Beschreibung der Beschaffung
Die Hüttenhospital gGmbH betreibt im Untergeschoss eine eigene Frischküche.
Aufgrund von Mängeln an der baulichen Substanz und einem unzureichenden Platzangebot hat sich die Hüttenhospital gGmbH nach Abwägung verschiedenster Varianten der zukünftigen Speisenversorgung für den Neubau einer Frischküche angrenzend an die Südseite des Krankenhauses entschieden. Der Bau wird an das Bestandsgebäude (ehemalige Küche) angeschlossen. Dieser Erweiterungsbau soll auf einer Freifläche vor dem Bestandsgebäude errichtet werden.
Das Volumen des Bauvorhabens beläuft sich auf rund 3,9 Millionen Euro brutto (Grobkostenkalkulation nach DIN 267). Dieser Betrag umfasst auch bereits die Planungsleistungen für das Bauvorhaben. Das Kücheninventar findet in der Kostenaufstellung ebenfalls Berücksichtigung. Ferner sind in den Kosten Arbeiten am Übergang des Bestandsgebäudes sowie im Bestandsgebäude selbst enthalten (ca. 80 000 EUR).
Die neue Küche hat eine Bruttogrundfläche (BGF) von geplant 680 m. BGF Umbau (nur Flur- und Aufzugbereich) 130 m.
Die zur Durchführung dieser Maßnahmen erforderlichen Planungsleistungen TGA 0 HLS, Anlagengruppen 1-3 sowie 8, Leistungsphasen 1-8, § 55 HOAI (Grundlagenermittlung, Vorplanung, Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung, Vorbereitung der Vergabe, Mitwirkung bei der Vergabe, Objektüberwachung – Bauüberwachung und Dokumentation) sind Gegenstand dieses Vergabeverfahrens.
Die Beauftragung der Planungsleistungen erfolgt gemäß HOAI.
Die Vergabe der Bauleistungen wird in Einzelvergaben nach den entsprechend anzuwendenden vergaberechtlichen Grundlagen ausgeschrieben.
Kostenrahmen des gesamten Bauvorhabens (KG 200-700): 3 300 000 EUR netto
(Die Differenzierung nach Kostengruppen erfolgt nach Kostenschätzung des Architekten).
Die Gesamtkosten für die Kostengruppe 410, 420, 430 und 480 werden wie folgt geschätzt
— Kostengruppe 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlage: ca. 147 000 EURO netto,
— Kostengruppe 420 Wärmeversorgungsanlage: ca. 54 500 EUR netto,
— Kostengruppe 430 Raumlufttechnische Anlagen: ca. 469 000 EUR netto,
— Kostengruppe 480 Gebäudeautomation: ca. 50 000 EUR netto.
Beginn der Planungsleistungen ist unmittelbar nach Auftragserteilung.
Geplanter Baubeginn: August 2022
Die Bauzeit wird mit 12 Monaten angenommen.
Die örtliche Präsenz in Dortmund ist in engen Intervallen gemäß Planungserfordernissen sicherzustellen.
Die personelle Kontinuität bezüglich der Präsenz vor Ort ist möglichst sicherzustellen. Projekt- und Planbesprechungen finden in Dortmund statt.
Der Auftraggeber führt das Vergabeverfahren nach den Vorgaben der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung 2016 – VgV). Der Auftraggeber beachtet das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW.
Der Auftraggeber schreibt die Leistung europaweit im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens aus.
Das nach §§ 17, 74 VgV geführte Verfahren besteht aus einem Teilnahmewettbewerb und der sich daran anschließenden Auswahl von 3 Bewerbern/Bewerbergemeinschaften, die zur Abgabe eines Erstangebotes und Erstellung eines objektbezogenen Konzeptes zur Umsetzung des Planungsvorhabens aufgefordert werden. Sofern mehr als 3 wertungsfähige Teilnahmeanträge von geeigneten Bewerbern / Bewerbergemeinschaften vorliegen, wird der Auftraggeber eine differenzierende Eignungsprüfung gemäß der beigefügten Wertungsmatrix vornehmen und die 3 Bewerber / Bewerbergemeinschaften zur Angebotsabgabe auffordern, die die höchste Punktzahl erreicht haben. Im Falle von Punktgleichheit entscheidet das Los.
Die aufgeforderten Bieter geben auf der Grundlage der Vergabeunterlagen ein verbindliches Erstangebot ab. Nach Auswertung der Erstangebote erhalten die Bieter die Möglichkeit, in einem Verhandlungstermin ihr Angebot zu präsentieren und über die Vergabeunterlagen zu verhandeln. Anschließend werden alle Bieter aufgefordert, ein überarbeitetes, finales Angebot zu unterbreiten. Auf das wirtschaftlichste Angebot wird der Zuschlag erteilt.
Der Auftraggeber behält sich gemäß § 17 Absatz 11 VgV vor, den Zuschlag nach Maßgabe der Zuschlagskriterien auf Grundlage der verbindlichen Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlungen einzutreten.
Anderenfalls werden die beteiligten Bieter zu Verhandlungen und anschließender Einreichung finaler Angebote aufgefordert.
Nach Prüfung der Angebote erfolgt der Zuschlag auf Grundlage der bekannt gemachten Zuschlagskriterien.
Mit Zuschlagserteilung werden die Leistungsphasen 1-8, § 55 HOAI beauftragt.
Die Verfahrensführung erfolgt elektronisch. Teilnahmeanträge (1. Verfahrensstufe) und Angebote (2. Verfahrensstufe) sind ausschließlich elektronisch einzureichen. Sämtliche Kommunikation wird elektronisch geführt.
Eine Besichtigung des Baugrundstücks bzw. der örtlichen Gegebenheiten zur Erstellung der Konzeption/Erstangebot kann innerhalb der Angebotsfrist (2. Verfahrensstufe) optional wahrgenommen werden. Die Termine zur Objektbesichtigung werden rechtzeitig im Rahmen der Angebotsphase bekannt gegeben.