einreichungsfrist: 2020-07-22 📅
Veröffentlichungsdatum: 2020-07-15 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2020/S 135-333243
Verweist auf Bekanntmachung: 2020/S 114-276993
ABl. S-Ausgabe: 135
Quelle: OJS 2020/S 135-333243 (2020-07-13)