Beschreibung der Beschaffung
Die Stadt Mülheim an der Ruhr vergibt im Zuge des Bauvorhabens „Ersatzneubau eines Heißener
Hallenbades“ Leistungen zur Neubauplanung. Gegenstand dieses Verfahrens sind Projektsteuerungsleistungen
(Projektstufen 1 bis 5) nach der AHO 2020 für das Bauvorhaben „Ersatzneubau eines Heißener Hallenbades“.
Die Stadt Mülheim an der Ruhr plant, am Standort des vorhandenen Friedrich-Wennmann-Bades im Ortsteil
Heißen den Ersatzneubau des Hallenbades Heißen zu realisieren.
Das neue Hallenbad soll auf dem bestehenden Grundstück so positioniert werden, dass ein Neubau bei
gleichzeitiger Weiternutzung des Friedrich-Wennmann-Bades möglich ist. Hierzu sind im Rahmen der
Machbarkeitsstudie zwei Standorte auf der zur Verfügung stehenden Freifläche vorgeschlagen worden.
Aufgrund der Tangierung von Belangen des Bundesfernstraßengesetzes ist der endgültige Standort des
Neubaus im Planungsverfahren noch zu klären. Das Grundstück hat eine ausreichende Größe, um das alte Bad
bis zur Fertigstellung des neuen Bades weiter betreiben zu können.
Der Neubau soll über eine Schwimmhalle mit
- einem Sportlerbecken mit einer Beckenlänge von 25 m und 6 Bahnen,
- einem Lehrschwimmbecken mit variabler Wasserhöhe zwischen 0,00 -1,80 Meter (Hub-/Varioboden) und
- einen Kleinkinderbereich in Größe von ca. 150 m²
verfügen.
Das Grundstück an der Yorckstraße bietet ausreichend Platz für das neue Bad und die erforderlichen
ebenerdigen Stellplätze. Aufgrund der bisherigen Nutzung wahlweise als Freibad soll das Außengelände weiter
zur Verfügung stehen. Große Außentüren sollen den Zugang zur Liegewiese und Terrasse ermöglichen.
Ziel ist die Errichtung eines zukunftsorientierten Bades unter Berücksichtigung der drei verschiedenen
Nutzergruppen in den Bereichen Schulsport, öffentliches Schwimmen (einschl. Gesundheitsvorsorge) und
Vereinsschwimmen, welches modernen energetischen Anforderungen entspricht und ökologische Aspekte
berücksichtigt.
Für den Ersatzneubau wird nach dem aktuellen Stand der Kostenermittlung vor Beginn der Planung mit
Kosten in Höhe von ca. 15,7 Mio. EUR (brutto) ausgegangen. Die im Wege der Kostenberechnung ermittelten
Gesamtkosten umfassen die Kosten der Kostengruppen 200 bis 700 nach DIN 276.
Die Planungsleistungen des Projektes werden derzeit in separaten Ausschreibungen vergeben. Der
gegenständliche Auftrag der Projektsteuerungsleistungen erfolgt stufenweise, zunächst mit Zuschlagserteilung
für die Projektstufe 1 (Projektvorbereitung) nach der AHO 2020. Danach werden die weiteren Stufen gemäß
Projektsteuerungsvertrag abgerufen.
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens sind die Grundleistungen für die Projektsteuerung,
Projektstufen 1 bis 5, Handlungsbereiche A bis E sowie bestimmte Besondere Leistungen gemäß AHO 2020.