Beschreibung der Beschaffung
Der geplante Mittelhochbahnsteig entspricht dem Designtyp „Silverline“ und wird in der Bauweise verfüllter Bahnsteig mit Winkelstützelementen ausgeführt.
Der Unterbau besteht aus Winkelstützwänden (L-Winkel) in STBFertigteilbauweise
mit unterschiedlichen Einzellängen von 2,08 - 3,023 m im
Hochbahnsteig-, von 3,72 - 4,04 bzw. 7,75 m im Rampenbereich. Die starke
Kurvenlage des Bauwerks bedingt dabei die hohe Varianz der STB-Fertigteile. Der
Hohlraum zwischen den Rampenfertigteilen wird, ähnlich denen des
Hochbahnsteigs, mit Füllboden und einer Schottertragschicht verfüllt. Im
Hochbahnsteigbereich erhalten die Konsolen der Winkelstützelemente (d = 20 cm)
eine Abdichtung gegen eindringendes Niederschlagswasser.
Die Fertigteilelemente im Bereich des Hochbahnsteiges werden auf einer 15 cm
dicken, bewehrten Bodenplatte gegründet (im Bereich der Rampen unbewehrt).
Die Bodenplatte liegt wiederum auf einer 5 cm dicken Sauberkeitsschicht. Im
inneren Fußbereich der Hochbahnsteig-Fertigteile befinden sich
Anschlussbewehrungen, die nach dem Setzen mit den herausstehenden
Schlaufen in der Bodenplatte und der innenliegenden, horizontal verlaufenden
Bewehrung verbunden werden. Nach erfolgter Montage der Winkelstützen wird
die 5 cm-Fuge zwischen Bodenplatte und den Fertigteilen und der Bereich der
Anschlussbewehrungen mit Quellmörtel vergossen. An den oberen Kanten der
Konsolen werden in Längsrichtung Dichtbänder als Feuchtigkeitssperre
aufgeklebt. Zwischen dem Unterbau im Gleisbereich und den Fertigteilen des
Hochbahnsteiges wird eine Trennplatte eingebaut.
Die Bahnsteig- und Rampenoberflächen sowie die Bahnsteigkanten werden durch
einen dunklen Natursteinbelag ausgebildet. Die Lautsprecher werden auf beiden
Seiten neben dem Einstiegsfeld am benachbarten Fahrleitungsmast (FLM)
platziert. Zwischen Bahnsteigbelag und Bahnsteigkante verläuft ein heller taktiler
Leitstreifen. Auf dem Bahnsteig sind zudem taktile Leitelemente an den
Bahnsteig- und Rampenenden und als Einstiegs- bzw. Abzweigfelder Richtung
Notruf- und Informationssäule (NIS) vorgesehen.