Beschreibung der Beschaffung
Die Ostfalia möchte am Standort Wolfenbüttel den Neubau einer Sport- und Bewegungshalle realisieren. Auf der ehemaligen Kasernenanlage "Am Exer" soll die bestehende Sporthalle durch einen Neubau ersetzt werden. Die abgängige Bausubstanz der Be-standshalle (Baujahr 1939) sowie nutzerseitige Anforderungen machen einen Neubau erforderlich. Dieser ist als teilbare Zweifeldsporthalle inkl. Nebenraumprogramm konzipiert und wird programmatisch durch einen Schulungsraum sowie einen Kraft- und Gymnastikraum ergänzt.
Die Nutzung soll neben dem allgemeinen Hochschulsport vor allem durch die Fakultät Soziale Arbeit stattfinden. Darüber hinaus sind die Durchführung von Veranstaltungen wie Turniere des Hochschulsports und Sportangebote für Mitarbeiter geplant.
Die neue Sporthalle soll den Anforderungen des integrierten Breitensportes unter Berücksichtigung des vorgegebenen Raumbedarfes gerecht werden. Dies bedeutet vorab die Barrierefreiheit nach "Arbeitshilfe für das barrierefreie Bauen (Land)/ Leitfaden Barrierefreies Bauen (Bund)" für das gesamte Gebäude.
Der grundsätzliche Ansatz ist hier eine gesellschaftliche Integration, also im Speziellen die Gestaltung der Räumlichkeiten in der Form, dass sie der Ausübung von paralympischen Sportarten gerecht werden. Das beinhaltet beispielsweise die gemeinsame Ausübung des Sports, z.B. Rollstuhl-Basketball, von Menschen mit und ohne Einschränkungen.
Grundsätzliche Aufgabe ist der Bau einer Sport- und Bewegungshalle für die Fakultät Sozialwesen mit folgenden Anforderungen: "Eineinhalbfachhalle" nach DIN 18032, mit
Trennvorhang, Basketballfeld in Wettkampfgröße, das auch die Durchführung von Rollstuhlbasketball erlaubt (Nach DIN 19 m hindernisfreie Breite). Bei geteilter Halle steht je ein Volleyballfeld bzw. 4 Badmintonfelder zur Verfügung. Die Flächenansätze der
NUF 1-6 erfolgten seitens der Ostfalia in Anlehnung u.a. an die DIN 18032-1 "Sporthallen", sowie an das Planungshandbuch für Schulsportstätten des Landes Berlin.
Entwurfsaspekte sind u.a. die Beziehung zum bestehenden Nachbargebäude mit dem dort etablierten Café und die Einbindung in die vorhandenen parkähnlichen Außenanlagen bezüglich der fußläufigen Wegeführung.
Der Bedarf umfasst folgende Flächen: NUF 1-6: 1.104 m². Das Raumprogramm umfasst folgende Anforderungen:
- Sport- und Bewegungshalle: "Eineinhalbfachhalle" nach DIN 18032, Teleskoptribüne für 200 Personen, als Besuchergalerie nutzbar
- drei Geräteräume im Hinblick auf integrativen Sport
- Kraftraum mit Gymnastikfreifläche
- Gruppenumkleiden D/H für Hallennutzung, Umkleiden D/H für Kraftraumnutzung, sanitäre Anlagen, Wasch- und Duschräume zugeordnet zu den Umkleiden
- Sanitärbereich für Nutzer der Verwaltungsräume, Sportler und Besucher (auf Hallenebene)
- Büro- und Verwaltungsflächen: drei Arbeitsplätze, Zuordnung zu Kraftraum und
Materiallager, gleichzeitige Funktion als Sanitätsraum und Regieraum vorgesehen
- Materiallager, aufgrund funktionaler Zwänge den Büroarbeitsplätzen zugeordnet
- Schulungs- und Besprechungsraum für 20 Personen,
- Elektrischer Betriebsraum für die Unterbringung des Datenverteilers
- Lager für Außensportgeräte
- die adäquate Unterbringung erforderlicher Technikflächen, des Putzmittelraumes,
des Reinigungsmaschinenraumes und eines Müllsammelraumes,
- Fassadenaufteilung mit Fläche für Kletterwand im Außenbereich unter Einhaltung der Kostenwerte wünschenswert
Das Raumprogramm mit weiterreichenden Angaben zu Flächen und Anforderungsprofil ist den vergabeunterlagen in Tabellenform beigefügt.
Die Baukosten (Kostenschätzung) des Teils 2 (Erschließungs- und Baukosten) belaufen sich auf ca. 4.646.153,00 EUR (KG 200-600) und sind der Planung zugrunde zu legen. In den Baukosten (Teil 2) sind folgende Positionen enthalten:
- Abbruch der Bestandshalle inkl. Anbau
Bruttogrundflächen: Halle: ca. 680 m², Anbau: ca. 295 m²: ca. 70.000 EUR
- Baukosten KG 300 (inkl. Abriss) ca. 2.862.770,00 EUR; KG 400 ca. 1.133.296,00 EUR
Die Kosten für den Teil 3 (Ersteinrichtung) und sind nicht Bestandteil der Planungsaufabe.
Alle Angaben sind Bruttokosten und enthalten die zurzeit gültige MwSt. von 19 %.
Die Entwicklung eines wirtschaftlichen und kostengünstigen Konzepts und dessen termingerechte Umsetzung ist vorrangiges Ziel. Aktueller Grobterminplan zur Maßnahmenumsetzung (mit Bezug auf die Vertragsanlage):
- Planungsbeginn nach Beendigung VgV-Verfahren, voraussichtlich Januar 2022
- Einreichen der Haushaltsunterlage Bau (HU-Bau) beim zuständigen Landesamt für Bau und Liegenschaften voraussichtlich bis September 2022
- Ausführungsplanung und öffentliche Ausschreibung/Vergabe bis März 2023
- nachfolgend Bauausführung voraussichtlich April 2023, Umsetzung/Fertigstellung voraussichtlich November 2024
Eine konkrete Aufgabenbeschreibung ist den Vergabeunterlagen beigefügt.
Fragen im Zuge des Teilnahmewettbewerbes können Sie über den Kommunikationstool der Vergabeplattform bis zum 06.09.2021 stellen, deren Beantwortung erfolgt bis zum 10.09.2021. Alle nach dem 06.09.2021 eingehenden Fragen werden nicht mehr beantwortet! Die jeweils eigegangenen Fragen inkl. Antworten werden allen Bietern in einem Dokument entsprechend aktualisiert zur Verfügung gestellt.