Beschreibung der Beschaffung
1. Angaben zur Baumaßnahme
Allgemeine Beschreibung: (z.B. Ort/Lage/Geschichte)
Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Aufgaben des Amtes sind vor allem die wissenschaftliche Unterstützung der Bundesregierung, der Vollzug von Umweltgesetzen und die Information der Öffentlichkeit zum Umweltschutz.
Das Umweltbundesamt mit Hauptsitz in Dessau ist auf sechs große Standorte deutschlandweit verteilt, davon vier Laborstandorte und zwei Bürostandorte. Eine Niederlassung befindet sich im Schichauweg 58 in Berlin-Marienfelde (Liegenschaft der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben - BImA) und besteht aus acht Gebäuden. Diese wurden in einem Zeitraum von 1978 bis 2013 errichtet.
Bei dem sogenannten „Neuen Laborgebäude“ (NLS) des Umweltbundesamtes im Schichauweg 58 in Berlin-Marienfelde handelt es sich um ein bestehendes Laborgebäude, welches von den Architekten Rave und Partner geplant und in den Jahren 1991-1992 errichtet wurde. Das Gebäude wird als Laborgebäude mit den dazugehörenden Büroräumen genutzt.
Bei dem Gebäude handelt es sich um eine annähernd 50 m lange und 22 m breite 5-geschossige bauliche Anlage. Die Brutto-Grundfläche (BGF) über alle Geschosse beträgt ca. 5.400 m². Konstruktiv besteht das Gebäude aus einem inneren aussteifenden Kern und die Außenzonen sind in Skelettbauweise ausgeführt. Lediglich die Treppenhäuser an Nord- und Südseite haben feuerbeständige Umfassungswände.
Das Neue Laborgebäude soll im laufenden Betrieb, abschnittweise saniert werden.
Eine kurzfristige Beseitigung von diversen Brandschutzmängeln ist erforderlich.
Die Brandschutzmängel wurden in einer Brandverhütungsschau festgestellt. Basierend auf dieser Brandverhütungsschau wurde ein Sanierungskonzept vorbereitet, welches jetzt umzusetzen ist.
Hierbei stehen Austausch der Brandschutzklappen der Lüftungsanlage und die fachgerechte Schottung der Leitungsführung durch Decken und Wände im Vordergrund.
Abschließend soll ein neues Brandschutzkonzept erstellt werden.
Die bei der Brandschutzsanierung zu entsorgenden Baustoffen sind schadstoffhaltig. Diese müssen vorschriftsgemäß entsorgt werden.
Leitungen der technischen Ausrüstung müssen zum Teil um verlegt werden, damit der Betrieb aufrechterhalten werden kann, um Brandschotts fachgerecht ausführen zu können.
Die aktuellen Raumnutzungen entsprechen zum Teil nicht den Genehmigungsunterlagen. Bestandteil der Leistung ist daher die „Änderung der genehmigten Nutzungsart“ (Bauantrag) in Abstimmung mit der Genehmigungsbehörde und dem Nutzer.
- Auftraggeber/Nutzer:
Auftraggeber: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA)
Nutzer: Umweltbundesamt
- Gebäudenutzung:
Labor- und Büronutzung
42 Labore
27 Büros
- Art der Baumaßnahme:
Sanierung
- BGF:
4.725 m² (zu sanierender Anteil der Gesamt BGF)
- Projektkosten (netto) für KG 200-400 gem. DIN 276: 1.111.000 €
KG 200 - 194.000 €
KG 300 - 452.000 €
KG 400 - 465.000 €
- Projektdauer:
4. Quartal 2021 bis 4. Quartal 2022
2. Gegenstand des Auftrages
- Leistungsbereich:
Generalplanung mit:
- Objektplanung gem. § 33 ff HOAI
- Fachplanung Technische Ausrüstung gem. § 53 ff HOAI
in den Anlagengruppen 1, 2, 3, 4, 5, 7 und 8
- Leistungsbild:
Objektplanung gem. § 34 ff HOAI in den LPH 2-8 (LPH 9 optional) gem. § 33 ff HOAI und
Besondere Leistungen
Fachplanung Technische Ausrüstung LPH 2-8 (LPH 9 optional) gem. gem. § 53 ff HOAI und
Besondere Leistungen
Planung Brandschutzsanierung sowie Erstellung Brandschutzkonzept
Planung Schadstoffsanierung sowie Schadstoffbegutachtung
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination
- Laufzeit des Vertrags / der Rahmenvereinbarung (ab Auftragsvergabe):
Laufzeit in Monaten: 14 (LPH 2-8)
Optional Laufzeit in Monaten: 48 (LPH 9)
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht.