Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Anzahl von Bewerbern
Der Auftraggeber (AG) wird die fristgerecht eingegangenen Teilnahmeanträge (TA) anhand der in der vorliegenden Bekanntmachung benannten Nachweise u. Erklärungen formal u. inhaltlich prüfen und bewerten. Die Auswahl erfolgt unter den formal zulässigen TA (Nachweis der Erfüllung der geforderten Mindeststandards) anhand einer Bewertungsmatrix, wobei die Kriterien wie folgt bewertet werden: pro Auswahlkriterium können 0 bis 3 Punkte (siehe Bewertungsmatrix) vergeben werden, Punktzahl pro Kriterium wird gewichtet. Die Rangfolge richtet sich nach der erreichten Gesamtpunktzahl von 300. Es werden max. die 3-5 Bewerber mit der höchsten Punktzahl zur Angebotsabgabe aufgefordert. Erfüllen mehrere Bewerber mit festgelegter Höchstzahl gleichermaßen die Anforderungen u. ist Bewerberzahl auch nach einer objektiven Auswahl zu hoch, entscheidet unter diesen das Los.
Formale Prüfung der Mindeststandards:
1. Abgabefrist gemäß Auftragsbekanntmachung Pkt. IV.2.2) eingehalten,
2. Einreichen des vollständigen Teilnahmeantrages (TA) (Bewerbungsformular und entspr. Anlagen) über Vergabeplattform (Einreichung von TA per Post, E-Mail oder Fax ist nicht zulässig),
3. Abschlusserklärungen in Textform unterschrieben,
4. Bestätigung der Unabhängigkeit von Ausführungs- und Lieferinteressen gem. § 73 (3) VgV,
5. Angabe gem. § 53 (8) VgV, ob für Auftragsgegenstand gewerbliche Schutzrechte bestehen oder beantragt sind,
6. Angabe Art d. Bewerbung,
7. bei Bewerbergemeinschaften (BG): Geforderte Nachweise aller Mitglieder u. Erklärung zur gesamtschuldn. Haftung, falls zutreffend,
8. Angaben zu Unterauftragnehmern gem. § 36 VgV, Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer beigefügt, falls zutreffend,
9. Angaben zur Inanspruchnahme Kapazitäten anderer Unternehmen (Eignungsleihe) gem. § 47 (1) VgV, Verpflichtungserklärung Unternehmen beigefügt, falls zutreffend,
10. Mehrfachbewerbungen sind nicht zulässig. Eine Mehrfachbewerbung ist auch eine Bewerbung unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros. Mehrfachbewerbungen v. Mitgliedern einer BG bzw. unterschiedlicher Niederlassungen eines Büros haben das Ausscheiden aller Mitglieder d. BG zur Folge,
11. Bestätigung d. Nichtvorliegens zwingender u. fakultativer Ausschlussgründe nach §§ 123 u. 124 GWB,
12. Handelsregisterauszug gem. Pkt. III.1.1.,
13. Mindesthonorarumsatz gem. Pkt. III.1.2.,
14. Berufshaftpflichtversicherung gemäß Pkt. III.1.2.,
15. Mindestreferenzen A+B gem. Pkt. III.1.3.,
16. Bestätigung berufl. Qualifikation Projektleiter, stellv. Projektleiter gem. Pkt. III.1.3.
Auswahlkriterien und deren Wichtung:
Zu III.1.3) Techn. u. berufl. Leistungsfähigkeit; Gesamtgewichtung 100 %; davon:
1. Mindestreferenz A - Fachplanung Technische Ausrüstung ALG 7 (labortechnische Anlagen) für den Neubau / die Sanierung eines Gebäudes, mind. 250 m² Laborfläche, Übergabe Nutzer abgeschlossen im Zeitraum vom 01.10.2015 bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist gemäß Auftragsbekanntmachung Pkt. IV.2.2), 45 %, davon:
1.a) Erbrachte Leistungsphasen der Referenz, 15 %,
1.b) Bauwerkskosten (KG 473) in Euro brutto, 15 %,
1.c) Laborfläche gesamt, 15 %.
2. Mindestreferenz B - Fachplanung Technische Ausrüstung ALG 7 (labortechnische Anlagen) für den Neubau / die Sanierung eines Gebäudes, mind. Schutzstufe 2 (S2), mind. 50 m² Laborfläche (S2-Labore), Übergabe Nutzer abgeschlossen im Zeitraum vom 01.10.2015 bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist gemäß Auftragsbekanntmachung Pkt. IV.2.2), 30 %, davon:
2.a) Erbrachte Leistungsphasen der Referenz, 30 %,
3. Referenzen aus zusätzlicher Referenzliste, Übergabe Nutzer (Z.1, Z.2) / Erstellung (Z.3) im Zeitraum vom 01.10.2015 bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist gemäß Auftragsbekanntmachung Pkt. IV.2.2), 25 %, davon:
3.a) Referenz Z.1: Erfahrungen bei der Planung und Errichtung von Laboren mit Schutzstufe 3 (S3), mind. 50 m² Laborfläche (S3-Labore), mind. LPH 3-8 erbracht, 10 %,
3.b) Referenz Z.2: Erfahrungen bei der Planung und Errichtung von chemischen Laboren, mind. 150 m² Laborfläche oder 15 Arbeitsplätze, mind. LPH 3 und 5-8 erbracht, 10 %.
3.c) Referenz Z.3: Erfahrungen mit öffentlichen Auftraggebern bei der Planung eines Gebäudes, Nachweis der Zuarbeit (Kosten, Planunterlagen und Formulare) für eine Entscheidungs-/ Entwurfsunterlage für den öffentlichen Auftraggeber (ES-Bau/ EW-Bau/HU-Bau oder vergleichbar in LPH 2 oder 3), 5 %.
Hinweis: Die zusätzlichen Referenzen können auch die als Mindestreferenzen genannten Projekte beinhalten, Mehrfachnennungen sind möglich.