Beschreibung der Beschaffung
Die Regiomed-Kliniken setzen im Medizinischen Schreibdienst derzeit einen hochgradig manuellen bzw. analogen Prozess mit zahlreichen Schnittstellen, Wege- und Liegezeiten ein.
Ziel ist der Übergang von manuellen Tastatureingaben hin zu digitaler Spracherkennung im gesamten Krankenhaus.
Die Diktiergeräte sollen folgende Funktionen erfüllen:
— Priorisierungs- und Bemerkungsfunktionen bei der Aufnahme,
— Selbstlernende Spracherkennung,
— Unterbrechungsfunktion von Diktataufnahmen,
— Aufnahmerecorder und Upload-Center können mehrere Diktatserver gleichzeitig bedienen,
— Anzeige von abteilungs- und dokumentenbezogenen Diktierhilfen bei der Aufnahme,
— Aufruf von Recorder-, Wiedergabe- und Uploadfunktion aus dem KIS via URL,
— Vollintegration in ORBIS,
— Integration in Standardanwendungen wie Browser und Office Produkte.
Die Digitale Spracherkennung muss eine Anbindung an das KIS, ORBIS, sicherstellen, um eine eindeutige Zuordnung zum jeweiligen Patienten zu gewährleisten.
Es soll wie bisher die Möglichkeit bestehen, in die Arztbriefe/Befunde im ORBIS befindliche parametrisierte Dokumentationen zu Diagnosen, Funktionsdiagnostik, Befunden etc. zu übernehmen. Dabei ist es ausreichend wenn auf Art, Umfang und Zielort der Datenübernahme in der digitalen Spracherkennung hingewiesen wird.
Ein reibungsloser Betrieb auch bei zahlreichen gleichzeitig stattfindenden Diktaten muss für die insgesamt ca. 600 Anwender gewährleistet sein.
Die Software muss in die IT-Umgebung der Regiomed-Kliniken GmbH eingebettet werden und funktionieren.
Der Betrieb der Anwendung soll On-Premises erfolgen. Die Einhaltung des Datenschutzes nach BayKrG: Art. 27 muss vom Hersteller gewährleistet werden.
Die inbetriebnahmefähige Infrastruktur der Digitalen Spracherkennung soll möglichst bereits bis zum 1.3.2021 etabliert sein. Sofern das Customizing und die allgemeine Infrastruktur der Digitalen Spracherkennung für eine produktive Nutzung vorgebereitet sind, ist eine schrittweise Aufschaltung/Integration der Einrichtungen in einer gestaffelten Umstellung auf die digitale Spracherkennung möglich und wird über einen Zeitraum von 5 Monaten angestrebt. Dabei soll über erste Pilotprojekte, beginnend mit dem 22.2.2021 mit einer Fachabteilung pro Standort die Umsetzung in den Einrichtungen beschleunigt werden. Für die Pilotphase sind 2 Wochen angesetzt, anschließend eine zwei-wöchige Evaluationsphase, bis die erste Umstellung im Klinikum Lichtenfels begonnen wird. Die Pilotstationen in den übrigen Einrichtungen sollen weiter betrieben werden.
Als Zeitrahmen für die Umstellung der einzelnen Häuser nach der ersten Einrichtung sind dabei folgende Zeiträume geplant:
1. Klinikum Lichtenfels – 1.3.2021-31.3.2021,
2. Klinikum Hildburghausen – 1.4.2021-15.4.2021,
3. MEDINOS-Kliniken – 16.4.2021-15.5.2021,
4. Klinikum Coburg & Neustadt – 16.5.2021-30.6.2021.
Ziel ist es, die digitale Spracherkennung bis zum 30.6.2021 vollständig umzusetzen.