Liste und kurze Beschreibung der Auswahlkriterien
Der Bewerber muss über hinreichende Kenntnisse und Erfahrungen in vergleichbaren Bauvorhaben verfügen und insofern geeignete Referenzen im Sinne von § 46 Abs. 1 Nr. 3 VgV vorweisen. Zugerechnet werden dabei auch alle einschlägige Referenzen von einzelnen Mitgliedern einer Bietergemeinschaft oder eines Nachunternehmers und auch einschlägige Referenzen, die Mitarbeiter des Bewerbers, eines Mitgliedes einer Bietergemeinschaft oder eines Nachunternehmers im Rahmen von früheren Dienst- oder Arbeitsverhältnissen oder von früherer selbstständiger Arbeit erbracht haben.
Der Bewerber muss zunächst ein Referenzprojekt 1 vorweisen, das folgende Mindestanforderungen kumulativ erfüllen muss:
- Das Referenzprojekt 1 muss zunächst mindestens die Leistungsphasen 2 bis 8 der Objektplanung „Ingenieurbauwerke“ und die örtliche Bauüberwachung beinhalten; das erforderliche Ingenieurbauwerk muss sich dabei auf den Neubau einer mindestens 10.000 m langen Trinkwasserleitung mit einem Mindestdurchmesser DN 400 beziehen.
- Das Referenzprojekt 1 muss zusätzlich die Leistungsphasen 2 bis 5 der Fachplanung „Tragwerksplanung“ enthalten.
- Das Referenzprojekt 1 muss weiterhin die Leistungsphasen 1 bis 3 einer Umweltverträglichkeitsstudie gemäß Anlage 1, Ziffer 1.1 der HOAI beinhalten.
- Das Referenzprojekt 1 muss auch die Leistungsphasen 1 bis 3 der Landschaftsplanung „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ i.S.d § 26 Abs. 1 HOAI umfassen.
- Das Referenzprojekt 1 muss ebenfalls eine hydraulische Berechnung vorsehen.
- Auch muss mit der Planung (Leistungsphase 2) des Referenzprojekts 1 frühestens am 01.01.2015 begonnen worden sein.
- Die bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts 1 - maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme - muss vor dem 15.08.2021 erfolgt sein.
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt 1 (mit allen genannten Voraussetzungen) vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle bezüglich des Referenzprojektes 1 verfügbaren Referenzen anzugeben. Dabei kann der Bewerber auch solche Referenzen anführen, die nicht über die Komponenten „Umweltverträglichkeitsstudie“ und/ oder „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ verfügen, die aber im Übrigen die genannten Mindestvoraussetzungen erfüllen. Derartigen Referenzen sind zwar nicht geeignet, den prinzipiell erforderlich Eignungsnachweis zu führen, sie können jedoch für die Auswahl unter mehreren geeigneten Bietern herangezogen werden. Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen (mit oder ohne den Komponenten „Umweltverträglichkeitsstudie“/ „Landschaftspflegerischer Begleitplan“) bezüglich des Referenzprojektes 1 angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (Bestandteil der entsprechenden Datei) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.
Sofern keines der bezüglich des Referenzprojekts 1 angeführten Projekte über die Komponenten Umweltverträglichkeitsprüfung und „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ verfügt, kann der Bieter ersatzweise bezüglich des Referenzprojekts 2 ein Projekt anführen, das die Komponenten kumulativ erfasst.
Der Bewerber muss zudem ein Referenzprojekt 2 vorweisen, das folgende Mindestanforderungen kumulativ erfüllen muss:
- Das Referenzprojekt 2 muss zunächst die Leistungsphasen 2 bis 8 der Objektplanung „Ingenieurbauwerke“ und die örtliche Bauüberwachung beinhalten; das erforderliche Ingenieurbauwerk muss sich dabei auf den Ersatzbau eines Trinkwasserbehälters mit einem Mindestvolumen in Höhe von 2.000 m³ beziehen.
- Auch muss mit der Planung (Leistungsphase 2) des Referenzprojekts 2 frühestens am 01.01.2015 begonnen worden sein.
- Die bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts 2 - maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme - muss vor dem 15.08.2021 erfolgt sein.
Sofern keines der bezüglich des Referenzprojekts 1 angeführten Projekte über die Komponenten Umweltverträglichkeitsprüfung und „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ verfügt, muss der Bieter hier bezüglich des Referenzprojekts 1 mindestens ein Projekt vorweisen, dass dementsprechend über folgende zusätzliche Mindestanforderungen verfügt:
- Das Referenzprojekt 2 muss gegebenenfalls weiterhin die Leistungsphasen 1 bis 3 einer Umweltverträglichkeitsstudie gemäß Anlage 1, Ziffer 1.1 der HOAI beinhalten.
- Das Referenzprojekt 2 muss gegebenenfalls auch die Leistungsphasen 1 bis 3 der Landschaftsplanung „Landschaftspflegerischer Begleitplan“ i.S.d § 26 Abs. 1 HOAI umfassen.
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt 2 vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle bezüglich des Referenzprojektes 2 verfügbaren Referenzen anzugeben. Derartige weitere Referenzen werden von der Vergabestelle dann auch für die Auswahl unter mehreren geeigneten Bewerbern herangezogen . Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen bezüglich des Referenzprojektes 2 angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (Bestandteil der entsprechenden Datei) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.
Der Bewerber muss zudem ein Referenzprojekt 3 vorweisen, das folgende Mindestanforderungen kumulativ erfüllen muss:
- Das Referenzprojekt 3 muss zunächst die Leistungsphasen 2 bis 8 der Fachplanung „Technische Ausrüstung“ beinhalten; die erforderliche Fachplanung muss sich dabei auf eine komplexe wasserwirtschaftliche Anlage, wie zum Beispiel ein Wasserwerk oder einen Trinkwasserbehälter oder eine Kläranlage mit einem integrierten Pumpwerk beziehen.
- Auch muss mit der Planung (Leistungsphase 2) des Referenzprojekts 3 frühestens am 01.01.2015 begonnen worden sein.
- Die bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts 3 - maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme - muss vor dem 15.08.2021 erfolgt sein.
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt 3 vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle bezüglich des Referenzprojektes 3 verfügbaren Referenzen anzugeben. Derartige weitere Referenzen werden von der Vergabestelle dann auch für die Auswahl unter mehreren geeigneten Bewerbern herangezogen (vgl. nachfolgend unter Ziffer VI). Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen bezüglich des Referenzprojektes 3 angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (Bestandteil der entsprechenden Datei) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.
Der Bewerber muss zudem ein Referenzprojekt 4 vorweisen, das folgende Mindestvoraussetzungen kumulativ erfüllen muss:
- Das Referenzprojekt 4 muss zunächst die Leistungsphasen 2 bis 8 der Objektplanung „Gebäude“ oder der Objektplanung „Ingenieurbauwerke“ beinhalten.
- Das Objekt i.S.d. § 11 Abs. 1 HOAI muss dabei unter Denkmalschutz stehen.
- Auch muss mit der Planung (Leistungsphase 2) des Referenzprojekts 4 frühestens am 01.01.2015 begonnen worden sein.
- Die bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts 4 - maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme - muss vor dem 15.08.2021 erfolgt sein.
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt 4 vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle bezüglich des Referenzprojektes 4 verfügbaren Referenzen anzugeben. Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen bezüglich des Referenzprojektes 4 angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (Bestandteil der entsprechenden Datei) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.
Der Bewerber muss zudem ein Referenzprojekt 5 vorweisen, das folgende Mindestvoraussetzungen erfüllen muss:
- Das Referenzprojekt 5 muss zunächst die Leistungsphasen 2 bis 8 der Objektplanung „Ingenieurbauwerke“ und die örtliche Bauüberwachung beinhalten; das erforderliche Ingenieurbauwerk muss sich dabei auf den Bau einer Hochwasserschutzanlage beziehen.
- Auch muss mit der Planung (Leistungsphase 2) des Referenzprojekts 5 frühestens am 01.01.2015 begonnen worden sein.
- Die bauliche Fertigstellung des Referenzprojekts 5 - maßgeblich ist der Zeitpunkt der baulichen Abnahme - muss vor dem 15.08.2021 erfolgt sein.
Entsprechende Angaben werden im Bewerberformular abgefragt.
Der Bewerber muss ein entsprechendes Referenzprojekt 5 vorweisen können. Die Bewerber sind aufgefordert, alle bezüglich des Referenzprojektes 5 verfügbaren Referenzen anzugeben. Derartige weitere Referenzen werden von der Vergabestelle dann auch für die Auswahl unter mehreren geeigneten Bewerbern herangezogen (vgl. nachfolgend unter Ziffer VI). Im Teilnahmeantrag können bis maximal 10 Referenzen bezüglich des Referenzprojektes 5 angeführt werden; darüber hinaus besteht die Möglichkeit, weitere Referenzen in einem Beiblatt zum Teilnahmeantrag (Bestandteil der entsprechenden Datei) anzugeben. Die Vergabestelle prüft dann alle angegebenen Referenzen darauf, ob zumindest eine von ihnen den vorgenannten Anforderungen genügt.