Beschreibung der Beschaffung
Die vorhandenen Sportanlagen müssen vollflächig rückgebaut werden. Der Kunststoffbelag ist vollständig verschlissen, der Asphalt laut Bodengutachten ungleichmäßig dick, porös und weist zum Großteil einen unzureichenden Verbund auf. Weiterhin gibt es vereinzelte Setzungen (Teilbereich Platz 7). Teilflächen wie z. B. die Tennenfläche neben Platz 3 werden nicht mehr benötigt und können in Rasenflächen umgewandelt werden. Im Zuge des Rückbaus wird auch die marode Sportgeräteausstattung (z. B. Kugelstoßkreise, Weitsprunggruben, Tore, ...) entfernt und beschädigte Zäune rückgebaut.
Kampfmittelbaubegleitung
Im Rahmen der Grabenarbeiten ist baubegleitend ab einer Tiefe von 80 cm eine Kampfmittelbaubegleitung gefordert.
Baugrund:
Laut Bodengutachten befinden sich unter dem alten Platzaufbau überwiegend bindige, Böden. Um die nach DIN 18035 geforderten 45 KN/m auf dem Erdplanum zu erhalten sind witterungsabhängig ggfs. stabilisierende Maßnahme erforderlich.
Entwässerung:
Die Spielfelder mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag (Platz 3 + 5 + 6) erhalten zur Planumsentwässerung eine Sammler-Sauger-Dränage.
Hierbei wird über Saugerstränge (Vollsickerrohre) das überschüssige Niederschlagswasser in Sammler (Teilsickerrohre) geleitet, die über Revisionsschächte und geschlossene PP-Rohre an den öffentlichen Kanal angeschlossen werden.
Das Oberflächenwasser aller Sportflächen wird durch Muldenrinnen aus Polymerbeton aufgenommen und über entsprechende Muldeneinläufe abgeleitet.
Wege Herstellung von barrierefreien Wegeanschlüssen von den bestehenden Wegen zu einzelnen Sportflächen oder zwischen den einzelnen Sportflächen.
Die Einfassung der Wege erfolgt mit Tiefbordsteinen. Der Wegeaufbau (40 cm) erfolgt gemäß RStO 12 T3, Z1, Bk0,3 mit 28 cm ungebundener Tragschicht, 4 cm Bettung und 8 cm Betonpflaster. Ausgleichen von Setzungen in vorhandenen Pflasterflächen und Beseitigung von Schäden durch Befahrung in Pflasterflächen während des Baubetriebs.
In den Tribünenbereichen hat sich das vorhandene Pflaster zum Teil unregelmäßig gesetzt oder ist so stark verunkrautet das es zu Schäden gekommen ist. Der Pflasterbelag wird erneuert.
Platzaufbau Kunststoffbelag:
Der Aufbau der Sportflächen mit wasserdurchlässigem Kunststoffbelag erfolgt nach DIN 18035/6.
Auf dem ggfs. stabilisierten Erdplanum (EV2 = 45 MN/m) wird eine 20 cm dicke ungebundene Tragschicht eingebaut. Darauf erfolgt der Einbau einer wasserdurchlässigen bituminös gebundenen Tragschicht und der Einbau eines wasserdurchlässigen Kunststoffbelags Typ B.
Platzaufbau Asphaltbelag:
Aufbau der Sportflächen mit Asphaltbelag (Platz 1+2): Auf dem ggfs. stabilisierten Erdplanum (EV2 = 45 MN/m) wird eine 20 cm dicke ungebundene Tragschicht eingebaut. Darauf erfolgt der Einbau einer 12 cm dicken wasserundurchlässigen Asphalttragdeckschicht.
Beachanlage:
Die Beachanlage (Platz 7) erhält eine Einfassung aus Softkantensteinen. Auf das Erdplanum wird ein Trennvlies verlegt und 40 cm Sand eingebaut.
Einfriedung:
Die vorhandene Einfriedung wird in Teilabschnitten erneuert (in Angleichung an den bestehenden Zaun).
Im Bereich der Beachvolleyballanlage wird ein Ballfangzaun mit einer Höhe von 6 Meter vorgesehen.
Zwischen Platz 2 und 3 wird ein Zaun zur Trennung des öffentlichen Bereiches vom Schulbereich vorgesehen inkl. der erforderlichen Toranlagen.
Bereich 5 erhält eine umlaufende Spielfeldbarriere mit Füllung.
Einzelne beschädigte Zaunmatten werden ausgetauscht.
Ausstattung:
Die Sportanlagen erhalten folgende Ausstattungsgegenstände:
Streetballständer (vandalismussicher), Basketballanlage, Volleyballanlage, Kugelstoßanlage, Absprungbalken, Kleinfeldtore, Beachvolleyballanlage, Baum- und Wurzelschutz.
Um die neuen Sportbeläge künftig gegen Wurzelschäden zu schützen, sind in den Bereichen mit Baumbestand als Schutzmaßnahme Wurzelschutzgräben vorgesehen.
Die vorhandenen Bäume werden während des Baubetriebes durch Druckverteilungsplatten und Stammschutz vor Beschädigungen geschützt.
Leistungsumfang (Auszug):
— Kunststoffbelag zwischen Einfassungen vollflächig ausbauen, ca. 1,5 - 2,0 cm 4 250 m,
— Kunststoffbelag zwischen Einfassungen abschaben, ca. 0,5 cm 1 590 m,
— Abbruch Asphaltdecke Dicke 10-15 cm 1 560 t,
— Ungebundene Tragschicht ausbauen und zwischenlagern 1 200 m,
— Ungebundene Tragschicht von Miete aufnehmen und entsorgen 1 435 t,
— Zwischengelagerten beprobten Boden entsorgen Einstufung Z 0 * IIIA-Z1. 1 1165 t,
— Zwischengelagerten beprobten Boden entsorgen Einstufung Z1. 2 1 065 t,
— Teilsickerrohr DN 150 als Sammler inkl. Graben, Aushub zwischenlagern 390 m,
— Vollsickerrohr DN 65 verlegen inkl. Graben, Aushub zwischenlagern 465 m,
— PP- Vlies GRK 3 (155g/m) für Dränagegräben 1 960 m,
— Muldenrinne herstellen 285 m,
— Asphalttragschicht AC22TN Bindem. 70/100 D 8cm 1520 m,
— Asphaltbetondeckschicht AC8DN D 4cm Bindem. 70/100 1520 m,
— Bit. geb. Tragschicht wasserdurchlässig 1lagig 2790 m,
— Wasserdurchl. Kunststoffbelag, Typ B 2790 m,
— Betonpflaster 20/10 cm, grau mit Sickerfuge 330 m,
— Betonplatte 40/40/6 und 30/30/6 als Mähkante 440 m,
— Ballfangzaun, Stahlgitter, H = 6,0 m feuerverzinkt 38 m,
— Doppelstabzaun H = 4,00 m herstellen 65 m,
— Barriere feuerverzinkt, Füllung Doppelstabmatte, 25/200 112 m.