Beschreibung der Beschaffung
1 Angaben zur Baumaßnahme
Allgemeine Beschreibung:
Es handelt sich um die Sanierung eines denkmalgeschützten ehemaligen Labor- und Verwaltungsgebäudes sowie um einen daran anschließenden Neubau. Der Neubau ist als reines Laborgebäude zu errichten, der Altbau wird zukünftig als Verwaltungsgebäude genutzt. Die Gebäude sind so zu errichten bzw. umzubauen, dass sowohl beide Gebäude vom Erstnutzer zusammenhängend genutzt werden können wie auch eine anschließende gebäude- und geschossweise getrennte Nutzung gewährleistet ist. Haus 1 ist die liegenschaftsinterne Bezeichnung des Größten der aktuell 26 vorhandenen Gebäude auf dem sogenannten Dahlemer Dreieck, das ab 1910 für das damalige kaiserliche Gesundheitsamt errichtet wurde. Seit 2013 ist ein Großteil der Gebäude, so auch Haus 1, ungenutzt. Das Gebäude wird seither frostfrei gehalten, die bauliche Substanz ist gut erhalten, die technischen Anlagen jedoch komplett abgängig.
Der Altbau (Haus 1) wurde ab 1911 als spiegelsymmetrische Anlage geplant. Es wurde jedoch nur der Ostflügel mit Kopfbau sowie der Mittelbau, in dem sich das Haupt-Treppenhaus, das von einem Turmaufbau gekrönt wird, errichtet. Der westliche Flügel wurde in den 1960ern im damaligen Baustil errichtet. Dieser wird nach Schadstoffentsorgung komplett rückgebaut und durch den zu planenden Neubau ersetzt. Dieser Rückbau ist nicht Teil der hier zu vergebenden Leistung.
Es wird angestrebt das Gesamtgebäude (Haus 1 = Alt- und Neubau) nach BNB LN_2014 im Standard Silber zu zertifizieren. Ziel ist, unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein möglichst nachhaltiges Gebäude zu errichten.
Um ein geeignetes Entwurfskonzept für den Labor-Neubau sowie die Anbindungen an den denkmalgeschützten Altbau zu finden, wurde ein Architekturwettbewerb ausgelobt.
Die Bereitschaft zur aktive Teilnahme an interdisziplinärer Zusammenarbeit mit anderen Fachplanern zur zügigen Umsetzung und Planungsoptimierung wird vorausgesetzt. Die Planung in den Leistungsphasen 3 und 5 gem. HOAI ist als 3D-BIM Planung zu erarbeiten, 2D-Pläne sind daraus abzuleiten.
Die Kollisionsprüfung der Medien erfolgt über den Fachplaner TA. Im Sinne einer Qualitätssicherung und der Verkürzung der Inbetriebnahmephase wird bereits ab LPH 3 durch den GA-Fachplaner eine diesbezügliche Koordination aller TA Gewerke übernommen.
Nach Übergabe des Gebäudes an den Betreiber folgt ein 2-jähriges Technisches Monitoring. Die Unterstützung bei der Konzeption des TM ist Bestandteil des Leistungsbildes des Laborfachplaners.
Die aktuelle Planung orientiert sich am Bedarf des Umweltbundesamtes (UBA), das als Erstnutzer die Labortechnischen Anlagen maßgeblich beeinflussen wird, infrastrukturelle Anpassungen sind zur Nachnutzung vorgesehen. Gebäudespezifische Anlagen, wie z.B. Lager für technische Gase, die im Außenbereich untergebracht werden, sind ggf. Bestandteil der Maßnahme.
Die Vorplanung für diese Baumaßnahme ist abgeschlossen und es liegt eine ES-Bau vor. Die Vorplanung muss nach Vorliegen des Siegerentwurfs des Architekturwettbewerbs auf Kompatibilität mit diesem geprüft werden.
Auftraggeber*in:
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA
Gebäudenutzung:
Labornutzung (Neubauanteil Haus 1)
Art der Baumaßnahme:
Neubau eines Laborgebäudes.
BGF/BRI:
— Neubau: ca. 5 860 qm BGF, ca. 22 970 m
— Projektkosten (netto) für KG 200-600 gem. DIN 276:
— Gesamt ca. 34 500 000 EUR (davon Neubauteil: 25 000 000 EUR davon KG 473: 1 200 000 EUR)
Hinweis: Labortechnische Anlagen ohne Medienversorgungsanlagen (nur Neubau)
Projektdauer:
— Leistungsstufe 1: ca 17 Monate (Juli 20 bis Nov 22), (LPh 3 +4),
— Leistungsstufe 2: ca 7 Monate (Dez 22 bis Juni 23), (LPh 5),
— Leistungsstufe 3: ca 7 Monate (Juli 23 bis Jan 24), (LPh 6 + 7),
— Leistungsstufe 4: ca 30 Monate (Feb 24 bis Juli 26), (LPh 8),
— Leistungsstufe 5: 48 Monate (Aug 26 bis Juli 30), (LPh 9),
2 Gegenstand des Auftrages
Leistungsbereich/Leistungsbild:
Fachplanung Technische Ausrüstung nach §53ff. HOAI (LPH 3, 5-9) in der Anlagengruppe 7 – medizin- und/oder labortechnische Anlagen (ohne Medienversorgungsanlagen) mit den Grundleistungen sowie Besondere Leistungen (Mitwirkung bei BNB Zertifizierung, Einarbeitung der Vorgaben GA-Integrationsplanung, Optional: 3D BIM as built in LPh 8, Fachspezifischer Teil des technischen Raumbuchs)
Es ist eine stufenweise Vergabe der Leistungen vorgesehen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungen besteht jedoch nicht.