Beschreibung der Beschaffung
Der Auftrag beinhaltet für die Dachsanierung des Rathaus Spandau Architektenleistungen entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 3 Objektplanung Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume. Es ist beabsichtigt, die Leistungsphasen 1 bis 8 gemäß § 34 ganz oder teilweise sowie Besondere Leistungen zu vergeben. Die Beauftragung erfolgt gemäß Vertragsmuster Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschl. AVB. Die Leistungen werden stufenweise, zunächst bis zur Leistungsstufe 1 (LP 1 und 2) beauftragt.
Das Hauptgebäude des Rathauses ist, bis auf den Übergang zum Nebengebäude, freistehend. Das Nebengebäude grenzt an die Warenhausbebauung in der Carl-Schurz-Straße und ist von 3 Seiten freistehend. Der rechteckige Bau besitzt 3 symmetrische Höfe und wird von einem hohen Mansarddach überwölbt. Das Hauptgebäude besitzt 7 Geschosse und 5 Turmgeschosse. Das Nebengebäude beinhaltet insgesamt 6 Geschosse. Beide Gebäudeteile sind unterkellert.
In dem nördlichen Bereich des Rathauses bedarf es eine Sanierung der Gauben, evtl. eine Erneuerung einzelner Bereiche des Dachstuhls, Innenausbau, statische Ertüchtigung der Decke des 3. Obergeschosses sowie Schaffung barrierefreier Voraussetzung. (Grundrisse etc. des südlichen Teils werden zur Verfügung gestellt und dienen als Orientierung.)
Es handelt sich um Mansarddächer, die miteinander verbunden sind, und um ein niedrigeres Flachdach. Das Dach ist bis auf den Spitzboden ausgebaut. Es müssen die vorliegenden Brandschutzgutachten, Brandschutzkonzept fortlaufend ergänzt werden. Es liegen teilweise Holzschutzgutachten, Schadstoffgutachten, ein bauphysikalisches Gutachten und das artenschutzrechtliche Gutachten vor, diese müssen jedoch aktualisiert und/oder ergänzt werden.
Nachhaltige Modernisierung
Durch die nachhaltige Modernisierung mit Verbesserung der Energiebilanz wird angestrebt, die Bewirtschaftungskosten für das Gebäude langfristig zu senken. Bestandteil ist eine energetische Modernisierung und Erneuerung aller Fenster und Sonnenschutzanlagen.
Herstellung Barrierefreiheit
Mit der Herstellung barrierefreier Voraussetzung soll nicht nur die Teilhabe von behinderten Menschen gestärkt werden, sondern auch dem demographischen Wandel und der damit einhergehenden stark alternden Gesellschaft Rechnung getragen werden.
U.a. folgende Aufgaben sind Bestandteil der Maßnahme:
— Erstellung einer vollständigen Bestandsaufnahme der zu sanierenden Bereiche, Ergänzung der vorhandenen Bestandspläne, Grundlagenermittlung,
— Erstellung VPU/BPU,
— Ggf. Erneuerung der Dacheindeckung in einigen Bereichen,
— Rücksprache mit der Denkmalschutzbehörde,
— Verstärkung der Decken, Schützen der Dachträger, Beachtung Korrosionsschutz,
— Wirtschaftlichkeitsberatung,
— Aufstellung Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung,
— Vorbereitung der Vergabe,
— Abstimmung mit dem AG und Nutzer,
— Ggf. Berücksichtigung statischer Ertüchtigungen im 3. OG,
— Sanierung Dach und Gauben in einigen Bereichen,
— Erneuerung Dachstuhl, Innenausbau, statische Ertüchtigung der Decke des 3. OG und Schaffung barrierefreier Voraussetzung,
Vorliegende Gutachten:
— Bauhistorisches Gutachten (wird z.Z. für den südl. BA I erstellt),
— Holzschutzgutachten (ist z.T. erstellt, muss erweitert werden),
— Statische Bewertung des (südlichen) Daches und der Decke unter dem Dachgeschoß,
— Energetisches Gutachten (für südl. Teil vorhanden, muss für nördl. Teil zeitnah aktualisiert werden),
— Schadstoffgutachten (für südl. Teil vorhanden, muss für nördl. Teil zeitnah aktualisiert werden),
— Ornithologisches Gutachten (für südl. Teil vorhanden, muss für nördl. Teil zeitnah aktualisiert werden),
Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Architektenleistungen einschließlich AVB (abrufbar unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben).
Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.