Beschreibung der Beschaffung
Die Stadtwerke Dinslaken GmbH (im Folgenden SD genannt) beabsichtigt, ein Biomasseheizkraftwerk in Dinslaken zu errichten. Dieses Biomasseheizkraftwerk befindet sich derzeitig im Bau. Im Folgenden wird das Biomasseheizkraftwerk DHE genannt als Abkürzung für Dinslakener Holz-Energiezentrum.
Die SD ist Gesellschafter bei der Fernwärmeverbund Niederrhein Duisburg/Dinslaken GmbH & Co. KG (im Folgenden FVN genannt) und bei der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (im Folgenden FN genannt).
Die FVN betreibt die Fernwärmeschiene Niederrhein. Die Fernwärmeschiene Niederrhein (Primärnetz) erstreckt sich über rund 40 Kilometer zwischen Voerde, Dinslaken, Duisburg und Moers und versorgt die sekundärseitigen Netze der Fernwärmeversorgung Niederrhein GmbH (FN) und der Fernwärme Duisburg GmbH (im Folgenden FD genannt) mit Fernwärme.
Das DHE dient wesentlich der Wärmeerzeugung (zur Kompensation des Wärmebezuges aus dem Steinkohlekraftwerk in Walsum), die in das Fernwärmeverbundnetz der FVN und in das Fernwärmenetz Dinslaken der FN einspeisen soll.
Für den Transport der Wärme in die o. g. Fernwärmenetze sind neue Verbindungsleitungen erforderlich, eine Primärverbindungsleitung und eine Sekundärverbindungsleitung. Die Sekundärverbindungsleitung hat die Aufgabe die Wärme direkt aus dem DHE in das FN-Netz Dinslaken einzuspeisen. Diese Verbindungsleitung soll als Kunststoffmantelrohrleitung DN 350/560 ausgeführt werden.
Die Primärverbindungsleitung dient dazu, die Wärme direkt aus dem DHE in die Fernwärmeschiene Niederrhein zu fördern. Diese Verbindungsleitung soll als Stahlmantelrohr DN 300/600 ausgeführt werden.
Die Sekundärverbindungsleitung sowie die Primärverbindungsleitung sind in verschiedene Bauabschnitte eingeteilt und teils getrennt voneinander ausgeschrieben. Auf einem Teilstück von ca.
400m im Gewerk Tiefbau werden die Arbeiten für eine Parallelverlegung ausgeführt.
Die Rohrtrasse verläuft auf einem Teilstück von ca. 700 m parallel zueinander.
Die Primärverbindungsleitung erstreckt sich über das Stadtgebiet Dinslaken mit einer gesamt Trassenlänge von ca. 2 200 m.
Die Trasse verläuft startend in der Übergabestation an der Duisburger Straße. In Form einer grabenlosen Querung der Gleisanlage in Richtung der Trabrennbahn, die Pressung der Schutzrohre wird ca.15,00 m betragen. Der Verlauf der Trasse sieht vor, zwischen Geläuf der Trabrennbahn und Gleisanlage, in Richtung Heinrich-Nottebaum-Straße zu folgen. Auf dem Grundstück der Trabrennbahn an der Heinrich Nottebaum Straße läuft die Trasse weiter Richtung Bärenkampallee,
Von Bärenkampallee geht es durch die Parkanlage in Richtung der Schloßstraße.
Von Schloßstraße in Richtung der Hans-Böckler-Straße bis zur Eichenstraße. Die Hans-Böckler-Straße ist ebenfalls grabenlos in Form einer Pressung zu queren. Die Pressung für die Schutzrohre in diesem Bereich beträgt ca. 50,00 m.
Die Trasse verläuft weiter in östlicher Richtung auf der Eichenstraße in Richtung Gewerbegebiet „Drei Eichen“. Auf halber Strecke der Eichenstraße ist eine Schieberstation für die Primärverbindungsleitung auf Höhe des Parkplatzes des Kleingartenverein geplant. In die Station werden alle Leitungen geführt.
Der weitere Verlauf, von Ende der Eichenstraße bis zur Otto-Brenner-Straße, verläuft am Lärmschutzwall auf Seite der Buchenstraße bzw. der kleinen Parkanlage „Avegunst Spiel-/Bolzplatz.
Von Ende der Lärmschutzwand an der Otto Brenner Straße verläuft die Trasse südlich in Richtung Thyssenstraße. Ab dem Punkt Otto Brenner Straße läuft die Sekundärverbindungsleitung parallel mit,
Bis zum Eintritt Gebäude DHE auf der Thyssenstraße.
Eine weitere grabenlose Querung für alle Leitungen (Primärleitung 2x DN 300/600 (Schutzrohre 2x DN800), Sekundärleitung 2x DN 350/560 (Schutzrohre 2x DN800) und 4x Kabelschutzrohre DN125 (Schutzrohr 1xDN300)) erfolgt in Höhe der Einfahrt Garagenpark auf der Otto-Brenner-Straße. Die Pressung für die Schutzrohre in diesem Bereich beträgt ca. 14,00 m.
Die Trasse verläuft nach der Pressung im Grünstreifen in Richtung Thyssenstraße, von Einmündung der Thyssenstraße bis Grundstück DHE liegt die Primärverbindungsleitung auf der südlichen Seite der Fahrbahn (Richtung DHE von Otto-Brenner-Straße) und die Sekundärverbindungsleitung auf der nördlichen Seite der Fahrbahn (Richtung Otto Brenner Straße von DHE).
Die Verlegung der Rohrleitung auf dem Grundstück des DHE Geländes erfolgt im bauseits gestellten Graben bis Eintritt ins Gebäude.
Trassenlänge – Primärverbindungsleitung (gesamt einschl. parallel Verlegung) ca. 2 200,00 m
— Primärleitung / Sekundärleitung parallel Rohrbau ca. 700,00 m,
— Primärleitung / Sekundärleitung parallel Tiefbau ca. 400,00 m.
Die hier ausgeschriebenen Arbeiten beinhalten nur den Tiefbau der neuen Fernwärmetrassen. Der Rohrbau wird separat ausgeschrieben.
Die Arbeiten umfassen:
— Tiefbau von Duisburger Straße – Grundstücksgrenze DHE Thyssenstraße für Primärleitung,
— einschl. Tiefbau Doppelgraben für Sekundär/Primär Otto Brenner Straße,
— einschl. Tiefbau Thyssenstraße für Primärleitung,
— einschl. Tiefbau Thyssenstraße für Sekundärleitung,
— Pressung Gleisanlage Trabrennbahn,
— Pressung Hans-Böckler-Straße,
— Pressung Otto-Brenner-Straße.