Beschreibung der Beschaffung
Die ausgeschriebenen Leistungen müssen nach Auftragserteilung nahtlos an die Leistungen des Interimsbüros und an die Vorleistungen des ursprünglich beauftragten Architekturbüros anschließen. Eine 5-Tage Präsenz der Bauleitung auf der Baustelle ist zwingend erforderlich, die Planung funktioniert nur in direkter Auseinandersetzung mit dem Bestandsbau und steht in direktem Zusammenhang mit der Bausubstanz, eine mindestens wöchentlich 2-tägige Präsenz der planenden Projektleitung auf der Baustelle ist erforderlich. Sowohl die neue planende Projektleitung als auch die neue Bauleitung müssen das Projekt kontinuierlich bis zur Fertigstellung betreuen, ein Wechsel der Verantwortlichen bis zum Ende der Baumaßnahme ist ausdrücklich nicht gewünscht.
Das Bauvorhaben wird aktuell organisatorisch und kaufmännisch von der Auftraggeberin geleitet und gesteuert.
Unterstützt wird diese durch verantwortliche Personen des Museums und durch einen externen Technischen Projektsteurer mit Qualitätssicherungsaufgaben sowie durch das verbleibende Fachplanerteam (Haustechnik und Elektroplaner, Bauphysiker, Restaurator/LAD, Lichtplaner, Außenanlagenplaner, Tragwerksplaner, Einrichtungsplaner, weitere Spezialexperten).
Zusammen bilden diese Personen das Projektteam Augustinermuseum BA 3.
Aufgabe des neuen Büros ist es, sich in dieses Team einzugliedern, eng im Teamwork zusammenzuarbeiten und die im Team getroffenen Entscheidungen umzusetzen. Die planerischen Entwürfe des ursprünglichen Architekturbüros liegen vor, die Aufgabe des neuen Büros ist es, diese Planung unter Beachtung der bautechnischen, bauphysikalischen und brandschutztechnischen Anforderungen fortzusetzen und die noch unvollständige Ausführungsplanung zu korrigieren und fertigzustellen. Bereits geschlossene Verträge mit ausführenden Firmen müssen ggf. per Nachtragsverfahren korrigiert werden, einzelne Ausschreibungen sind noch offen oder müssen wegen Firmeninsolvenzen und Auftragsrückgaben einiger Firmen wiederholt werden.
Stand des Projekts am 28.10.2021 (in Anlehnung an die Leistungsphasen 1-8)
Offene Leistungen:
LPH 3: Erstellen einer aktualisierten Kostenberechnung
LPH 4: Prüfen der Werk- und Detailplanung auf Übereinstimmung mit der Baugenehmigung
LPH 5: Ergänzung und Korrektur der Werk- und Detailplanung mit den Schwerpunkten Innenausbau unter Beachtung der Bauphysik und des Brandschutzes z.B.
- Bestandstreppenhäuser und Technikzentrale im DG, Boden, Wände Decke,
- Museumsfenster, Vorsatzschalen, Stahlleibungen, Boden- Deckenaufbauten, Höhenkonzept,
- konstruktive, bauphysikalische Lösung der Schatzkammerräume
LPH 6 und 7: Erstellung Leistungsverzeichnis und Vergabe, z.B. historische Putze, Trockenbau, Trockenestriche, Tischlerarbeiten, Schlosserarbeiten etc., sowie Prüfen der bereits erteilten Aufträge und Erstellen von Nachtragsleistungsverzeichnissen und Vergabeempfehlungen sowie Kostenkontrolle
LPH 8: Aufstellen, Fortschreiben und Überwachen eines verbindlichen Terminplans sowie Fortführung der Bauausführung (Bauleitung und Koordination der Fachplanerleistungen inkl. Außenanlagenplanung und Ausstellungsgestaltung unter Einbezug der Nutzungsanforderungen des Museums).
Achtung: In welchem Umfang die oben beschriebenen Leistungen bei der Vergabe noch offen oder bereits erledigt sind, kann aktuell nicht vorhergesehen werden! Aus diesem Grund wird kein Vertrag auf Basis der HOAI-Systematik angestrebt. Die vorliegenden Planungsergebnisse sind zu plausibilisieren, sich zu eigen zu machen und fortzuführen.
Durchgeführt wird ein Verhandlungsverfahren mit vorherigem öffentlichen Teilnahmewettbewerb für Leistungen der Gebäudeplanung nach HOAI gemäß §§ 14, 17 VgV in Verbindung mit §§ 73 ff VgV. Das zweistufige Verfahren beinhaltet den öffentlichen Teilnahmewettbewerb (1. Stufe: Auswahlphase) und die Verhandlungsphase (2. Stufe: Angebotsabgabe und Verhandlungsgespräche).