GraSCha - Granular Sound Characterization in Microgravity

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - Raumfahrtagentur

Granulare Medien gehören wie Schäume, kolloidale Systeme und Emulsionen zur sogenannten weichen Materie. Eine gemeinsame Eigenschaft dieser sehr unterschiedlichen Materialien ist, dass sich diesen nur bedingt einem festen, flüssigen oder (gasförmigen) Aggregatszustand zuordnen lassen. Darüber hinaus lassen sie sich durch äußere Einflüsse reversibel in ihrer Struktur verändern. Granularen Medien kommen im Alltag z.B. als Sand, Getreide, Kies aber auch als Plastikgranulat an vielen Stellen vor und sind nach Flüssigkeiten die mengenmäßig am häufigsten prozessierten Schüttgüter in der Industrie. Um granulare Medien im großen Maßstab transportieren und verarbeiten zu können, muss ihr Verhalten in Abhängigkeit ihrer Dichte, Form und Geschwindigkeit vorausgesagt werden können. Um diese Voraussagen treffen zu können, werden leistungsfähige Simulationsalgorithmen benötigt. Für diese sind eine große Zahl an Eingangsparametern notwendig. Die relevanten Parameter werden in Laboraufbauten mit genau definierten Granulat-Systemen ermittelt. Allerdings wird die Bestimmung dieser Parameter auf der Erde häufig durch die Gravitation erschwert. Experimente an Bord der Internationalen Raumstation bieten die einmalige Möglichkeit Granulate ohne die dominierenden Einflüsse der Gravitation zu untersuchen.

Deadline

Die Frist für den Eingang der Angebote war 2021-10-26. Die Ausschreibung wurde veröffentlicht am 2021-09-15.

Wer? Wie? Wo?
Geschichte der Beschaffung
Datum Dokument
2021-09-15 Auftragsbekanntmachung
Auftragsbekanntmachung (2021-09-15)
Objekt
Umfang der Beschaffung
Titel: Instrumente zum Prüfen von physikalischen Eigenschaften
Referenznummer: 50WP2210
Kurze Beschreibung:
Granulare Medien gehören wie Schäume, kolloidale Systeme und Emulsionen zur sogenannten weichen Materie. Eine gemeinsame Eigenschaft dieser sehr unterschiedlichen Materialien ist, dass sich diesen nur bedingt einem festen, flüssigen oder (gasförmigen) Aggregatszustand zuordnen lassen. Darüber hinaus lassen sie sich durch äußere Einflüsse reversibel in ihrer Struktur verändern. Granularen Medien kommen im Alltag z.B. als Sand, Getreide, Kies aber auch als Plastikgranulat an vielen Stellen vor und sind nach Flüssigkeiten die mengenmäßig am häufigsten prozessierten Schüttgüter in der Industrie. Um granulare Medien im großen Maßstab transportieren und verarbeiten zu können, muss ihr Verhalten in Abhängigkeit ihrer Dichte, Form und Geschwindigkeit vorausgesagt werden können. Um diese Voraussagen treffen zu können, werden leistungsfähige Simulationsalgorithmen benötigt. Für diese sind eine große Zahl an Eingangsparametern notwendig. Die relevanten Parameter werden in Laboraufbauten mit genau definierten Granulat-Systemen ermittelt. Allerdings wird die Bestimmung dieser Parameter auf der Erde häufig durch die Gravitation erschwert. Experimente an Bord der Internationalen Raumstation bieten die einmalige Möglichkeit Granulate ohne die dominierenden Einflüsse der Gravitation zu untersuchen.
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Metadaten der Bekanntmachung
Originalsprache: Deutsch 🗣️
Dokumenttyp: Auftragsbekanntmachung
Art des Auftrags: Lieferungen
Verordnung: Europäische Union
Gemeinsames Vokabular für öffentliche Aufträge (CPV)
Code: Instrumente zum Prüfen von physikalischen Eigenschaften 📦
Zusätzlicher CPV-Code: Messinstrumente 📦
Ort der Leistung
NUTS-Region: Bonn, Kreisfreie Stadt 🏙️

Verfahren
Verfahrensart: Offenes Verfahren
Angebotsart: Angebot für alle Lose
Vergabekriterien
Wirtschaftlichstes Angebot

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Land: Deutschland 🇩🇪
Art des öffentlichen Auftraggebers: Sonstiges
Name des öffentlichen Auftraggebers: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - Raumfahrtagentur
Postanschrift: Königswinterer Str. 522-524
Postleitzahl: 53227
Postort: Bonn
Kontakt
Internetadresse: https://www.dlr.de 🌏
E-Mail: rfm-foerderadministration@dlr.de 📧
URL der Dokumente: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=414056 🌏
URL der Teilnahme: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=414056 🌏

Referenz
Daten
Absendedatum: 2021-09-15 📅
Einreichungsfrist: 2021-10-26 📅
Veröffentlichungsdatum: 2021-09-20 📅
Datum des Beginns: 2022-01-01 📅
Datum des Endes: 2023-02-28 📅
Kennungen
Bekanntmachungsnummer: 2021/S 182-472865
ABl. S-Ausgabe: 182

Objekt
Umfang der Beschaffung
Kurze Beschreibung:
Ziel ist der Bau der Experimenthardware GraSCha - Granular Sound Characterization in Microgravity für Experimente zu Schallmessung in Granulaten an Bord der ISS. Dafür soll eine vom DLR Institut für Materialphysik im Weltraum (DLR MP) Experimenthardware als Basis dienen, die für die Nutzung im Fallturm, auf Parabelflügen und auf der MAPHEUS Höhenforschungsrakete gebaut wurde. Für diese GraSCha Experimenthardware soll ein entsprechendes Experimentcontainment gebaut werden. Darüber hinaus soll die gesamte Hardware mit entsprechenden mechanischen Verbindern versehen werden, um sie vorzugsweise als „Small Payload“ in derCenter Aisle Payload im COLUMBUS Modul der ISS zu akkommodieren.
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Ort der Leistung
Hauptstandort oder Erfüllungsort: Deutschland

Verfahren
Rechtsgrundlage: 32014L0024
Zeitpunkt des Eingangs der Angebote: 12:00
Sprachen, in denen Angebote oder Teilnahmeanträge eingereicht werden können: Deutsch 🗣️
Gültigkeitsdauer des Angebots: 2022-02-28 📅
Datum der Angebotseröffnung: 2021-10-26 📅
Zeitpunkt der Angebotseröffnung: 12:00

Öffentlicher Auftraggeber
Identität
Andere Art des öffentlichen Auftraggebers: eingetragener Verein
Kontakt
Dokumente URL: https://www.evergabe-online.de/tenderdetails.html?id=414056 🌏

Ergänzende Informationen
Körper überprüfen
Name: Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt
Postanschrift: Villemombler Str. 76
Postort: Bonn
Postleitzahl: 53123
Land: Deutschland 🇩🇪
Telefon: +49 228-94990 📞
Informationen zu Fristen für Nachprüfungsverfahren:
Der Antrag zum Nachprüfungsverfahren ist unzulässig, soweit
1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrages erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr. 1 GWB).
2. die Unwirksamkeit nach § 135 Abs.1 GWB nicht innerhalb von 30 Kalendertagen im Rahmen eines Nachprüfungsverfahrens, nach Information der betroffenen Bieter/Bewerber über den Vertragsschluss durch den öffentlichen Auftraggeber, geltend gemacht worden ist (absolute Ausschlussfrist bei unterbliebener Information durch den öffentlichen Auftraggeber ist 6 Monate nach Vertragsschluss gemäß § 135 Abs.2 S.1 GWB).
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3. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, eine Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind (§ 160 Abs.3 Nr. 4 GWB).
4. der Antragsteller Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung genannten Frist zur Bewerbung gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat (§ 160 Abs. 3 Nr.2 GWB).
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5. der Antragsteller Verstöße, die in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Angebotsfrist gegenüber dem Auftraggeber gerügt hat (§ 160 Abs.3 Nr. 3 GWB).
Quelle: OJS 2021/S 182-472865 (2021-09-15)