Beschreibung der Beschaffung
Die Theißtalschule in Niedernhausen soll brandschutztechnisch saniert werden. Es handelt sich hierbei um eine Kooperative Gesamtschule, die aus einer Grund- und einer weiterführenden Schule besteht, die z. Z. von ca. 900 Schülern besucht wird. Sie besteht aus mehreren Gebäudeteilen und einem WC-Haus.
Das erste Gebäude der Schule wurde bereits Ende der 1960er Jahre gebaut, ein zweiter Bau kam Ende 1970 hinzu. Die restlichen Gebäude folgten in den Jahren 1990-99 verbunden mit Änderungen, Sanierungsmaßnahmen und Umbauten der bereits bestehenden Gebäude.
Die marode Turnhalle wird nicht genutzt. Es ist geplant diese sowie auch das benachbarte WC-Haus abzubrechen und an diesem Standort einen Neubau zu errichten. Eine brandschutztechnische Sanierung in diesem Bereich ist somit nicht notwendig. Die 2011 neu entstandene Dreifeld- Sporthalle im südlichen Bereich des Schulgeländes wird ebenfalls nicht saniert.
Folgende Gebäude sind Bestandteil der Brandschutzsanierung:
— Bauteil A, Grundschule, 2-geschossige Massivbauweise, GF ca. 560 m,
— Bauteil B, Grundschule, 2-geschossige Massivbauweise, GF ca. 655 m,
— Bauteil C, Grundschule, 3-geschossige Massivbauweise, GF ca. 220 m,
— Bauteil D, weiterführende Schule, 4-gesch. Massivbauweise, teilunterkellert, GF ca. 1 200 m,
— Bauteil E, weiterführende Schule, 3-geschossige Massivbauweise, GF ca.770 m,
— Bauteil F, weiterführende Schule, 2-geschossige Massivbauweise, GF ca. 575 m,
— Bauteil G, weiterführende Schule, 3-geschossige Massivbauweise, GF ca. 345 m.
Die im Vorfeld geschätzten Kosten belaufen sich auf:
1. ca. 728 000 EUR im Bereich des baulichen Brandschutzes welcher u. a. folgendes umfasst:
— Errichtung von neuen Türen zu Treppenhäusern, zweiten Rettungswegen, Raum für die BMZ,
— Ertüchtigung von Trenn- und Brandwänden, Dachbereichen zu aufgehenden Fassaden, Installationsschächten und Fluren, bestehenden Treppenraumabschlüssen,
— Abtrennung von Dachgeschossbereichen und Austausch von Dämmungen.
2. ca. 2 050 000 EUR im Bereich des anlagentechnischen Brandschutzes für u. a. folgendes:
— Anpassung bzw. Brandschutzertüchtigung von Heizung, Sanitär und Lüftung, Erweiterung der BMA, Ertüchtigung der Stark- und Schwachstromversorgung an den aktuellen Stand der Technik sowie die Ausstattung mit Feuerlöschern (und ggf. BOS – Prüfung erforderlich). Von dieser Schätzung entfallen auf das Gewerk HLS ca. 1 150 000 EUR und auf das Gewerk Elektro ca. 800 000 EUR.
3. ca. 10 000 EUR für Feuerwehr-, Flucht- und Rettungswegepläne.
Die Planungsleistung für das Gewerk Heizung, Lüftung, Sanitär incl. der dazugehörigen MSR-Technik umfasst im Wesentlichen folgende Maßnahmen:
Für alle Bauteile:
— Brandschutztechnische Ertüchtigung von Trink- und Abwasser – sowie Heizungsleitungen in Decken und Wänden mit Anforderungen,
— Umsetzen bzw. Neumontage von Heizkörpern z. B. aufgrund von neuen Einhausungen von Treppenhäusern und/ oder Notausgängen,
— Rückbau von Brandschutzklappen in Wänden ohne Anforderungen dadurch bedingt für die Bauteile A, B, C, F und G:
— neues Lüftungskonzept und Neugestaltung der Lüftungsanlage für WC- und Lagerräume.
Bauteile D und E = Versammlungsstätten:
— neues Lüftungskonzept und Neugestaltung der Lüftungsanlage,
— neue Lüftungsanlage für Pausenhalle, Musikraum, Lehrküche und ggf. in BT E- Cafeteria,
— Neue Lüftungsanlage für WC’s im UG,
— neue Lüftungsanlage für WC’s im OG,
— ggf. im Bauteil E – neue Anlage für Cafeteria.
Für alle Bauteile:
— Heizungsanbindung von neuen Lüftungsgeräten,
— MSR- Technik incl. Elektroinstallationen,
— Baubegleitende Maßnahmen wie Schutzabdeckungen von vorhandenen Einrichtungen z. B. wegen Rückbau von nicht mehr benötigten technischen Installationen, Durchbruchs- und Verschlussarbeiten sowie Öffnen und Schließen von Decken und Wänden etc.
Parallel zu der hier angefragten Interessensbekundung für die Fachplanung HLS werden bereits zwecks Aufstellung eines Planungsteams ein Büro für die Architektenleistung sowie ein Fachplanungsbüro Elektro ausgeschrieben.