Beschreibung der Beschaffung
Die Schule stellt sich vor (Ausschnitt):
Das Hans-Thoma-Gymnasium (HTG) Lörrach ist ein großes, allgemeinbildendes Gymnasium mit sprachlichem und naturwissenschaftlichem Profil, das 1 120 Schülerinnen und Schüler, 120 Lehrkräfte sowie 20 nicht lehrende Mitarbeiter beherbergt. Es bildet zusammen mit dem Hebel-Gymnasium sowie der Theodor-Heuss-Realschule den sehr lebendigen Campus Rosenfels, auf dem rund 2 500 Personen lernen und arbeiten. Das HTG ist seit 1926 Gymnasium und trägt den Namen des bekannten Malers Hans Thoma (1839-1924) aus dem südbadischen Bernau. Unser Einzugsgebiet ist im Wesentlichen die Stadt Lörrach und die Gemeinde Inzlingen. Der Unterricht findet in 6 Gebäuden statt: Der im Jugendstil erbaute Altbau (1911) beherbergt auch die Verwaltungsräume, die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik sind im naturwissenschaftlichen Trakt (1966) untergebracht, ein zusätzlicher Neubau (2 000) umfasst 10 Klassenzimmer. Der Kunst- und Musikbau (TonArt) sowie die beiden Sporthallen werden intensiv zusammen mit dem Hebel-Gymnasium genutzt. Neben der alten Sporthalle befindet sich das Schülerforschungszentrum „phaenovum“. Das phaenovum wurde 2007 gegründet und war die konsequente Weiterentwicklung einer seit Jahrzehnten erfolgreichen Physik AG des Hans-Thoma-Gymnasiums.
Grundsätzlich umfasst unser Bildungsauftrag laut Bildungsplan die Vermittlung einer breiten und vertieften Allgemeinbildung. Er richtet sich an Schüler/innen mit entsprechenden Interessen und Begabungen. Er fördert insbesondere die Fähigkeiten, theoretische Erkenntnisse nachzuvollziehen, schwierige Sachverhalte zu durchschauen sowie vielschichtige Zusammenhänge zu durchdringen und darzustellen.
Unsere Schule lebt allerdings vor allem von der Vielfalt der rund 1 250 Menschen, die hier unterrichten, unterrichtet werden und arbeiten. Unsere große Schule bietet vielfältige Kontakte und Möglichkeiten. Unsere Schülerinnen und Schüler machen in ihr aber auch die wichtige Erfahrung, dass ein Zusammenleben mit so vielen Menschen nur durch gegenseitige Rücksichtnahme möglich ist.
(Frank Braun, Schulleiter).
Akuter Raumbedarf am HTG:
Das Hans-Thoma-Gymnasium hat einmal mehr Erweiterungsbedarf. Seit einigen Jahren sind 2 Klassenräume bereits in Containerbauten unter dem benachbarten Stelzenbau ausgesiedelt, im Hauptgebäude fehlen nach aktuellem Raumprogramm 6 weitere Klassenzimmer, zudem kann in den Fachräumen Chemie, Biologie und Physik kein zeitgemäßer Unterricht stattfinden. Für die naturwissenschaftlichen Fächer NWT (Naturwissenschaft und Technik) und IMP (Informatik-Mathematik-Physik) fehlen Fach-/ Werkstatträume und ein Sammlungsraum. Das HTG hält als beliebtes Gymnasium die Schülerzahlen hoch, auch die Prognosen für die nächsten Jahre bestätigen die Tendenz.
Planungsaufgabe:
Der Gemeinderat der Stadt Lörrach hat in einer Grundsatzentscheidung am 28.1.2021 beschlossen, das HTG auf dem Campusgelände auszubauen. Die Planungsaufgabe besteht darin den ca. 700 qm großen Raumbedarf in einem Neubau unterzubringen, im gleichen Zeitraum im laufenden Betrieb (und/oder in mehreren Ferien und im Anschluss) ca. acht Räume im Bestand umzubauen und zu sanieren und schließlich den provisorischen Containertrakt aufzulösen.
Raumprogramm und Kostenplanung Neubau Erweiterung:
Der zusätzliche Raumbedarf besteht aus 10 Klassenzimmer je 60 qm, 2 Lehrerstützpunkte je 30 qm. BGF = ca. 860 qm. Die gesamte Planungsaufgabe ist mit max. 10 Mio EUR zu realisieren. Ziel ist es, unter den Kriterien der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit mit den zu Verfügung stehenden Investitionsmitteln eine hohe funktionale und gestalterische Qualität zu erreichen.
Dieses VgV-Verfahren wird als zweistufiges Verfahren ausgeschrieben in dem in der zweiten Stufe, nach dem Teilnahmewettbewerb, 5-8 Büros aufgefordert werden, im Rahmen der Verhandlungsgespräche eine städtebauliche Entwurfsskizze des zu planenden Neubaus am HTG zu präsentieren. Diese Skizzen sollen beinhalten:
— Lageplan,
— Systemschnitt des Neubaus,
— 2 Perspektiven (oder Renderings) von vorgegebenen Blickwinkeln,
— 2 Darstellungen nach eigener Wahl (Liberoblatt).
Dazu werden von der Stadt digitalisierte Pläne als 3D Modell des Campus zur Verfügung gestellt (Detaillierungsgrad: ohne detaillierte Fassaden, aber mit Dachneigungen). Weitere Informationen und Unterlagen werden in der zweiten Stufe zur Verfügung gestellt.
Die Stadtverwaltung möchte damit, bei den Architekturbüros das erforderliche Feingefühl für die städtebaulich komplexe Thematik am Campus wecken und das Ergebnis der Entwurfsskizze soll die folgende Frage beantworten: Wie werden sich zukünftig Schüler in diesem Umfeld bewegen (können)? Die Ausarbeitung der Lösungsskizzen wird entsprechend §77 Abschnitt 2 VgV einheitlich pauschal 3 000 EUR brutto. Bei Realisierung wird der Vertrag mit dem Honorar verrechnet.
Terminliche Meilensteine:
—— Abschluss der ersten Stufe und Versand von weiteren Unterlagen Ende Juli 2021,
—— Vergabeverhandlungsgespräche mit den bietenden Büros Ende September 2021,
—— Beauftragung Ende November 2021,
—— Vorplanung LPH2 März 2022,
—— Entwurfsplanung LPH3 Juni 2022,
—— Kostengenehmigung September 2022,
—— Änderung Bebauungsplan April 2022,
—— Baugenehmigung Dezember 2022,
—— Baubeginn Neubau Juli 2023,
—— Ende aller Baumaßnahmen März 2026.