Beschreibung der Beschaffung
Das Gebäudemanagement Emden plant die Erweiterung der Grundschulen Westerburg und Wybelsum. Die Architektenleitungen werden dabei in 2 Lose aufgeteilt. Eine Bewerbung und Angebotsabgabe ist auf nur ein Los oder beide Lose zulässig.
— Los 1: Grundschule Westerburg,
— Los 2: Grundschule Wybelsum.
Ausgangssituation (Los 1 – Grundschule Westerburg)
Die Grundschule Westerburg ist eine 3-zügige Grundschule die über 2 Schulgebäude verfügt, dem sog. Neubau aus dem siebziger Jahren und dem sog. Altbau (ca. 100 Jahre alt), einem Hausmeister-Haus und einer Turnhalle.
Der Altbau und die Turnhalle sind durch den Aeilt-Frese-Weg deutlich vom sogenannten Neubau getrennt, so dass sich kein durchgehendes und zusammenhängendes Schulgelände für alle Gebäude ergibt.
Die Schule liegt im Stadtteil Borssum und die Stadt Emden ist Schulträger.
Die rund 300 Schülerinnen und Schüler verteilen sich zurzeit auf 14 allgemeine Klassenräume, sowie Fachräume für Musik, Kunst/Werken und entsprechende Nebenräume. Außerdem gibt es eine kleine Bücherei, eine Pausenhalle, den Verwaltungsbereich mit einzelnen Büroräumen und dem Lehrerzimmer, einer Mensa mit Küche und Nebenräumen, sowie eine Turnhalle mit Duschen und Umkleiden.
Die Stadt Emden hat in Zusammenarbeit mit der Schulleitung den Raumbedarf geprüft und einen Mangel von Räumen mit einer Hauptnutzfläche von rund 1335 qm festgestellt, um nach modernen pädagogischen Standards zu beschulen und den Erfordernissen an einen Ganztagsbetrieb und der Inklusion gerecht zu werden.
Berücksichtigt wurden dabei die steigenden Schülerzahlen für eine 3,5-Zügigkeit.
Die Planung der Schulentwicklung wurde in einer gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und im Betriebsausschuss des Gebäudemanagementbetriebs am 21.8.2019 vorgestellt und beschlossen, dass verschiedene Schulen in Emden baulich erweitert werden.
Zu dem Gebäudebestand
Hausmeisterhaus und Turnhalle
Die beiden Gebäude sind 1974 entstanden. Die beiden Gebäude sind durch die jetzt geplante Erweiterung nicht betroffen.
Altbau
Der Altbau wurde vor 1936 erbaut und beinhaltet 8 kleine allgemeine Unterrichtsräume in den verschiedenen Geschossen, im Erdgeschoss ist noch eine kleine Lehrküche, sowie der Toilettenbereich für Schüler und Lehrkräfte untergebracht. Im Dachgeschoss sind noch zusätzliche kleine Räume für die Lehrkräfte und Lehrmittel. Der Altbau ist nicht barrierefrei zugänglich und soll nach Abschluss dieser Baumaßnahme aufgegeben werden.
Neubau
Der sogenannte Neubau wurde 1974 erbaut. In den letzten 10 Jahren wurde eine Mensa eingebaut, eine Aufzugsanlage und es erfolgte eine Brandschutzertüchtigung (mit Schaffung zweiter Flucht- und Rettungswege und RWAs.)
Planung
Zielsetzung der Planung ist es den ermittelten Raumbedarf zu erfüllen.
Die größtmögliche Barrierefreiheit im Innenbereich und den dazugehörigen Außenflächen ist die Voraussetzung für eine uneingeschränkte und selbständige Teilhabe aller Menschen am schulischen, beruflichen und öffentlichen Leben. Die Umsetzung der Inklusion nach DIN 18040 soll bei der Planung der Erweiterung berücksichtigt werden. Aus Kostengründen kann der Umfang der Umsetzung in Teilbereichen in Abstimmung mit dem AG reduziert werden. Denkbare wäre die Schulerweiterung an den sog. Neubau anzubinden, um den dort bestehenden Aufzug auch für die Erweiterung nutzen zu können.
Grundsätzlich ist die mehrfache Nutzung von Räumen vorzusehen. In den Fachräumen können nachmittags Arbeitsgemeinschaften stattfinden und die Gruppen- oder Differenzierungsräume könnten für kleinere Ganztagsangebote am Nachmittag mitgenutzt werden oder die Lehrküche für Backkurse um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Es sollen regelmäßige Planungsgespräche beim AG stattfinden, mit Vertretern der Stadt Emden und teilweise auch der Grundschule. In diesen Gesprächen soll der jeweilige Planungsstand der Leistungsphasen kurz vorgestellt, besprochen und abgestimmt werden oder auch Ausführungsqualitäten festgelegt werden.
Sollte die Corona-Situation diese gemeinsamen Gespräche nicht zulassen, erfolgen diese Abstimmungen und Klärungen per ständigen Mailaustausch und/oder regelmäßigen Videokonferenzen.
Finanzrahmen und Fördermittel
Im Wirtschaftsplan des Gebäudemanagementbetriebes Emden stehen aktuell rund 620 000 EUR für die Planung zur Verfügung.
Insgesamt sind bislang 6 500 000 EUR für die Baumaßnahme (Planung und Bauleistungen, ohne Ausstattung) beschlossen vorgesehen.
In den Ausschüssen der Stadt Emden muss die abgestimmte Entwurfsplanung vorgestellt und ein zusätzlich erforderlicher Mittelbedarf beschlossen werden.
Die Stadt Emden hofft und strebt an Fördermittel für die Grundschule Westerburg beantragen zu können. Ein konkretes Förderprogramm ist zurzeit aber nicht bekannt.
Zeitplan für die Planung und Realisierung
Neben der Aufgabe, ein Planungskonzept für die Umsetzung des Raumbedarfs und der baulichen Erweiterung der Grundschule Westerburg zu entwickeln, soll ein realistischer Terminplan erarbeitet werden, der sowohl den erforderlichen Zeitbedarf für die Abstimmung der Planung mit der Stadt, der Schule und den politischen Gremien enthält, als auch die Ausschreibungs- und Vergabeverfahren berücksichtigt.