Kurze Beschreibung
In Vorbereitung umfangreicher Baumaßnahmen zur Erweiterung des Max-Planck-Institutes für Mikrostrukturphysik Halle ist es erforderlich, einen umfangreichen Baubestand abzubrechen, unterirdische Medienführungen auszubauen und Freiflächen zu entsiegeln. Die dabei mobilisierten Bauabfälle sind bis zur Entsorgung bzw. Verwertung im Baufeld vorzuhalten. Die für die Beseitigung aller Bauwerke erforderlichen Bauleistungen sind:
— Beräumung,
— Demontage,
— Entkernung,
— Abbruch,
— Entsorgung.
Die Maßnahme umfasst folgende Leistungen:
Abbruch Haus A mit Brücke zum Haus B:
Das zwischen 1968 und 1970 in Massivbauweise errichtete, an einen leichten Hang gebaute Bestandsgebäude A, wurde im Jahr 1997 renoviert. Es besteht aus 4 Ebenen. Die zum Gebäude B führende Brücke besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Glasverkleidung.
— Umbauter Raum: ca. 12 000 m
Abbruch Haus T:
Das aus Stahlbeton und Stahlbetonfertigteilen errichtete Haus T besteht aus Erd- und Obergeschoss mit Attika und Flachdach und wurde im Jahr 2010 gebaut. Das Gebäude liegt einen Meter unter GOK an einen leichten Hang. Im Obergeschoss befinden sind 2 Kältemaschinen. Auf dem Dach stehen 3 Verflüssiger/Rückkühler auf Ortfundamenten.
— Umbauter Raum: ca. 1 000 m
Freiflächenentsiegelung:
Auf einer Gesamtfläche von ca. 700 m sind Gehwege, Parkplätze und Zufahrten zu entsiegeln.
Auszubauen sind Betonpflaster, Kopfsteinpflaster, Hoch- und Tiefborde sowie die Bettungen aus Sand,
Kiessand, Schotter oder Magerbeton.
Abbruch Unterflurbestand Kabel.
Auszubauen sind unterirdisch verlaufende, teilweise in Schutzrohren verlegte Kabel (Elektroleitungen, Daten-, Telefon-, und MRS-Leitungen, Batteriekabel), Kabelfädelschächte und Lampen. Die Kabel liegen teilweise bis in 2 Meter Tiefe. Das Ausbauvolumen des zu lösenden und seitlich zu lagernden Boden beträgt ca. 1100 m.
Abbruch Unterflurbestand Kanalisationen:
Im Baufeld sind über ca. 200 m kanalisierte Medien inklusive Sammel- und Kollektorschächten auszubauen.
— Tiefe: ca. 2 m, Schächte bis 5 m.
Das Ausbauvolumen des zu lösenden und seitlich zu lagernden Boden beträgt ca. 800 m.
Abbruch Abfallsammelstelle:
Die in offener Bauweise ausgeführte Abfallsammelstelle besteht aus Betonfertigteilen. Sie schließt nach oben mit einer Wellblech überdachten Stahlrahmenkonstruktion ab, die auf Stahlträgern ruht, die im Beton eingelassen sind. Die Abfallsammelstelle ist auf einer Fläche von ca. 45 m mit einem 10 cm starke Betonpflaster versiegelt.
Abbruch Rechnercontainer:
Der Rechnercontainer besteht aus 2 Modulen, dem kleineren Technikcontainer mit Versorgungseinrichtungen und dem größeren Hardwarecontainer mit den Servereinheiten.
Der kleinere Container ist 7 m lang und ca. 3,2 m breit, so dass sich eine Grundfläche von 22,4 m ergibt.
Der zweite Container hat mit 10,5 m Länge und ca. 3,5 m Breite eine Grundfläche von ca. 37 m. Die Höhe beider Container beträgt 3,5 m.
Die Container sind Stahlrahmenkonstruktionen, deren Wände aus Trapezblech bestehen und die mit Mineralwolle gedämmt sind. Den inneren Abschluss bilden Gipskartonplatten sowie andere Verkleidungselemente.
Beide Container sind zu ca. 85 % mit elektronischen Komponenten ausgefüllt.
Abbruch Fahrradunterstand
Entsorgungsbedarf:
Zu entsorgen sind hauptsächlich:
— Beton bis Z2 2 300 t,
— Ziegel bis Z2 1 400 t,
— Mineralische Gemische 1 200 t,
— Boden und Steine (Erdaushub, Kiese) 5 000 t,
— Altholz der Kategorie IV 55 t,
— Bitumengemische 20 t,
— Kohlenteer und teerhaltige Produkte 0,1 t,
— Eisen und Stahl 61 t,
— Gliederheizkörper mit Asbestdichtungen,
— Kabel 10 t,
— Dämmmaterial, das aus gefährlichen Stoffen besteht 11 t,
— Baustoffe auf Gipsbasis 10 t,
— Sperrmüll 10 t,
— Gemischte Bau- und Abbruchabfälle 115 t,
— Kunststoff 13 t,
— gebrauchte elektrische und elektronische Geräte 30 t,
— Leuchtstoffröhren 2,2 t,
— Kühlflüssigkeit unbekannt.