Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Parchim beabsichtigt, in der Regimentsvorstadt eine neue Regionalschule für ca. 350 Schülerinnen und Schüler und für ca. 26 Lehrer/innen zu bauen. Neben der Schule sollen auf dem gleichen Areal eine Kindertagesstätte mit ca. 100 Plätzen für die Bereiche Krippe und Kindergarten und perspektivisch auch eine 2-Feld-Sporthalle für den Schul- und Freizeitsport mit max. 200 Zuschauerplätzen errichtet werden.
Der Schulneubau ist ein Ersatz- und funktionaler Erweiterungsbau für die bestehende Goethe-Regionalschule.
Bauherr für den Schulneubau und für die Sporthalle ist die Stadt Parchim. Der DRK-Kreisverband Parchim e. V. ist Träger und Bauherr der Kita.
Für die drei geplanten Bauvorhaben wurde ein Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem EU-weitem Teilnehmerwettbewerb und anschließender Verhandlungsvergabe durchgeführt.
Das zu beauftragende Architekturbüro wird kurzfristig mit der Planung für den Schulneubau beginnen, so dass zum voraussichtlichen Zeitpunkt der Auftragserteilung im Ergebnis des hiesigen Vergabeverfahrens unmittelbar mit der Fachplanung begonnen werden kann und soll.
Für das Bauvorhaben sind Fördermittel in Aussicht gestellt, die einen engen Zeitrahmen für die Umsetzung des Projektes vorgeben und keinen Planungsverzug zulassen.
Das im Architektenentwurf umgesetzte Raumprogramm gilt mit allen funktionalen Bezügen als Aufgabenstellung für die Fachplanung. Ferner gilt es, den Ansprüchen der Nutzer gerecht zu werden. Das Raumprogramm der Schule, das Aufgabenstellung für den Architekten war, ist als Anlage 1.1 beigefügt.
Erwartet werden Fachplanungen, die folgenden Maßstäben gerecht wird:
— moderne Formsprache, die sich dem architektonischen Entwurf anpasst;
— hohe nutzerfreundliche Qualität;
— energieeffiziente, umweltfreundlich-nachhaltige und funktionale Lösungen mit energetischem Konzept;
— hohes Maß an Wirtschaftlichkeit für Bauvorhaben und Folgekosten.
Die Fachplanungen beziehen sich auf das Schulgebäude und die zugehörigen Freiflächen.
Bezüglich der Außenanlagen sind Schnittstellen zur Kita „Forschergeist" (Nachbarbebauung und Nachbareigentum) zu beachten. Gleiches gilt für das aus heutiger Sicht deutlich zeitversetzt zur Ausführung kommende Bauvorhaben „Sporthalle".
Besonders beachtenswert sind die Anforderungen an Schulen mit spezifischer Kompetenz.
Als Handlungsorientierung dienen die „Empfehlungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für bauliche Investitionen für die Sanierung, den Umbau, die Erweiterung und den Neubau von Schulgebäude (Gebäude bzw. Bauteile)" vom 11.10.2017 (Anlage 1.2)
Zuschlagskriterien:
Insgesamt zu erreichende Punktzahl = 30, hiervon:
1. Vorstellungen zur aufgabenbezogenen Herangehensweise / Grundsatzüberlegungen zur Lösung – max. 5 Punkte, Wichtung 20 %,
2. Qualität er Personalplanung – max. 5 Punkte, Wichtung 15 %,
3. Maßnahmen zur Terminkontrolle und Terminsicherheit – max. 5 Punkte, Wichtung 10 %,
4. Qualität der Kostenplanung, Kostenverfolgungs- und Kostensicherungsmaßnahmen – max. 5 Punkte, Wichtung 10 %,
5. Qualität der Kommunikationsplanung – max. 5 Punkte, Wichtung 5 %,
6. Preis – max. 5 Punkte, Wichtung 40 %.
Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot, welches unter Berücksichtigung vorstehend genannter Kriterien und Wichtungen insgesamt den höchsten Punktwert erreicht.
Bei Punktgleichheit erfolgt der Zuschlag auf das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme.