Beschreibung der Beschaffung
Die Sterntalerschule ist eine 3-zügige Grundschule und muss aufgrund steigender Schülerzahlen auf eine 4-Zügigkeit umgebaut/erweitert werden (Bedarf für insgesamt 400 Kinder).
Zusätzlich dazu soll eine neue Einfeldsporthalle mit Gymnastikraum entstehen.
Im Rahmen der Erweiterung soll auch für 85 % der Schüler ein Betreuungsplatz geschaffen werden. Daher sind u. a. Räumlichkeiten für eine Mensa zu erweitern. Für den Ausbau der Essensversorgung soll das bestehende Betreuungsgebäude erweitert und die Küche ausgebaut werden. Die Küchenfachplanung wird separat vergeben. Ein Abriss und vollständiger Neubau der Mensa ist ausgeschlossen.
Gem. Raumprogramm werden zukünftig 2 Züge im Bestand und 2 Züge im Neubau untergebracht. Daher wird auch der Bestand auf die aktuellen Anforderungen angepasst. Deshalb sollen u. a. im Haus 1 neben den bestehenden Klassenräumen auch Gruppenräume entstehen.
Dabei ist ein Ziel der Maßnahme die Funktionen Schule, Betreuung und Ganztag optimal miteinander zu denken und zu verzahnen und moderne pädagogische Konzepte zu berücksichtigen.
Der AG sieht bei dieser zwingend erforderlichen Erweiterungsmaßnahme einige Zwänge, da u. a. das Grundstück nur eingeschränkte Erweiterungsmöglichkeiten bereithält, Interimsbauten auf dem Grundstück untergebracht werden müssen (Zonierung der Freiflächen, ausreichend Stellplätze und Schulhofflächen während der Bauphase) und auch eine Adressbildung der Schule von der Rodgaustraße aus gewünscht ist.
Interne Abstimmungen haben bereits ergeben, dass die Schule Flächen der angrenzenden Ernst-Reuter-Schule nutzen kann.
Aktuell steht eine Schulcontaineranlage (4 Klassenräume) auf dem Schulgrundstück, welche zeitnah ersetzt werden muss. Der Auftragnehmer hat hier im Zuge der Gesamtplanung die Positionierung und Abmessungen einer neuen Containeranlage, die den Bedarf an Räumlichkeiten bis zur Fertigstellung der Erweiterung aufnehmen soll, auf dem Grundstück oder ggf. einem neuen Standort zu prüfen. Die weitere Planung der Containeranlage ist nicht Teil dieser Beauftragung.
Der AG geht davon aus, dass die Erweiterung (mindestens) in 2 Bauabschnitten erfolgen wird. Im Rahmen der Vorplanung ist jedoch auch die Prüfung von möglichen Varianten (z. B. Baukörperstellungen, Bauabschnitte und Verortung der Funktionsbereiche) unter Abwägung der Rahmenbedingungen und Zielstellungen erwünscht.
Der AG hat sich hier auch bereits Gedanken zu Vorfertigungen gemacht und kann sich dies zur Reduzierung der Bauzeiten vorstellen.
Leistungsumfang:
Leistungen der Tragwerksplanung gem. § 49 HOAI, Leistungsphasen 1-6 sowie der Bauphysik (Wärmeschutz und Energiebilanzierung sowie Bauakustik (Schallschutz)) gem. Anlage 1 HOAI, Leistungsphasen 1-7.
Projektzeitplan:
Es wird ein Büro gesucht, welches sofort nach Beauftragung mit der Bearbeitung beginnen kann.
Voraussichtlicher Planungsbeginn Dezember 2021
Planung LPH 1-4: bis Ende 2022
Baubeginn: bis Ende 2023
Fertigstellung (entwurfsabhängig) Mitte 2025 (BA1), Ende 2026 (BA2)
Projektkosten:
Nach aktuellem Stand belaufen sich die veranschlagten Baukosten auf ca. 8,2 Mio. € netto (KG 300+400). Schule und Sporthalle werden hierbei als ein Gebäude betrachtet. Die groben Gesamtkosten (ohne Interim) der KG 200-700 liegen bei ca. 17,2 Mio. € brutto.
Der AG legt größten Wert auf Nachhaltigkeit. Die späteren Bewirtschaftungskosten stehen stets im Fokus der Planung. Material und Ausführungsvorgaben sind angemessen zu berücksichtigen. Ziel ist die Verwendung erneuerbarer Energien und das Erreichen eines KfW 55 Standards des Erweiterungsbaus.
Es ist eine stufenweise Beauftragung vorgesehen. Der Auftraggeber vergibt zunächst die LPH 1-4. Weitere Stufen werden nach Projektfortschritt sukzessive abgerufen. Sollte der Auftraggeber entscheiden, dass das Projekt nach Abschluss einer Projektstufe beendet wird, erfolgt kein weiterer Abruf. Ein Anspruch des Auftragnehmers zum Abruf weiterer Projektstufen besteht nicht.