Beschreibung der Beschaffung
I. Einordnung:
Die Auftraggeberin erarbeitet parallel zu den nachfolgend genannten Leistungen des zukünftigen Auftragnehmers ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) mit dem Zeithorizont 2040 in eigener Regie.
Insgesamt gibt es 4 Handlungsfelder, bei denen es teilweise zu Überschneidungen kommt:
— Mobilität;
— Umwelt und Klima;
— Siedlungs- und Freiraumstruktur und
— soziale Infrastruktur.
Die Auftraggeberin stützt das ISEK 2040 auf eine normative Zielprognose (Bevölkerung und Wohnbedarf), die aus dem Prognosekorridor ausgewählt wird. Die Fortschreibung dieser für alle Handlungsfelder maßgeblichen Basiszahlen wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 vorliegen und auch Aussagen zu den 5 maßgeblichen Siedlungsteilräumen treffen.
II. Seitens des zukünftigen Auftragnehmers zu erbringende Leistungen:
1. Erstellung VEP 2035:
Der zukünftige Auftragnehmer hat einen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) mit dem Zeithorizont 2035 zu entwickeln. Es sollen Zielsetzungen für die zukünftige Mobilität der Stadt (z. B. Radverkehr, Fußverkehr, ÖPNV, Elektromobilität, etc.) entwickelt werden, welche zuvor seitens der Auftraggeberin in Abstimmung mit allen Beteiligten und Betroffenen erarbeitet wurden.
Die Tätigkeit umfasst insbesondere:
— Bestandsaufnahme, Datenbeschaffung;
— Zustands- und Problemanalyse;
— Entwicklung von Prognosen/Szenarien über künftige Verkehrsentwicklung;
— Entwicklung eines integrierten Handlungskonzepts (Maßnahmenblätter, Kostenschätzung, Wirkung und Priorisierung);
— Erfolgs- bzw. Wirkungskontrolle (Evaluation);
— Abstimmung mit städtebaulicher Planung, Umweltplanung, anderen Beteiligten;
— ggf. Fortschreibung des VEP und des Handlungskonzepts.
Im Rahmen des VEP sollen u.a. Daten ermittelt werden, die im Zusammenhang mit:
— Mobilität mit Wechselwirkungen zu Klimaschutz/Umwelt im ISEK 2040 (s. u.);
— der einmaligen Fortschreibung des Klimaschutzberichts für die Hansestadt Stade;
— und parallel laufenden Vorhaben des Klimaschutzmanagements (sektorenspezifische CO-Reduktionsziele) benötigt und genutzt werden sollen.
2. Teilleistungen ISEK 2040:
Seitens des zukünftigen Auftragnehmers sollen aus dem zu erarbeitenden VEP 2035 parallel Konzepte zu den Handlungsfeldern „Mobilität" sowie „Umwelt und Klima" des ISEK 2040 abgeleitet werden. Die Aussagen zum Handlungsfeld „Umwelt und Klima" sollen sich dabei auf Wechselwirkungen mit dem Handlungsfeld „Mobilität" beschränken.
Im Rahmen der Konzepte sollen die entsprechenden Handlungsfelder bzw. Zielsetzungen, welche zuvor seitens der Auftraggeberin in Abstimmung mit allen Beteiligten und Betroffenen erarbeitet wurden, in wesentliche Maßnahmen für das ISEK 2040 umgesetzt werden (Zeithorizont 2030).
Aus dem Handlungsfeld „Umwelt und Klima" des ISEK 2040 ist dafür seitens des zukünftigen Auftragnehmers das folgende Themengebiet umzusetzen: Mobilität (Auswirkungen und Optimierungsstrategien).
Hinweis: Daneben umfasst das Handlungsfeld „Umwelt und Klima" insbesondere folgende Themengebiete, welche seitens der Auftraggeberin umgesetzt werden:
— Klimawandel (z. B. Anpassung der Lebensstile);
— Wasser, Boden, Luft, Abfall (z. B. Optimierung der Qualität von Ausgleichsmaßnahmen);
— Landwirtschaft (z. B. Nachhaltigkeit, Vertragsnaturschutz);
— Energie (z. B. CO-Reduzierung, Ziel Klimaneutralität);
— Bauen und Wohnen (z. B. Ressourcen schonendes Bauen, Energieeffizienz);
— Freiräume (z. B. Biodiversität, Freizeit und Wohlbefinden).
Die Handlungsfelder „Siedlungs- und Freiraumstruktur“ und „soz. Infrastruktur“ des ISEK 2040 werden ebenfalls von der Auftraggeberin erarbeitet und sind kooperativ mit den Auftragnehmer-Leistungen in mehreren Schritten abzustimmen.
Die genauen Leistungsanforderungen werden sich aus den Vergabeunterlagen ergeben, die den Bewerbern zur Verfügung gestellt werden, die zum
Verhandlungsverfahren zugelassen werden.