Beschreibung der Beschaffung
Das bestehende System und weiterentwickelte Konzept der Universität Potsdam besteht aus einem primären, hoch performanten SAN/NAS Storage in Form eines Netapp FAS8200 Clusters, um Ausfallsicherheit, Performance und Kapazität zu haben und einem sekundären Storage Netapp FAS2650. Auf dem sekundären Netapp-Storage werden mit Netapp Boardmitteln alle Daten stündlich, asynchron und alle Nutzerdaten von Verwaltung und Forschung von der FAS8200 gespiegelt, um im Falle eines Totalausfalls oder eines Kryptotrojanerangriffs die Nutzerdaten verfügbar zu haben. Dadurch ist ein System entstanden, das einerseits aus einem skalierbaren und schnellen, hoch performanten Speicher besteht und andererseits aus einem skalierbaren langsameren Speicher, der aber dafür mit größeren Festplatten ausgestattet werden kann.
Das Datenvolumen der Universität Potsdam steigt jährlich, sowohl im Serverbereich als auch bei den Nutzerdaten an und seit März 2020 hat sich die Datenmenge im Server- und Nutzerbereich verdoppelt. Da der parallele Zugriff der Nutzer massiv angestiegen ist, sind die noch aus dem Jahre 2017 stammenden 2TB-Diskshelfs nicht mehr in der Lage, die Zugriffe zu verwalten und müssen ersetzt werden. In Verbindung mit der Diskshelf Erneuerung ist auch eine Erneuerung der Controller notwendig. Die FAS8200 sind out-of-sale und gehen 2023 out-of-support. Da die neuen Diskshelfs aber ohnehin nicht mehr an die FAS8200 Controller anbindbar sind und zur Migration des gesamten Storageclusters neue Controller im neuen Rechenzentrum notwendig sind, sind auch die Nachfolge-Controller FAS8300 notwendig. Auf diese Weise und durch das durchstrukturierte Konzept hat die Universität Potsdam im Storagebereich einen Update-Kreislauf erschaffen, der ohne Unterbrechung, selbst beim Austausch kritischer Storage-Komponenten, vollzogen werden kann.
Die Erneuerung/Erweiterung des primären Storage für Server und Nutzer- und Forschungsdaten ist auch erforderlich, weil die benötigten Kapazitäten stetig größer werden. Durch Ersetzung der bestehenden 2TB-Diskshelfs in zwei Teilen wird die Kapazität und Performance entsprechend erhöht. So sollen einerseits die eine Hälfte der 2TB-Diskshelfs bestehend aus drehenden Platten durch 3,8TB 2,5Zoll großen SSDs ersetzt werden, wodurch die Kapazitäten bei deutlich geringerem Platz- und Energiebedarf verdoppelt wird und gleichzeitig die Performance verbessert wird. Die andere Hälfte der 2TB Diskshelfs soll durch 4TB große drehende Platten ersetzt werden. Dadurch erhalten wir bei gleichbleibendem Energie- und Platzbedarf Menge erheblich mehr Kapazitäten.
Der High Performance Storage FAS8200 dient der Universität Potsdam als Server Storage und zentrale Dienste Storage für LUN's, CIFS, NTFS, VMFS und dem Server-Hosting Dienst für die Universität. Zielsysteme für die herausgegebenen Disk Speicher sind u. a. IBM AIX für das Backup-System, Solaris LUN für Solaris-LDOM's, Windows- und Linux-VMs.
Die vorhandenen Komponenten bilden die Grundlage für die umzusetzende Erweiterung. Störungen, Unterbrechungen und Ausfälle müssen unbedingt vermieden werden, da Datenverluste und somit Verzögerungen im Studien- und Verwaltungsbetrieb drohen. Die Homogenität zwischen den einzelnen Komponenten stellen diesbezüglich wichtige Schlüsselfaktoren dar, um Störungen und Ausfälle innerhalb des Storage auf ein Mindestmaß zu begrenzen bzw. weitestgehend auszuschließen. In diesem Sinne sind zur geplanten Storage-Erweiterung wieder Komponenten des Herstellers NetApp notwendig, mit denen der bereits bestehende Teil des Storage realisiert wurde. Um mögliche Störungen innerhalb des Storage in kürzester Zeit beheben zu können, muss auch weiterhin ein Bieter mit einem technischen Support zur Verfügung stehen, damit technische Probleme des Storage zentral gelöst werden können.
Die bestehende FAS8200 hat mittlerweile eine Kapazität von ca. 600TB Nettokapazität der aufgrund der stetig wachsenden Anforderungen kontinuierlich erweitert werden muss. Diese Menge an Kapazitäten kann nicht ohne räumliche, wirtschaftliche und personelle Probleme anderweitig aufgebaut werden, da weder die räumlichen Serverraumkapazitäten für eine parallele Migration existieren noch die entsprechenden personellen Ressourcen. Es soll eine horizontale Erweiterung auf ein 6-Node Storage Cluster, die Erweiterung um zusätzliche Storage Kapazität sowie Ersetzung der veralteten Diskshelfs erfolgen.
Weiterhin soll als Dienstleistung die Installation, Konfiguration, Migration sowie das Update der bestehenden Controller auf das neue Ontap Betriebssystem um einen identischen Softwarestand auf allen Controllern zu haben und auf allen Festplatten den identischen Firmwarestand zu haben, erfolgen.
Weitere Dienstleistung sind der Aufbau der logischen Aggregate um anschließend unterbrechungsfrei die Volumes migrieren zu können und anschließend die Snapmirror Verbindungen zum sekundären Storage aufzubauen um die Datenreplikation und Sicherheit wiederherzustellen.