Beschreibung der Beschaffung
Auf dem Stadtgebiet Lünen sind entlang des Datteln-Hamm-Kanals die beiden folgenden Abschnitte zu planen:
Abschnitte 3.4 und 3.5: Wegeführung nördliche Seite des DHK
In Abschnitt 3.4 und 3.5 verläuft der IGA-Radweg auf der Nordseite des Datteln-Hamm-Kanals und entlang diesem in Richtung Bergkamen und endet an dem Brückenbauwerk (Abschnitt 3.6).
Der Wirtschaftsweg ist heute unbeleuchtet, hat eine wassergebundene Oberfläche und eine Breite von etwa 3,00 m. Dieser soll auf eine Breite von 4,00 m ausgebaut und asphaltiert werden. Der Weg ist bereits durch Baumreihen gefasst. Lediglich einige Baumlücken sollen aufgefüllt werden. Zusätzlich wird eine Beleuchtung durch Solarleuchten vorgesehen. Westlich der Kommunalgrenze zu Bergkamen quert der IGA-Radweg den Datteln-Hamm-Kanal über ein bestehendes Brückenbauwerk und trifft hier auf den Teil des IGA-Radwegs, der südlich des Kanals verlaufen wird (Abschnitt 5).
Abschnitt 5.2 und 5.3: Wegeführung südlich des Datteln-Hamm-Kanals
Die Teilabschnitte entlang des Kanals zwischen Preußenhafen und Schwansbeller Weg sind bereits auf einer Breite von 3,00 m bzw. 3,50 m mit einer bestehenden Allee von Bäumen befestigt. Deswegen wird von einer Verbreiterung auf die angestrebten 4,00 m abgesehen.
Der Weg östlich des Schwansbeller Weges ist heute in weiten Teilen wassergebunden und unbeleuchtet, ein kleinerer Abschnitt ist asphaltiert. Zur Fassung des Weges sowie zum weiteren Klimaschutzbeitrag ist hier eine einseitige Baumreihe vorgesehen. Weiterhin soll der Weg auf 4,00 m Breite ausgebaut, asphaltiert und beleuchtet werden.
Die Abschnitte 3 und 5 treffen kurz vor der Stadtgrenze zu Bergkamen aufeinander und wer- den auf der Südseite des Kanals weiter Richtung Osten geführt. Teilabschnitte des Wirtschaftsweges ermöglichen Standorte für Bänke zu Radfahrpausen. Auf einigen kurzen Abschnitten ist der Deich als grüner Wall angelegt mit einer Regenrinne zwischen Weg und Wall, so dass hier keine Bänke aufgestellt werden können. Ebenfalls ist der Wirtschaftsweg vor der Stadtgrenze sehr schmal und soll auf die angestrebten 4,00 m verbreitert, asphaltiert und beleuchtet werden.
Auf Bergkamener Stadtgebiet sind entlang des Datteln-Hamm-Kanals vier Abschnitte zu planen:
Abschnitt 6: Wegeführung südlich des Datteln-Hamm-Kanals
An der Stadtgrenze zu Lünen verläuft der IGA-Radweg auf Bergkamener Gebiet weiter südlich des Datteln-Hamm-Kanals nach Oberaden zur zukünftigen Wasserstadt Aden. Der Weg ist heute in weiten Teilen wassergebunden und unbeleuchtet. Hier soll der IGA-Radweg als gemeinsamer Geh- und Radweg auf einer Breite von 4,00 m asphaltiert und beleuchtet werden. Am bestehenden Brückenpfeiler unterhalb des Heiler Kirchweges wird ein Geländer hergestellt.
Abschnitt 7: Wasserstadt Aden
Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden in Bergkamen entsteht seit 2016 ein innovatives und außergewöhnliches Stadtquartier. Aktuell ist das Areal nicht begehbar und stellt somit noch eine zentrale Netzlücke dar. Planung und Bau des IGA-Radwegs erfolgen innerhalb des Wasserstadt-Geländes im Rahmen der Gesamtmaßnahme Wasserstadt. Im Rahmen der nun zu erstellen Planung soll neben dem Weg parallel zum Kanal allerdings die Anbindung des IGA-Radwegs an den Marktplatz geplant werden; hierbei ist insbesondere der Höhenversatz zu berücksichtigen. Unmittelbar westlich der Jahnstraße schließt das Wegenetz der Wasserstadt Aden dann wieder an den Radweg entlang des Datteln-Hamm-Kanals an. Die entsprechenden Anschlussbereiche sind im Plan in der Anlage rot markiert.
Abschnitt 8: Haldenlandschaft
Östlich der Wasserstadt folgt der IGA-Radweg weiter dem Kanal - auch hier ist das Gebiet aktuell nicht befahrbar. Angrenzend an die Wasserstadt schließt sich ein zweiter zentraler Ankerpunkt der IGA 2027 "Zukunftsgarten Bergkamen/Lünen - Landschaft in Bewegung" an.
Hier entsteht eine neue Haldenlandschaft, die Sport- und Aktivangebote bereithält. Im Gegensatz zu den Wegen auf der Haldenlandschaft verläuft der IGA-Radweg weiter entlang des Kanals, sodass keine zusätzlichen Steigungen entstehen.
Entlang der zukünftigen Haldenlandschaft befindet sich aktuell ein nicht zugänglicher Wirtschaftsweg ohne Beleuchtung. Der Weg soll auf einer Breite von 4,00 m asphaltiert und mit Solarleuchten ausgestattet werden.
Abschnitt 9: Naturschutzgebiet Beversee und Marina Rünthe
Der IGA-Radweg verbleibt am Kanal und führt auf direktem Weg zum NSG Beversee und dem Westfälischen Sportbootzentrum "Marina Rünthe".
Entlang des Kanals befindet sich heute ein unbeleuchteter Wirtschaftsweg, der von Radfahrenden befahren werden kann. Dieser soll auf einer Breite von 4,00 m asphaltiert und beleuchtet werden.
Im Bereich der "Marina Rünthe" wird ein bestehender Trampelpfad für den IGA-Radweg auf einer Breite von 4,00 m ausgebaut, asphaltiert und beleuchtet und so an einen bestehenden Geh- und Radweg angebunden. Dieser weist heute eine Breite von etwa drei Metern auf und wird aufgrund der Nutzungsüberlagerungen auch auf mindestens 4,00 m Breite ausgebaut. Durch die Marina Rünthe verläuft aktuell ein getrennter Geh- und Radweg im Zweirichtungsverkehr, ein Ausbau des Weges ist nicht möglich, die Nutzungsüberlagerungen mit dem Fußverkehr sind hoch. Deswegen ist vorgesehen, den Radverkehr durch Markierungen auf der Fahrbahn zu etablieren, um ein zügiges Befahren zu ermöglichen. Der Übergang zwischen dem gemeinsamen Geh- und Radweg im Westen des Abschnitts und der Führung im Straßenraum (Hafenweg) bis zur Kreuzung Hafenweg/Werner Str. soll durch eine deutliche Hervorhebung (z. B. durch Roteinfärbung) gesichert werden.