Werkzeugausstattung Zünderausbau fernbedienbar

Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr

Die Bedrohung durch nicht zur Wirkung gelangter Kampfmittel im gesamten Einsatzspektrum der Bundeswehr erfordert eine fernbedienbare Werkzeugausstattung zum Trennen (hier: Ausdrehen) des zündauslösenden Elements von der Wirkladung.
Die Trennung des Zünders vom übrigen Kampfmittel wird durch eine ferngezündete Rotati-onsbewegung des Zünderausdrehgerätes erreicht, welches zuvor auf den Zünder des Kampfmittels geklemmt wird.
Das eingeführte System „Zünderausdrehgerät ZAG DM1“ Vers. Nr: 1385-12-303-5490 ist seitens der Bundeswehr nicht mehr beschaffbar, so dass der weiterhin bestehende Bedarf der Truppe nur durch die Neubeschaffung von 53 Werkzeugausstattungen Zünderausbau fernbedienbar gedeckt werden kann. Dabei soll auf verfügbare, fertigentwickelte Produkte zurückgegriffen werden.
Eine Werkzeugausstattung Zünderausdrehvorrichtung besteht im Wesentlichen aus:
— 1 x Zünderausdrehgerät (ZAG),
— 1 x Werkzeugsatz für den Betrieb,
— 1 x Reinigungsset,
— 1 x Transportkoffer,
— 1 x Bedienungsanleitung,
— 1 x Satzliste.
Außerdem beinhaltet der vorgesehene Auftrag die Lieferung umfangreicher Dokumente zu Materialgrundlagen, Fertigungs- und Konstruktionsstandunterlagen sowie Prüf- und Abnahmedokumentationen.
Zur Erprobung werden dem Auftragnehmer die bereits in die Bw eingeführten Kartuschen Impuls, elektrisch, KI-DM102, Munitionsaustauschcode: MM59, Vers.Nr.: 1377-12-336-9721, 12,7 mm x 99, cal.50 vom Auftraggeber in ausreichender Anzahl bereitgestellt.
Ebenso stellt der Auftraggeber die Orte/Schießbahnen zur Erprobung wie auch für den Überdruckbeschuss (Über- und Unterwasser) bereit.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2021-01-14. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2020-11-19.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2020-11-19 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2020-11-19)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Ausrüstung für Sicherheitszwecke, Brandbekämpfung, Polizei und Verteidigung
Menge oder Umfang: 53 Ausstattungen
Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Ausrüstung für Sicherheitszwecke, Brandbekämpfung, Polizei und Verteidigung 📦

Verfahren
Verfahrensart: Verhandlungsverfahren
Angebotsart: Unbestimmt
Vergabekriterien
Niedrigster Preis

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Ministerium oder sonstige zentral- oder bundesstaatliche Behörde
Name des öffentlichen Auftraggebers: Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr
Postanschrift: Ferdinand-Sauerbruch-Straße 1
Postleitzahl: 56073
Postort: Koblenz
Kontakt
Internetadresse: http://www.evergabe-online.de/ 🌏
E-Mail: baainbwk2.2@bundeswehr.org 📧
Telefon: +49 261-400-14294 📞
Fax: +49 261-400-14222 📠

Referenz
Daten
Absendedatum: 2020-11-19 📅
Einreichungsfrist: 2021-01-14 📅
Veröffentlichungsdatum: 2020-11-24 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2020/S 229-565517
ABl. S-Ausgabe: 229
Zusätzliche Informationen
Die zur Nutzung der e-Vergabe-Plattform einzusetzenden elektronischen Mittel sind die Clients der e-Vergabe-Plattform und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform. Diese werden über die mit „Anwendungen“ bezeichneten Menüpunkte auf www.evergabe-online.de zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören für Unternehmen der Angebots-Assistenten (AnA) und der Signatur-Client für Bieter (Sig-Client) für elektronische Signaturen sowie das LV-Cockpit (www.lv-cockpit.de). Die technischen Parameter zur Einreichung von Teilnahmeanträgen, Angeboten und Interessensbestätigungen verwendeten elektronischen Mittel sind durch die Clients der e-Vergabe-Plattform und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform bestimmt. Verwendete Verschlüsselungs- und Zeiterfassungsverfahren sind Bestandteil der Clients der e-Vergabe-Plattform sowie der Plattform selber und der elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform. Weitergehende Informationen stehen auf https://www.evergabe-online.info bereit.
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Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Die Bedrohung durch nicht zur Wirkung gelangter Kampfmittel im gesamten Einsatzspektrum der Bundeswehr erfordert eine fernbedienbare Werkzeugausstattung zum Trennen (hier: Ausdrehen) des zündauslösenden Elements von der Wirkladung.
Die Trennung des Zünders vom übrigen Kampfmittel wird durch eine ferngezündete Rotati-onsbewegung des Zünderausdrehgerätes erreicht, welches zuvor auf den Zünder des Kampfmittels geklemmt wird.
Das eingeführte System „Zünderausdrehgerät ZAG DM1“ Vers. Nr: 1385-12-303-5490 ist seitens der Bundeswehr nicht mehr beschaffbar, so dass der weiterhin bestehende Bedarf der Truppe nur durch die Neubeschaffung von 53 Werkzeugausstattungen Zünderausbau fernbedienbar gedeckt werden kann. Dabei soll auf verfügbare, fertigentwickelte Produkte zurückgegriffen werden.
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Eine Werkzeugausstattung Zünderausdrehvorrichtung besteht im Wesentlichen aus:
— 1 x Zünderausdrehgerät (ZAG),
— 1 x Werkzeugsatz für den Betrieb,
— 1 x Reinigungsset,
— 1 x Transportkoffer,
— 1 x Bedienungsanleitung,
— 1 x Satzliste.
Außerdem beinhaltet der vorgesehene Auftrag die Lieferung umfangreicher Dokumente zu Materialgrundlagen, Fertigungs- und Konstruktionsstandunterlagen sowie Prüf- und Abnahmedokumentationen.
Zur Erprobung werden dem Auftragnehmer die bereits in die Bw eingeführten Kartuschen Impuls, elektrisch, KI-DM102, Munitionsaustauschcode: MM59, Vers.Nr.: 1377-12-336-9721, 12,7 mm x 99, cal.50 vom Auftraggeber in ausreichender Anzahl bereitgestellt.
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Ebenso stellt der Auftraggeber die Orte/Schießbahnen zur Erprobung wie auch für den Überdruckbeschuss (Über- und Unterwasser) bereit.
Referenznummer: Q / K2BJ / LA116 / KA282
Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Siehe Verzeichnis der Empfängeranschriften,, MunVersZ Nord, MunLgr Aurich

Rechtliche, wirtschaftliche, finanzielle und technische Informationen
Bedingungen für die Teilnahme
Frist für die Sicherheitsüberprüfung: 2021-08-02 📅
Befähigung zur Berufsausübung:
1. Der Bewerber hat das Bewerber-/Bieterunternehmen mit Firma und Anschrift sowie Angabe eines für das Verfahren zuständigen Ansprechpartners mit E-Mail, Telefon- und Faxnummer zu bezeichnen.
2. Der Bewerber hat mit dem Teilnahmeantrag Angaben zur Eigentümerstruktur zu machen.
3. Der Bewerber muss einen aktuellen Auszug aus dem Handelsregister, nicht älter als ein Jahr gerechnet ab dem Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge in Ziffer IV. 3.4) dieser Bekanntmachung einreichen.
4. Der Bewerber muss eine Kopie der Haftpflichtversicherungspolice in Höhe von mindestens 1 000 000,00 EUR dem Teilnahmeantrag beifügen.
5. Der Bewerber muss eine unterschriebene Eigenerklärung zum Nichtvorliegen zwingender oder fakultativer Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB (Formular BAAINBw-B-V 034) vorlegen.
6. Der Bewerber muss eine unterschriebene Eigenerklärung zum Schutz von Verschlusssachen durch den Bewerber/Bieter bei Aufträgen nach § 104 Abs. 3 GWB (Formular BAAINBw-B-V 031) einreichen.
7. Der Bewerber-/Bietergemeinschaftserklärung muss das Formular BAAINBw-B-V 047, ausgefüllt und von allen Mitgliedern der Bietergemeinschaft unterschrieben, vorlegen. Die Formulare stehen zum Download unter www.baainbw.de/ Vergabe/Unterlagen zur Angebotsabgabe bereit. Unterlagen in einer anderen als der Deutschen Sprache ist eine Übersetzung beizufügen.
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1. Der Bewerber hat die Unterauftragnehmer mit Firma und Anschrift zu nennen.
2. Der Bewerber hat einen aktuellen Auszug des Unterauftragnehmers aus dem Handelsregister, nicht älter als ein Jahr gerechnet ab dem Schlusstermin für den Eingang der Teilnahmeanträge in Ziffer IV.3.4.) dieser Bekanntmachung vorzulegen.
3. Der Bewerber hat eine unterschriebene Eigenerklärung des Unterauftragnehmers zum Nichtvorliegen zwingender oder fakultativer Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB (Formular BAAINBw-B-V 034) einzureichen.
4. Der Bewerber hat eine unterschriebene Eigenerklärung zum Schutz von Verschlusssachen durch Unterauftragnehmer bei Aufträgen nach § 104 Abs. 3 GWB (Formular BAAINBw-B-V 032) vorzulegen. Die Formulare stehen zum Download unter www.baainbw.de/ Vergabe/Unterlagen zur Angebotsabgabe bereit. Unterlagen in einer anderen als der Deutschen Sprache ist eine Übersetzung beizufügen.
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Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit:
1. Der Beweber muss durch formlose Eigenerklärung zum Nachweis seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit seinen Gesamtumsatz der letzten 5 Geschäftsjahre (mindestens einen Durchschnitt von 500 000,00 EUR pro Jahr) vorlegen.
Keine gefordert
Technische und berufliche Fähigkeiten:
1. Der Bewerber muss die Befähigung zur Projektdurchführung durch formlose Eigenerklärung nachweisen. Dazu sind in einem Organigramm, mindestens die Projektleitung, die Konstruktion, die Produktion, die Arbeitssicherheit, den Umweltschutz, die Qualitätssicherung, mit den Personalumfängen und deren Qualifikation darzustellen.
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2. Durch den Bewerber ist der Nachweis zu erbringen, dass er bereits EOD Geräte für Kampfmittelabwehranwendungen an die Bundeswehr oder an Militär anderer Nato Staaten oder an Militär anderer EU-Staaten oder die Polizei geliefert hat. Dazu sind mindestens drei Referenzprojekte aus den letzten 5 Jahren aufzuführen. Die Referenzaufträge müssen noch nicht abgeschlossen sein, aber mindestens ein Jahr laufen.
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Folgende Angaben sind pro Referenz zu machen:
— Kurze Darstellung der Referenztätigkeit einschließlich des Auftraggebers (mit Einstufung als öffentlich bzw. privat), Vertragsnummern, Leistungsort, Leistungszeitraumes, eingesetzten Personals (Anzahl und Qualifikation), Auftragswerts (ca. Angaben bzw. Größenordnungen ausreichend);
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— Benennung eines Ansprechpartners beim Referenzgeber mit Name, Adresse und Telefonnummer.
3. Der Bewerber muss durch formlose Eigenerklärung bestätigen, dass künftige Instandsetzungsarbeiten des zu Beschaffenden Bundeswehrgerätes innerhalb der EU erfolgen werden.
Hinweis: Der Bewerber kann sich zum Nachweis seiner wirtschaftlichen und finanziellen sowie technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit (Eignung) der Fähigkeiten Anderer Unternehmen (Dritter/Nachunternehmer/Konzernverbundener Unternehmen) bedienen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zwischen ihm und diesem Unternehmen bestehenden Verbindungen (sog. Eignungsleihe). Zum Nachweis der Eignung hat der Bewerber diese Dritten in seinem Teilnahmeantrag zu benennen und die in in Ziffer III.2.3) dieser Bekanntmachung genannten Angaben/Erklärungen/Nachweise auch für diesen Dritten in dem Umfang vorzulegen, in dem er sich auf dessen Fähigkeiten beruft. Mit dem Teilnahmeantrag ist der Nachweis zu erbringen, dass ihm dieser Dritte mit den erforderlichen Mitteln für das Erbringen der Leistungen zur Verfügung steht. Hierfür ist eine durch den Dritten unterzeichnete Verpflichtungserklärung vorzulegen. Soweit Eigenerklärungen verlangt werden, sagt der Bewerber zu, Nachweise auf Verlangen spätestens vor Zuschlagserteilung vorzulegen. Der Auftraggeber behält sich vor, eine Wirtschaftsauskunft/einen Gewerbezentralregisterauszug über den Bewerber einzuholen.
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Auftragsausführung
Geforderte Kautionen und Garantien: Keine
Wichtigste Finanzierungsbedingungen und Zahlungsmodalitäten und/oder Verweis auf die einschlägigen Bestimmungen, die sie regeln: Siehe Vergabeunterlagen.
Rechtsform der Gruppe von Wirtschaftsteilnehmern, an die der Auftrag vergeben werden soll: Gesamtschuldnerisch haftend
Sonstige besondere Bedingungen:
— formlose Eigenerklärung, dass nur Personen mit der Auftragsdurchführung betraut werden, bei denen eine Sicherheitsüberprüfung nach dem Sicherheitsüberprüfungsgesetz (SÜG) durchgeführt wurde bzw. bis zum 31.3.2020 wird (siehe Ziffer III.1.5).
— formlose Eigenerklärung, dass für die elektronische Kommunikation auf Aufforderung des Auftraggebers das Verschlüsselungsprogramm Chiasmus genutzt wird.
— Der Bewerber muss in einer formlosen Eigenerklärung bestätigen, dass für die Abwicklung der Verträge und die Kommunikation mit dem Auftraggeber nur Personal vorgesehen ist, das die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrscht.

Verfahren
Sprachen
Sprache: Deutsch 🗣️

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Nationale Registrierungsnummer: Q K2BJ LA116 KA282
Kontakt
Kontaktperson: BAAINBw K2.2
URL der Teilnahme: http://www.evergabe-online.de/ 🌏
URL der Dokumente: http://www.evergabe-online.de/ 🌏

Referenz
Daten
Datum des Beginns: 2021-11-08 📅
Datum des Endes: 2021-11-15 📅
Zusätzliche Informationen
Die zur Nutzung der e-Vergabe-Plattform einzusetzenden elektronischen Mittel sind die Clients der e-Vergabe-Plattform und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform. Diese werden über die mit „Anwendungen“ bezeichneten Menüpunkte auf www.evergabe-online.de zur Verfügung gestellt. Hierzu gehören für Unternehmen der Angebots-Assistenten (AnA) und der Signatur-Client für Bieter (Sig-Client) für elektronische Signaturen sowie das LV-Cockpit (www.lv-cockpit.de).
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Die technischen Parameter zur Einreichung von Teilnahmeanträgen, Angeboten und Interessensbestätigungen verwendeten elektronischen Mittel sind durch die Clients der e-Vergabe-Plattform und die elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform bestimmt. Verwendete Verschlüsselungs- und Zeiterfassungsverfahren sind Bestandteil der Clients der e-Vergabe-Plattform sowie der Plattform selber und der elektronischen Werkzeuge der e-Vergabe-Plattform.
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Weitergehende Informationen stehen auf https://www.evergabe-online.info bereit.

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemomblerstraße 76
Postort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland 🇩🇪
E-Mail: vk@bundeskartellamt.bund.de 📧
Telefon: +49 2289499-0 📞
Fax: +49 2289499-163 📠
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
§ 160 GWB Einleitung, Antrag:
(1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein.
(2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 GWB durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht.
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(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:
1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 GWB bleibt unberührt,
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2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden,
4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.
Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2 GWB. § 134 Absatz 1 Satz 2 GWB bleibt unberührt.
§ 134 GWB Informations- und Wartepflicht
§ 135 Unwirksamkeit
Quelle: OJS 2020/S 229-565517 (2020-11-19)