Beschreibung der Beschaffung
Kenndaten/Zahlen:
— BGF Neubau ca. 4 110,60 m (Erweiterungsbau),
— Neubaubaukörper Länge 87,50 m/Tiefe 11,550 m/16,55 m.
Bestandssituation Grundstück:
Das Schulensemble der Hebbel- und Wolfram-von-Eschenbach-Schule, Ortsbezirk Süd-Ost, Flur 59, Flurstück 62/3 befindet sich zwischen Schiersteiner Straße, Kaiser-Friedrich-Ring und Konrad-Adenauer-Ring und ist verkehrstechnisch über die Wolfram-von-Eschenbach-Straße bzw. die Hebbelstraße und die Kloppstockstraße erschlossen.
Das Grundstück befindet sich im Dichterviertel der Landeshauptstadt Wiesbaden. Die Entwurfsplanung und die Erstellung und Einreichung des Bauantrages für die Baumaßnahme wurden bereits erstellt und der Bauantrag bei der Bauaufsichtsbehörde in Wiesbaden eingereicht.
Baukörperanordnung:
Der Neubau ist als oberirdisch dreigeschossiger, unterirdisch eingeschossiger Baukörper entwickelt. Er bildet auf der Nordseite des Schulgrundstückes, parallel zur Raabestraße, den räumlichen Abschluss des denkmalgeschützten Schulensembles und schließt an die Stirnseiten der Bestandsbauten an. Die erdgeschossige Mittelzone des Neubaus ist aufgeständert. Der Bereich ist in Fortsetzung des Schulhofs als offene, überdachte Pausenterrasse gestaltet und bewahrt damit die Typologie des nach Norden offenen Innenraums.
Gebäudestruktur:
Die Neubaulänge beträgt 87,50 m, die Tiefe 11,55 m/16,55 m.
Das Gebäude ist mit einem Flachdach mit extensiver Dachbegrünung geplant, das sich höhenmäßig an den Traufkanten der Bestandsgebäude orientiert.
Die Klassenräume im Erdgeschoss und den beiden Obergeschossen sind nach Norden ausgerichtet. Die Lernlandschaften im 1. und 2. Obergeschoss (multifunktionale Bereiche), mit stirnseitig angeschlossenen Differenzierungsräumen und der Mensa/Veranstaltungsbereich im Tiefgeschoss orientieren sich nach Süden zum Schulhof.
Auf Grund der unterschiedlichen Geschossniveaus beider Bestandsgebäude, muss bei einer Gebäudeanbindung eine Differenztreppe vorgesehen werden. Während der Neubau die Geschossnive aus der Hebbelschule aufnimmt, wurde im Übergang zur Mittelstufenschule, im Neubau, eine Geschossangleichung erforderlich. Aufzüge in den Anschlußbereichen Neubau/Bestandsgebäude garantieren eine rollstuhlgerechte Erschließung, sowohl des Neubaus, als auch erstmals eine rollstuhlgerechte Erschließung sämtlicher Obergeschosse der Bestandsbauten.
Bauphasen:
Die vorhandenen, offenen Fluchttreppenhäuser an den nördlichen Stirnseiten der Bestandsgebäude werden rückgebaut und durch in den Neubau integrierte Treppenhäuser ersetzt.
Während der 1. Bauphase sind, zur Sicherstellung des 2. Rettungsweges aus den Bestandsgebäuden, zunächst im Schulhof für jede Schule provisorische Nottreppenhäuser zu errichten. In den Geschossen werden für die Ausstritte auf diese Aussentreppen Türanlagen in vorhandene Fensteröffnungen eingebaut.
Der Abriss der Schulcontainer auf dem Schulhof, sowie die Errichtung der Ersatzschulcontainer und die Brandschutztechnischenmaßnahmen im Bestand, sind nicht Gegenstand der zu vergebenen Leistungen, jedoch wird die Koordination und die Zusammenarbeit der veschiedenen Maßnahmen vorausgesetzt.
Geplantes Raumprogramm (NGF):
— Erweiterungsbau: 3 672 m
Geschosse:
Dem Wunsch nach weitestgehender Trennung der Schülerströme beider Schulen entsprechend, wurde für die Nutzung der Obergeschosse eine geschossweise Zuordnung vorgesehen. Im EG liegen im „Westflügel“ 2 Klassenräume der MSS, im „Ostflügel“ sind die Bibliothek und ein Fachraum für Musik der Hebbelschule untergebracht. Das 1.OG ist ausschließlich für die Nutzung durch die MSS, das 2. OG ausschließlich für die Nutzung durch die Hebbelschule vorgesehen.
Die Mensa wird von beiden Schulen genutzt. Die mobilen Raumteiler gliedern den Raum gemäß der unterschiedlich starken Nutzerzahlen und sollen die Differenzierung der Schüler/innen beider Schulen unterstützen.
Untergeschoss:
— Mensa/Veranstaltungsraum (ca. 400,00 mq), zzgl. Küchen und Nebenräume.
Erdgeschoss:
— Gebäudezugänge, sowie 2 Klassenräume, Bibliothek und 1 Fachraum Musik. In der Mittelzone ist das Gebäude aufgeständert und bildet eine, nach 2 Seiten (Raabe-strasse/Schulhof) offene, überdachte Pausenterrasse.
1 und 2 Obergeschoss:
— Klassenräume, Differenzierungsräume und offene Lernlanschaften der Hebbelschule und Mittelstufenschule, Nutzung getrennt nach Geschossen.
Mittelstufenschule:
— 9 Klassenräume,
— 1 Computerfachraum,
— 3 Differenzierungsräume,
— 1 offene Lernlandschaft,
— 1 Lehrerstützpunkt,
— Probenraum.
Hebbelschule:
— 5 Klassenräume,
— 1 Computerfachraum,
— 1 Fachraum Musik,
— 1 Bibliothek,
— 3 Differenzierungsräume,
— 1 offene Lernlandschaft,
— 1 Lehrerstützpunkt,
— Stundentoiletten.
Mittelstufenschule/Hebbelschule:
— Gemeinsam zu nutzende Mensa/Veranstaltungsraum, zzgl. Küche und Nebenräume,
— Toilettenräume,
— 1 Konferenzraum,
— Lagerflächen,
— Technikflächen.
Optionen:
Siehe Ziffer II.2.11) der Bekanntmachung.
Angabe der anrechenbaren Kosten:
— anrechenbare Kosten 10 273 217 EUR (netto)