Beschreibung der Beschaffung
Der geplante Mittelhochbahnsteig entspricht dem Designtyp „Silverline“ und wird
in der Bauweise verfüllter Bahnsteig mit Winkelstützelementen ausgeführt.
Der Unterbau besteht aus Winkelstützwänden (L-Winkel) in STBFertigteilbauweise
mit unterschiedlichen Einzellängen von 5,00 m im
Hochbahnsteig-, bis 7,75 m im Rampenbereich. Der Hohlraum zwischen den
Rampenfertigteilen wird, ähnlich denen des Hochbahnsteigs, mit Füllboden und
einer Schottertragschicht verfüllt. Im Hochbahnsteigbereich erhalten die Konsolen
der Winkelstützelemente (d = 20 cm) eine Abdichtung gegen eindringendes
Niederschlagswasser.
Die Fertigteilelemente im Bereich des Hochbahnsteiges werden auf einer 15 cm
dicken, bewehrten Bodenplatte gegründet (im Bereich der Rampen unbewehrt).
Die Bodenplatte liegt wiederum auf einer 5 cm dicken Sauberkeitsschicht. Im
inneren Fußbereich der Hochbahnsteig-Fertigteile befinden sich
Anschlussbewehrungen, die nach dem Setzen mit den herausstehenden
Schlaufen in der Bodenplatte und der innenliegenden, horizontal verlaufenden
Bewehrung verbunden werden. Nach erfolgter Montage der Winkelstützen wird
die 5 cm-Fuge zwischen Bodenplatte und den Fertigteilen und der Bereich der
Anschlussbewehrungen mit Quellmörtel vergossen. An den oberen Kanten der
Konsolen werden in Längsrichtung Dichtbänder als Feuchtigkeitssperre
aufgeklebt. Zwischen dem Unterbau im Gleisbereich und den Fertigteilen des
Hochbahnsteiges wird eine Trennplatte eingebaut. Die Bahnsteig- und Rampenoberflächen sowie die Bahnsteigkanten werden durch
einen dunklen Natursteinbelag ausgebildet. Die Lautsprecher werden auf beiden
Seiten neben dem Einstiegsfeld am benachbarten Fahrleitungsmast (FLM)
platziert. Zwischen Bahnsteigbelag und Bahnsteigkante verläuft ein heller taktiler
Leitstreifen. Auf dem Bahnsteig sind zudem taktile Leitelemente an den
Bahnsteig- und Rampenenden und als Einstiegs- bzw. Abzweigfelder Richtung
Notruf- und Informationssäule (NIS) vorgesehen.
Drei Fahrleitungsmaste (FLM), welche im Bahnsteigbereich entlang der
Längsmittelachse positioniert sind, werden mittels Aussparungen an den Fugen
und Abdeckblechen integriert.
Die zwei Witterungsschutzdächer (WSD) inkl. Abfallbehälter und die
Schaltschränke werden mittels Fußplatten/ Rahmen auf STBOrtbetoneinzelfundamenten
gegründet. Die Ausleger für den dynamischen
Zugzielanzeiger inkl. Uhren (dyn. ZZA) werden am mittleren FLM befestigt, die
NIS direkt daneben platziert. Die Geländerpfosten werden auf einbetonierte
Ankerplatten geschweißt.