Der Eigenbetrieb „Goslarer Gebäude Management (GGM)“ der Stadt Goslar beabsichtigt die Sporthalle Oker zu sanieren und mit einem Anbau zu einer Mehrzweckhalle umzunutzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 3,7 Mio. EUR (brutto).
Die Sporthalle Oker aus dem Jahr 1971 ist die zentrale Trainingsstätte des Goslarer Stadtteils Oker. Sie wird vorrangig für den Schul- und Vereinssport genutzt. Für den Betrieb als Mehrzweckhalle wird eine bauliche Erweiterung erforderlich. Hierfür soll der Bestandssporthallenbau an der östlichen Seite um einen Anbau mit Räumen für Mehrzweck, Lager, Umkleidebereiche, barrierefreier Erschließung und Freizeitbereichen erweitert werden. BGF Bestandsbau: 1 077 m, BGF Erweiterungsbau: ca. 350 bis 450 m. Für die notwendigen Flächen soll der östliche Teilbereich der Halle mit dem nicht genutzten Lehrschwimmbecken zurückgebaut werden. Der Rückbau des Teilbereichs der Halle ist Projektbestandteil, ebenso der Rückbau des auf dem Grundstück liegenden ehemaligen Wohnhauses des Hausmeisters.
Es handelt sich um ein Förderprojekt. Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ soll dem besonderen Instandsetzungsbedarf, insbesondere dem der kommunalen Sportstätten, gerecht werden. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Sportstätten von regionaler oder überregionaler Bedeutung. Auch vor dem Hintergrund des demographischen Wandels sollen vor allem Einrichtungen gefördert werden, die einer Begegnungsstätte von Jung und Alt entsprechen. Die Instandsetzung bzw. der Ersatzerweiterungsbau soll dabei unter den Gesichtspunkten des Klimaschutzes vorgenommen werden.
Eine wesentliche Anforderung an den Entwurf stellt u. a. die innenräumliche, barrierefreie Anbindung an den Bestand dar. Mit der geplanten Generalsanierung sollen die nach der langen Nutzungsdauer entstandenen technischen, energetischen und auch funktionellen Mängel beseitigt werden. Die Sportstätte weist erhebliche, auch wirtschaftlich erschließbare Energieeinsparpotenziale auf. Eine moderne Heiz- und Warmwasserbereitungsanlage soll installiert werden, um die Energieeffizienz zu steigern. Auch Konzepte zum GEG-, Passivhaus- und Nullenergiestandard bilden eine wesentliche Grundlage zur Reduzierung des Energiebedarfs. In diesem Hinblick soll die komplette Dachkonstruktion erneuert und die Fassadenflächen mit Wärmedämmung versehen werden.
Der Rat der Stadt Goslar hat einen Beschluss im Zuge von Erweiterungsbauten, den Einbau und die Nutzung von regenerativer Wärme- und Energieerzeugung im Rahmen einer Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Ist der Mehraufwand geringer als 20 %, ist die Nutzung von regenerativer Wärme- und Energieerzeugung vorgeschrieben. Es wird in diesem Zuge angestrebt, die CO2-Emissionen zu mindern. Eine Wärmerückgewinnung soll im Rahmen der Planung der technischen Gebäudeausstattung geprüft werden. Im Sinne einer nachhaltigen Lösung sollen Bauelemente und Oberflächen, die unbeschadet ihre Funktion erfüllen und den Vorschriften genügen, unverändert bleiben. In den Außenanlagen schafft ein neuer Vorplatz auf der Südseite eine bessere Erschließung des ganzen Schul- und Sportquartiers.
Die in den Anlagen dargestellte Planung dient der Veranschaulichung. Der Auftragnehmer muss die Mindestanforderungen einhalten, ist aber frei in der architektonischen Umsetzung. Die Leistung ist vom Auftragnehmer auf der Grundlage eines noch zu vereinbarenden Rahmenterminplans so zu erbringen, dass eine Fertigstellung bis Juni 2023 realisiert werden kann. Es soll auf sowohl technischer als auch architektonischer Ebene eine besonders innovative, nachhaltige und energiesparende Mehrzweckhalle entstehen.
Deadline
Die Frist für den Eingang der Angebote war 2021-02-15.
Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2021-01-15.
Anbieter
Die folgenden Lieferanten werden in Vergabeentscheidungen oder anderen Beschaffungsunterlagen erwähnt:
Auftragsbekanntmachung (2021-01-15) Objekt Umfang der Beschaffung
Titel: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Referenznummer: CXP4Y6JD8XQ
Kurze Beschreibung:
“Der Eigenbetrieb „Goslarer Gebäude Management (GGM)“ der Stadt Goslar beabsichtigt die Sporthalle Oker zu sanieren und mit einem Anbau zu einer...”
Kurze Beschreibung
Der Eigenbetrieb „Goslarer Gebäude Management (GGM)“ der Stadt Goslar beabsichtigt die Sporthalle Oker zu sanieren und mit einem Anbau zu einer Mehrzweckhalle umzunutzen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 3,7 Mio. EUR (brutto).
“Der Teilnahmeantrag ist spätestens zum unter Ziff. IV.2.2) festgelegten Termin einzureichen. Die Auftragsunterlagen einschließlich Vordrucke für den...”
Der Teilnahmeantrag ist spätestens zum unter Ziff. IV.2.2) festgelegten Termin einzureichen. Die Auftragsunterlagen einschließlich Vordrucke für den Teilnahmeantrag stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Center. Bewerber haben die Vergabeunterlagen unverzüglich auf Vollständigkeit der Unterlagen sowie auf Unklarheiten zu überprüfen. Enthalten die Vergabeunterlagen nach Auffassung des Bewerbers Unklarheiten, so hat er unverzüglich und vor Abgabe des Teilnahmeantrags darauf hinzuweisen. Die Bewerber werden aufgefordert, im Interesse einer schnellen Beseitigung von Unklarheiten, frühzeitig und vorab ihre Fragen zu übermitteln. Bewerber haben Verstöße gegen Vergabevorschriften zu rügen. Es gelten die Bestimmungen in § 160 Abs. 3 GWB. Soweit Ihrer Rüge nicht abgeholfen wird, sind Sie insbesondere verpflichtet, innerhalb von 15 Kalendertagen nach Eingang dieser Mitteilung einen Nachprüfungsantrag bei der zuständigen Vergabekammer einzureichen. Ansonsten ist der Antrag gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig.
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Quelle: OJS 2021/S 013-028114 (2021-01-15)
Bekanntmachung über vergebene Aufträge (2021-07-06) Objekt Umfang der Beschaffung
Referenznummer: CXP4Y6JR55Q
Gesamtwert des Auftrags: 509058.27 EUR 💰
Metadaten der Bekanntmachung
Dokumenttyp: Bekanntmachung über vergebene Aufträge