Beschreibung der Beschaffung
Allgemeine Beschreibung des Gesamtvorhabens:
0. Allgemeines:
Der Platzbedarf der speziellen Komponenten ist mit den Betreibern abzustimmen, es dürfen weder das vertäuen der Schiffe noch der Ladungsumschlag durch die neuen Anlagen behindert werden.
Die 20 kV Stromeinspeisungen für die neuen Umformeranlagen (UA) gehören nicht zum Planungsumfang.
Die rauen Umgebungsbedingungen an der Nordseeküste (Tide, Sturm, Salzwasser, salzhaltige Luft) sind zu beachten. Notwendige technische Veränderungen am Kajenbauwerk z. B. bedingt durch Massen von Umformerstationen und mobiler Gerätschaften oder einzubringender Kabelschächte sind zu berücksichtigen.
Etwaige Einflüsse (zb. Korrosion) der Planungsmaßnahmen auf die Kaje sind zu beachten.
1. Landstromversorgung von Containerschiffen an der Stromkaje
— die Stromkaje soll mit 2 Landstromanschlüssen ausgerüstet werden,
— die Liegeplätze sind überflutungssicher, der Tidenhub von ca. 4 m ist zu beachten,
— auf dem Containerterminal sind 2 mit 20 kV 50Hz betriebene UA neu zu errichten.
Ggf. werden die UA in einem gemeinsamen Gebäude untergebracht.
— Sie sollen Schiffe mit jeweils 7,5 MVA 6,6 kV (umschaltbar) 50 Hz/60 Hz versorgen können.
Die Energie wird von den Anlagen über Kabel und geeignete Anschlusssysteme an die Schiffsliegeplätze gebracht.
Um die Flexibilität an den Liegeplätzen zu erhalten, sollen die Energiezuführungen mit mehr als einem Anschlusspunkt oder positionell flexibel ausgeführt werden.
Es verlaufen Kranbahnschienen parallel zur Kajenkante, die Containerbrücken, Poller und ähnliches schränken den vorhandenen Bauraum ein. Die unterhalb der Kaje befindliche Wellenkammer (nicht überflutungssicher) kann für Installationen genutzt werden.
2. Landstromversorgung von RoRo-Schiffen am Automobil-Terminal:
— ein Landstromanschluss für RoRo-Schiffe soll am Ostufer des Nordhafens entstehen,
— er befindet sich im Binnenteil des Hafens und ist nicht tidenabhängig,
— auf dem Betriebsgelände im Bereich Nordhafen ist eine mit 20 kV 50 Hz betriebene UA neu zu errichten,
— sie soll ein Schiff mit 6,5 MVA 6,6 kV/11kV (umschaltbar) 50 Hz/60 Hz versorgen können.
Die Energie wird von der UA über Kabel und ein geeignetes Anschlusssystem an den Schiffsliegeplatz gebracht. Um die Flexibilität an dem Liegeplatz zu erhalten, soll die Energiezuführung mit mehr als einem Anschlusspunkt oder positionell flexibel ausgeführt werden.
Das Befahren der Kaianlage mit den zu verschiffenden Fahrzeugen, die Auffahrrampen der RoRo-Schiffe, Poller und ähnliches sind bei der Planung zu berücksichtigen.
3. Landstromversorgung von Kreuzfahrtschiffen an der Columbuskaje
— Ein Landstromanschluss für Kreuzfahrtschiffe soll an der Columbuskaje entstehen,
— die Liegeplatz ist nicht überflutungssicher, der Tidenhub von ca. 4 m ist zu beachten,
— auf der „Columbusinsel“ ist eine mit 20 kV 50 Hz betriebene UA neu zu errichten,
— Sie soll ein Schiff mit 16 MVA 6,6 kV/11 kV (umschaltbar) 50 Hz/60 Hz versorgen können.
Die Energie wird von der UA über Kabel und ein geeignetes Anschlusssystem an den Schiffsliegeplatz gebracht. Um die Flexibilität an dem Liegeplatz zu erhalten, soll die Energiezuführung mit mehr als einem Anschlusspunkt oder positionell flexibel ausgeführt werden.
Die Columbuskaje wird in den nächsten Jahren verbreitert. Die vorhandenen Landungsstege, Poller und ähnliches schränken den Bauraum ein. Die Kaje wird als Ausrüstungskai genutzt.
Am Kreuzfahrtterminal sind insbesondere auch „Design-Aspekte“, wie z. B. das optische Einfügen der neuen Anlagen in die vorhandene Bebauung, zu beachten.
4. Landstromversorgung von Forschungsschiffen im Fischereihafen:
— ein Landstromanschluss für Forschungsschiffe soll im Fischereihafen vor dem Thünen Institut entstehen,
— dieser befindet sich im Binnenteil des Hafens und ist nicht tidenabhängig,
— das zu versorgende Forschungsschiff existiert noch nicht, die elektrischen Anschlusswerte sind mit einem Mittelspannungsanschluss derzeit in der Planung.